Warum ich hier bin

Erstellt 13.02.2022, von FlyingWhale. Kategorie: Neu hier. 36 Antworten.

Warum ich hier bin
13.02.2022
Hallo liebes Vegpool community.
Warum ich hier bin?
Weil wir eine Verantwortung tragen, und ein Bild, welches ich wirklich im Fernsehen noch vor mir habe, mich dazu anregt...naja, wenigstens zu fragen ob es hier jemand gibt der es geschafft hat unter meine Bedingungen Vegan zu leben. Etwas was ich immer abgelehnt habe, und was ich vor wenigen Tagen noch als einen für mich undenkbaren Weg betrachtet habe. Ich lehne die Vegane Ernährungsweise eigentlich ab, sie entspricht nicht der Ernährungsweise des Menschens. Ja zugegeben, Käse und Milch gehören sicher nicht zu unserer natürlichen Ernährung, aber im Grunde habe ich kein Problem damit ein anderes Lebewesen zu essen. Und damit wären wir an dem Knackpunkt...seit fast einem Jahr bin ich (bis auf zwei kleine Ausnahmen) Vegetarierin, aber ja, freilich esse ich auch Käse, Eier, Sahne, trinke Milch....und ja...unter Berücksichtigung des Grundes warum ich Vegetarierin geworden bin...müsste ich eigentlich auch Veganerin werden...
Also Hallo, viel gelabert, nix gesagt, ich bin die Alex
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14.02.2022
Hallo,
leider finde ich deinen Text sehr verwirrend geschrieben. Was genau war jetzt deine Motivation vegetarisch zu sein, welche eigentlich bedingen würde vegan zu werden?
Und zu deiner Einstellung generell gegenüber Veganismus kann ich dir dieses Video wärmstens empfehlen:

Video anzeigen?

Das Video wird von einem externen Dienst eingebunden. Dabei werden Daten an Dritte übermittelt.


Deine Einstellung, dass es dir nichts ausmacht ein Lebewesen zu esen, kann ich zwar empathisch nicht nachvollziehen, aber im Grunde ist es nicht so wichtig, aus welchem Grund man Tiere nicht isst, sondern einfach die Tatsache, dass man es nicht tut.
Wenn du wirklich für einen offenen Austausch und Motivation zum veganen Leben hier bist, dann heiße ich dich herzlich Willkommen.



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14.02.2022
Liebe Alex,
herzlichen Dank für Deine Offenheit.
Na ja, Einstellungen, eben auch die zu veganer Lebensweise, können sich durchaus ändern ;)
Ich bin seit meinem 15 Lebensjahr etwa Vegetarierin gewesen, aus Tierliebe, über 30 Jahre lang. Dann bekam ich immer mehr mit, daß diese Lebensweise nicht geeignet ist, die Tiere konsequent zu schonen. Ich will auf gar keinen Fall Leid verursachen, schon gar nicht aus so niedrigen Beweggründen wie Eßgelüsten. Das ist aber eine absolut persönliche Einstellung, die muß für Dich nicht gelten. Meiner Meinung nach sind wir alle gleichgestellt und es steht mir nicht zu, andere zu töten oder zu quälen. Daher "mußte" ich vegan werden, obwohl ich mir lange Zeit noch vorgemacht habe, daß es nicht nötig ist, wenn ich aus guter Biohaltung kaufe. Bullshit, das nützt kaum etwas, der Kuhmutter wird dennoch ihr Kalb weggenommen, das meist konventionell gemästet und dann geschlachtet wird. Der Verzicht auf alle Milchprodukte fiel mir sehr schwer, auch auf das einigermaßen unkomplizierte Essen im Restaurant oder mit Freunden. Das wurde alles erheblich erschwert mit meiner veganen Lebensweise. Nun sind es gute fünf Jahre und es fühlt sich fantastisch an, im Einklang mit meinen Werten zu leben. Mein Mann zieht mit, was natürlich ebenso fantastisch ist. Es wird auch permanent einfacher, Produkte zu finden, In Lokalen essen gehen zu können, und im Freundeskreis muß man eben bereit sein, immer was Leckeres mitzubringen. Das ist mir aber die Sache wert.
Du wirst vermutlich merken, daß Du, je länger Du Dich mit der Thematik beschäftigst, kaum mehr anders kannst als vegan zu leben, einfach, weil es so viele Probleme auf einmal löst und sich sehr gut anfühlt. Ganz ehrlich - zu wissen, daß das Stück Fleisch auf meinem Teller mal ein fühlendes, sehr lebendiges Wesen war, das durch meine Gelüste ein qualvolles Leben und einen noch qualvolleren Tod hatte - das kann man doch nicht auf ewig für sich gutheißen, oder? Und das Stück Käse verursacht ebenso den Tod.
Doch das ist wie gesagt alles eine ganz persönliche Sache, das muß jeder für sich einschätzen. Ich fand den Schritt, vegan zu werden, erheblich krasser, als Vegetarierin zu werden. Hatte ich früher doch auch ein völlig falsches Bild von dieser Ernährung und einige Vorurteile. Aber das kann sich ändern und man sollte versuchen, offen zu sein für eine mögliche Umstellung. Auch sich selbst zuliebe.
Ich wünsche Dir viel Neugier und Offenheit bei Deiner Beschäftigung mit dieser Thematik. Und mach Dir keinen Streß, kleine Schritte sind ebenfalls viel wert.
Herzlich,
Vera
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14.02.2022
Ich lehne die Vegane Ernährungsweise eigentlich ab, sie entspricht nicht der Ernährungsweise des Menschens.


Dieser Behauptung widerspreche ich entschieden.

Wäre das so, hätten wir wie Raubtiere Reißzähne und wir hätten keine weitverbreiteten Unverträglichkeiten gegen Tierleidprodukte wie z.B. Milch usw.
Auch dass Herz- Kreislaufkrankheiten durch Tierleidprodukte maßgeblich hervorgerufen werden (Quelle Weltgesundheitsorganisation), wäre sicher nicht so, wäre die Behauptung richtig.

Wenn jemand also Fleisch oder andere Tierleidprodukte verzehren will, weil er/sie es sich so angewöhnt hat, dass er/sie es nur schwer wieder sein lassen will, sollte das nicht mit solch abstrusen Behauptungen kaschiert und gerechtfertigt werden.

Wenn jemand Tierleid verhindern und Tiere tatsächlich schützen will, bleibt ausschließlich die vegane Ernährung übrig. Vegetarisch auch nur als Übergangslösung auf dem Weg zur veganen Lebensweise, dauerhaft aber vollig nutzlos im Sinne des Tierschutzes.
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14.02.2022
Das tut mir leid ItsaMeLisa...war nicht meine Absicht verwirrend zu schreiben.
Auslöser war die Doku Seaspiracy, Grund ist meine entgültige, sagen wir, Erkenntnis, das wir einfach viel zu viele Menschen auf dem Planeten sind, unsere Mutter kann uns nicht mehr tragen. Daher auch der Hinweis das die Schlussfolge eigentlich Vegan wäre, da die Massentierhaltung weit überm Limit ist, ob man die Lebewesen schlechtet oder nicht.
Vielen Dank für den Willkommensgruß, ich freue mich schon ein wenig da rein zu schnuppern. Ich denke ich würde das für mich nicht umsetzen können, aber hier im Forum mal ein bisschen rum horschen, schadet nicht.
Ich halte das Option auf jeden Fall noch offen derzeit.
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14.02.2022
Hallo Flying Whale

Herzlich willkommen hier im Forum. Ich denke, dass - wenn Du Dich schon mit Seespiracy beschäftigt hast, kannst Du auch mal Cowspiracy oder Dominion anschauen, vielleicht hilft Dir das, Deine Ansichten im Hinblick auf vegane Ernährung noch schneller zu ändern.
Ich war selbst auch viele Jahre vegetarisch, habe Anfang der 80er damit angefangen, damals war es noch schwer vegetarisch zu leben geschweige denn vegan; erst die letzten knapp 6 Jahre bin ich voll auf vegan umgestiegen, da es seit dieser Zeit besser ist an vegane Lebensmittel zu kommen, vorher hat es ähnliche Schwierigkeiten gegeben wie beim vegetarischen Leben in den 80ern.
Hast Du denn selbst Tiere wie Hund oder Katze etc. wenn ja könntest Du Dir dann vorstellen Dein Haustier zu essen ? Wenn nein, warum dann andere Tiere, die als " Nutztiere" deklariert werden ?

Lieben Gruß
METTA

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14.02.2022
Grund ist meine entgültige, sagen wir, Erkenntnis, das wir einfach viel zu viele Menschen auf dem Planeten sind, unsere Mutter kann uns nicht mehr tragen.


Auch hier irrst Du nach meiner festen Überzeugung. Es sind eben nicht alle 8,5 Mrd. Menschen, die die Ursache für unsere hauptsächlichen Umwelt- und Tierschutzprobleme sind. Es sind vielmehr die relativ wenigen Menschen der "entwickelten" Industrienationen, die seit dem Beginn der Ölförderung, der Industrialisierung und der Automobilisierung unserem Planeten schwerste Schäden zugefügt haben. Auch das, was heute durch die Globalisierung in vielen Schwellenländern oder in Indien und China umweltschädlich produziert wird, wird maßgeblich in die oben angeführten Länder exportiert und muss auch bei der Umweltbilanz den "entwickelten Industrienationen" zugerechnet werden.

Das heißt: Nicht die Zahl der Menschen macht die Probleme, sondern die Art zu konsumieren in den "entwickelten Industrieländern".

Mir scheint, Du suchst intensiv nach Gründen, Dein eigenes Leben nicht verändern zu müssen.


Leider fürchte ich, dass das nicht mit den hier vorgetragenen Behauptungen gelingt.
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14.02.2022
Vielen Dank VeraZ
Also dieses „das war für mich das richtige“ Gefühl empfinde ich inzwischen schon als Vegetarierin. Ich stimme euch ja auch zu, Leid will ich ebenfalls nicht zufügen, und dieser Entsteht eben durch die Massenhaltung, bzw. aberwitzige Fischerei.
Ich sehe das schon auch so das wir gleich sind, sehe das aber nicht im Widerspruch dazu Fleisch oder Fisch zu essen, ich bin halt der Meinung, die Schlachtung sollte nicht qualvoll sein.
Ein schwieriges Thema...sehr schwierig.
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14.02.2022
Hi vegbudsd,
Ich hatte nicht den Eindruck dass flyingWhale Ausflüchte sucht - eher eine thematische Auseinandersetzung. Und die ist ja sinnvoll, wenn man offen für Argumente ist.
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14.02.2022
Metta, ich unterscheide klar zwischen Lebewesen welche ich als „Familienmitglieder“ betrachte, und ein Lebewesen welches ich esse. Kann freilich jeder so für sich entscheiden, bzw. beurteilen.
Ebenfalls habe ich immer schon Krabbe und Hummer NICHT gegessen.

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