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Vegan aus Liebe zu Tier & Klima

Erstellt 02.03.2026, von Mibre. Kategorie: Neu hier. 40 Antworten.

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Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
06.03.2026
Zitat Thueringerin:
Liebe Mibre, über Hühner kannst Du ganz viel auf der Website von "Rettet das Huhn e.V." nachlesen! Ich habe von denen schon oft Hennen und Hähne adoptiert. Es macht mich jeden Tag glücklich, wenn ich sehe, wie wohl sich die Hühner bei mir im Garten fühlen und die "Freiheit" (die allerdings am Tor endet) genießen. Besonders die ersten Tage nach so einer Übernahme sind immer wieder erschütternd: wenn die Hühnchen zum 1. Mal Gras und Blumen sehen, einen sauberen Stall haben, der gut nach Heu duftet, wie sich das neue, unbekannte Essen annehmen - da geht einem wirklich das Herz auf!
Und - sie sind so vertrauensvoll - obwohl ihnen die erste Zeit ihres Lebens so viel Leid angetan wurde!
P.S.: Ich füttere die Eier zurück!

Das geht mir sehr, sehr nahe, auch dass du ihnen gibst, was sie brauchen und nie hatten. Ich war auf der Seite, da sind Bilder, sie schmerzen, zerreißen mir fast das Herz... so viel Leid... es ist unfassbar... und sie sind dennoch vertrauensvoll. Wie können Menschen so grausam sein und dieses offensichtliche Leid überhaupt aushalten?

1x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
08.03.2026
Hallo an alle, die mich beim Nachdenken unterstützen.
Die Gedanken zur Verlagerung des Leids haben mich umgetrieben.

Ich habe den Text öffentlich dokumentiert angepasst und bin nochmals deutlicher zum Tierwohl geworden.

Ich kann nicht warten bis die Nutztierhaltung sich erübrigt, das momentane Leid muss schnell aufhören.
Ich habe die Bedingungsforderungen hinsichtlich Anzahl der Tiere und max. Legemenge deutlich verschärft.

Und die nächste Petition lautet dann "Für ein Ende der Nutztierhaltung".

Benutzerbild von Salma
vegan3.065 PostsweiblichBerlinLevel 4
08.03.2026
und zu dem letzten teil der tierhaltung, nämlich zu ihrem (geplanten) tod und all den damit zusammenhängenden qualen, da forderst du nichts, wenn ich es richtig sehe? was wäre hierzu angemessen? du willst ja mit zweinutzungsrassen auch auf die fleischproduktion hinaus....

ich kann das weiterhin nicht unterschreiben.

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
08.03.2026
Zitat Salma:
und zu dem letzten teil der tierhaltung, nämlich zu ihrem (geplanten) tod und all den damit zusammenhängenden qualen, da forderst du nichts, wenn ich es richtig sehe? was wäre hierzu angemessen? du willst ja mit zweinutzungsrassen auch auf die fleischproduktion hinaus....

ich kann das weiterhin nicht unterschreiben.

Das kann ich verstehen und das wollte ich mit meinem Update auch gar nicht erreichen. Ich habe die Idee mit den Zweinutzungsrassen ganz herausgenommen, es müssen deutlich tierwohlfreundlichere Möglichkeiten entwickelt werden.
Ich überlege dennoch weiter. Danke dir für deine Gedankenimpulse. Sie sind wertvoll für mich.

1x bearbeitet

Benutzerbild von PapaLooo
vegan80 PostsFrankenLevel 3
09.03.2026
Früher oder später wird das in-vitro-Fleisch die Grausamkeiten beenden. In Singapur gibt es bereits in-vitro-Fleisch zu kaufen (es stammte ursprünglich vom Huhn) und kostet etwa so viel wie Bio-Fleisch.

Auch Milch mit Kasein kann mit kultivierten Milchdrüsenzellen aus dem Kuheuter produziert werden. In den USA bereits erhältlich. Hier forscht derzeit das Fraunhofer-Institut daran, gesponsort mit einer 5-Stelligen Summe von einer Molkerei im Schwarzwald. Denn sie wollen am Start sein, wenn das erzeugte Tierleid mehr und mehr Menschen vom Konsum von Tierprodukten abhält.

Benutzerbild von Dana
vegan5.332 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
09.03.2026
Zitat PapaLooo:
Hier forscht derzeit das Fraunhofer-Institut daran, gesponsort mit einer 5-Stelligen Summe von einer Molkerei im Schwarzwald. Denn sie wollen am Start sein, wenn das erzeugte Tierleid mehr und mehr Menschen vom Konsum von Tierprodukten abhält.


Kannst Du diese Aussage verifizieren?


Benutzerbild von PapaLooo
vegan80 PostsFrankenLevel 3
09.03.2026
Zitat Dana:
Zitat PapaLooo:
Hier forscht derzeit das Fraunhofer-Institut daran, gesponsort mit einer 5-Stelligen Summe von einer Molkerei im Schwarzwald. Denn sie wollen am Start sein, wenn das erzeugte Tierleid mehr und mehr Menschen vom Konsum von Tierprodukten abhält.


Kannst Du diese Aussage verifizieren?


https://www.swr.de/leben/gesundheit/milch-aus-bioreaktor-ohne-kuh-per-genschere-crispr-fraunhofer-100.html

und

https://www.ipa.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/milch-und-muskeln-machen-das-rennen.html

und


https://www.igb.fraunhofer.de/content/dam/igb/documents/press-releases/2016/PI_1606_EnReMilk_Testanlage.pdf (Schwarzwaldmilch arbeitet eng mit dem Fraunhofer-Institut zusammen und ist auch in Zukunftstechnik interressiert.

und

https://www.spiegel.de/ausland/stammzellenfleisch-aus-singapur-wie-wir-in-zukunft-essen-a-f6321eea-5b82-4f32-8566-8bdc7f46d8e2



Benutzerbild von Dana
vegan5.332 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
09.03.2026
Zitat PapaLooo:

https://www.igb.fraunhofer.de/content/dam/igb/documents/press-releases/2016/PI_1606_EnReMilk_Testanlage.pdf (Schwarzwaldmilch arbeitet eng mit dem Fraunhofer-Institut zusammen und ist auch in Zukunftstechnik interressiert.




Da geht es um Pasteurisierung von Tiermilch.




Hier geht es um die Verleihung eines Innovationspreise an ein Start-Up, das zellkultivierte Milch produziert.


Der letzte Link geht nicht um Milch sondern um Muskelfleisch.


Von einer fünfstelligen Sponsorsumme einer Molkerei ist nirgend etwas zu lesen.

1x bearbeitet

Benutzerbild von PapaLooo
vegan80 PostsFrankenLevel 3
09.03.2026
Sorry, werde beim nächsten Mal sofort die entsprechenden Links sichern und belasse es nun erst mal bei einem "unbelegt"

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
01.04.2026
Zitat PapaLooo:
Früher oder später wird das in-vitro-Fleisch die Grausamkeiten beenden. In Singapur gibt es bereits in-vitro-Fleisch zu kaufen (es stammte ursprünglich vom Huhn) und kostet etwa so viel wie Bio-Fleisch.

Auch Milch mit Kasein kann mit kultivierten Milchdrüsenzellen aus dem Kuheuter produziert werden. In den USA bereits erhältlich. Hier forscht derzeit das Fraunhofer-Institut daran, gesponsort mit einer 5-Stelligen Summe von einer Molkerei im Schwarzwald. Denn sie wollen am Start sein, wenn das erzeugte Tierleid mehr und mehr Menschen vom Konsum von Tierprodukten abhält.


Parallel dazu gibt es aber noch die Schiene der Fermentation, die technologisch oft schon einen Schritt weiter in der Anwendung ist. Man kann hier grundsätzlich drei Arten unterscheiden:
Die traditionelle Fermentation, bei der pflanzliche Rohstoffe (wie Cashews oder Mandeln) mit veganen Milchsäurebakterien geimpft werden. Das ist das gleiche Prinzip wie bei der Herstellung von Sauerkraut oder traditionellem Camembert, nur eben ohne Kuhmilch. Die Bakterien sorgen für die typische Säuerung, die Reifung und das komplexe Aroma, das man von hochwertigem veganem Manufaktur-Käse kennt.

Die Biomasse-Fermentation, bei der die Mikroorganismen (wie spezielle Pilzkulturen) selbst als Hauptzutat dienen. Durch ihr schnelles Wachstum entsteht eine proteinreiche Masse, die von Natur aus eine faserige, fast fleisch- oder käseähnliche Textur hat. Es entsteht eine nährstoffreiche Basis mit natürlicher Struktur, ohne dass viele Zusatzstoffe nötig sind.

Die Präzisionsfermentation ist das Verfahren, das oft als direktes Gegenstück zur Zellkultivierung genannt wird. Anstatt Zellen aus dem Kuheuter zu züchten, nutzt man Mikroorganismen (z. B. Hefen), die so programmiert sind, dass sie exakt dieselben Milchproteine (Kasein oder Molke) produzieren wie eine Kuh. Das Ziel ist die Gewinnung von „echten“ Milchbausteinen ohne Tier, die chemisch identisch zum Original sind. Damit lässt sich Käse herstellen, der exakt so schmilzt und zieht, wie man es gewohnt ist.

Die Diskussion um In-vitro-Lösungen und neue Technologien ist enorm wichtig – danke für deinen Post, das hat bei mir weitere Recherchen angeregt.
Dennoch ist „früher oder später“ ein dehnbarer Begriff. Während wir auf die flächendeckende Marktreife warten, geschieht in der Zwischenzeit weiterhin massives Tierleid. Jeder Tag, den diese Technologien für die Zulassung oder Skalierung benötigen – was in Europa leider noch in weiter Ferne liegt – bedeutet, dass weiterhin unzählige Tiere für den Konsum leiden.

Es fehlt oft schlicht an der Bereitschaft, echte Veränderungen anzugehen. In der Politik wird über die Verbesserung der Tierleidstrukturen gesprochen, statt notwendige Innovationen ernst zu nehmen und konsequent zu fördern.
Wir brauchen dringend die gesellschaftliche und politische Bereitschaft, diese tierleidfreien Innovationen endlich zuzulassen und zu unterstützen.

Mit all den Informationen und Bildern, die ich gesehen habe, ist es für mich unerträglich, auf eine technologische Erlösung in ferner Zukunft zu warten, während das aktuelle grausame System am Leben erhalten wird.

Ich finde ich diese technologischen Optionen übrigens auch für den Bereich der Tiernahrung wichtig. Da Katzen beispielsweise Hyperkarnivoren sind und spezifische Nährstoffe benötigen, die natürlicherweise in Fleisch vorkommen, bietet die Zellkultivierung hier eine enorme Chance. Es ist ein entscheidender Schritt, um auch die Versorgung unserer tierischen Familienmitglieder ethisch einwandfrei zu gestalten. Deshalb habe ich diesen Punkt nun auch explizit in meine Forderungen mit aufgenommen.

Rückblickend muss ich sagen, dass ich selbst ziemlich unwissend in diese Petition gestartet bin. Mir war dieses Ausmaß an Tierqual in seiner Tiefe nicht bewusst, das muss ich gestehen.

Anfangs hatte ich vor allem Quellen im Fokus, die das Zweinutzungshuhn der ökologischen Landwirtschaft als „Zwischenschritt“ favorisieren. Mein erstes Petitionsbild zeigte deshalb ein gesund wirkendes Huhn dieser Rasse, weil ich dachte, es sei klug, dem erschütternden Text ein positives Ziel gegenüberzustellen. In unzähligen Gesprächen (auch hier) und weiteren Recherchen wurde mir jedoch klar: Auch das Zweinutzungshuhn ist weiterhin von Ausbeutung betroffen. Zwar ist eine Reduktion der Legeleistung eine Verbesserung, doch diese Tiere sind dennoch auf enorme Leistungen gezüchtet, die mit ihren Vorfahren nichts mehr zu tun haben.

Zudem begriff ich erst nach und nach, was die Hochleistungszucht bei „Masthühnern“ anrichtet. Ein solches Tier muss in nur einem Monat so massiv an Gewicht zunehmen – das wäre so, als würde ein menschliches Baby nach seinem ersten Lebensmonat bereits 100 kg wiegen. Auch die „Bruderhahn-Geschichte“ entpuppte sich als Symbolpolitik und Leidverlagerung. Diese aktiven Tiere sind für die industrielle Mast biologisch gar nicht vorgesehen; ihr natürlicher Drang wird dort gewaltsam unterdrückt, nur um sie am Ende als „minderwertiges Nebenprodukt zu verwerten“.

Die Petition hat also einen Weg mit vielen Anpassungen hinter sich – Wissen, das ich gerne schon zu Beginn gehabt hätte. Aber genau das bedeutet für mich Verantwortung, den Prozess anzunehmen, dazuzulernen und die Würde der Tiere konsequent über schlechte Kompromisse zu stellen.

1x bearbeitet

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