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Vegan aus Liebe zu Tier & Klima

Erstellt 02.03.2026, von Mibre. Kategorie: Neu hier. 40 Antworten.

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Benutzerbild von Libio
vegan2.380 PostsweiblichBERLINLevel 4
06.03.2026
Bloß lässt sich die genetische Qualzucht gar nicht ausschließen, siehe Elterntiere. Du hast es ja auch in der Petition geschrieben, dass die Eltern (und Großelterntiere) leiden, indem sie zur Zucht nötig sind und dazu benutzt werden, auch wenn der ganze Umfang der Ausbeutung gar nicht klar gesehen wird.

Es ist keine Lösung und nur der Steigbügelhalter, damit Tiere weiter gequält werden. Das gute Gewissen ist nur eine Täuschung.
Vielleicht ist das auch der Grund, dass die Petition nicht so oft unterschrieben wird. Weil der Fehler im System nicht angetastet wird.


Ich habe unterschrieben, aber mit großen Zweifeln, ob das richtig ist.

Richtig ökologische Eier wären unbezahlbar, ich glaube nicht, dass die in den Einzelhandel kommen können. Ich meine, die wirklich ohne Tierleid erzeugt werden. Also 20 Eier im Jahr pro Henne, davon lässt man 5 schlüpfen für die sozialen Beziehungen der Herde.


Du hast irgendwo gefragt, wie das gekommen ist mit der Käfighaltung der Hühner. Es war Ende der 60er Jahre im alten Jahrtausend. Besonders in der DDR war die reichliche Eier-, Suppenhuhn- und Broilerproduktion ein Riesenfortschritt gegen Mangel an gesunder Nahrung. Das konnte kostengünstig grmacht werden und die Eier waren auch ein Exportgut, dafür gab es Devisen, wofür andere Mangelwaren importiert werden konnten. Das war 10 Jahre nach Abschaffung der Lebensmittelmarken. Bis kurz davor wurde noch viel gehungert in der DDR. Der Verlobungsring meiner Mutter geht nicht mal bis zur Hälfte meines kleinen Fingers und ich bin normalgewichtig.

Aus damaliger Sicht eine tolle Sache, als es anfing. Endlich reichlich gesundes Eiweiß. Für jeden erschwinglich. Es waren zuerst auch nicht so hoch gezüchtete und so kranke Tiere, Zucht entwickelt sich ja auch. Man wusste vieles nicht, und ahnte auch nicht, was das für schreckliche Ausmaße annehmen wird.



1x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
06.03.2026
Zitat Libio:
Bloß lässt sich die genetische Qualzucht gar nicht ausschließen, siehe Elterntiere. Du hast es ja auch in der Petition geschrieben, dass die Eltern (und Großelterntiere) leiden, indem sie zur Zucht nötig sind und dazu benutzt werden, auch wenn der ganze Umfang der Ausbeutung gar nicht klar gesehen wird.

Es ist keine Lösung und nur der Steigbügelhalter, damit Tiere weiter gequält werden. Das gute Gewissen ist nur eine Täuschung.
Vielleicht ist das auch der Grund, dass die Petition nicht so oft unterschrieben wird. Weil der Fehler im System nicht angetastet wird.


Ich habe unterschrieben, aber mit großen Zweifeln, ob das richtig ist.

Richtig ökologische Eier wären unbezahlbar, ich glaube nicht, dass die in den Einzelhandel kommen können. Ich meine, die wirklich ohne Tierleid erzeugt werden. Also 20 Eier im Jahr pro Henne, davon lässt man 5 schlüpfen für die sozialen Beziehungen der Herde.


Du hast irgendwo gefragt, wie das gekommen ist mit der Käfighaltung der Hühner. Es war Ende der 60er Jahre im alten Jahrtausend. Besonders in der DDR war die reichliche Eier-, Suppenhuhn- und Broilerproduktion ein Riesenfortschritt gegen Mangel an gesunder Nahrung. Das konnte kostengünstig grmacht werden und die Eier waren auch ein Exportgut, dafür gab es Devisen, wofür andere Mangelwaren importiert werden konnten. Das war 10 Jahre nach Abschaffung der Lebensmittelmarken. Bis kurz davor wurde noch viel gehungert in der DDR. Der Verlobungsring meiner Mutter geht nicht mal bis zur Hälfte meines kleinen Fingers und ich bin normalgewichtig.

Aus damaliger Sicht eine tolle Sache, als es anfing. Endlich reichlich gesundes Eiweiß. Für jeden erschwinglich. Es waren zuerst auch nicht so hoch gezüchtete und so kranke Tiere, Zucht entwickelt sich ja auch. Man wusste vieles nicht, und ahnte auch nicht, was das für schreckliche Ausmaße annehmen wird.



Guten Morgen Libio,

das Leid der Elterntiere in der Fleischindustrie ist wie du es beschrieben hast ein oft übersehenes Paradoxon: Den Tieren wurde das Sättigungsgefühl weggezüchtet, damit ihre Nachkommen in Rekordzeit Fleisch ansetzen. Das Wachstum ist so rasant, als müsste ein Baby innerhalb eines Monats auf 100 kg heranwachsen. Damit die Elterntiere diesen Wachstumsrausch überleben, werden sie permanent am Rande des Verhungerns gehalten. Organisationen wie die Albert Schweitzer Stiftung oder PETA machen deutlich, dass dieser Hungerstress bei ökologischen Züchtungen und alten Rassen nicht existiert, da diese Tiere ein natürliches Sättigungsgefühl und ein moderates Wachstum aufweisen. Das bedeutet schon einen deutlichen Unterschied, wie ich finde.

Obwohl das langfristige Ziel eine Gesellschaft ohne die Nutzung von Tieren sein muss, dürfen wir die Augen vor dem gegenwärtigen Leid in der konventionellen Hochleistungszucht nicht verschließen. Es ist eine ethische Notwendigkeit, sofortige Verbesserungen zu unterstützen, solange Tiere noch genutzt werden.
Robuste alte Rassen oder die Zweinutzungsrassen aus ökologischer Tierzucht sind hierbei ein hilfreicher Schritt, denn damit wird das qualvolle Hungermanagement der Elterntiere beendet und das extreme, krankhafte Wachstum der Masthühner gestoppt.


Ich möchte etwas dagegen tun, dass Generationen von Tieren weiterhin unter weggezüchtetem Sättigungsgefühl und Skelettdeformationen leiden und dies nicht hinnehmen, weil der Weg zu einer komplett veganen Landwirtschaft Zeit benötigt.


Tierschutz bedeutet auch, das schlimmste Leid im Hier und Jetzt zu beenden, während wir gleichzeitig an der Vision einer Zukunft ohne Nutzungstiere arbeiten.

Ich kann noch keine Links teilen, deshalb nur der Hinweis auf die Quellen.


Ich freue mich inzwischen über mehr Beteiligung und gleichzeitig verstehe ich Einwände und natürlich soll nur unterschreiben, wer die Argumentationen und Forderungen nachvollziehen und unterstützen kann.

Meiner Einschätzung nach liegt die schleppende Beteiligung an der Petition vor allem daran, dass Menschen sich nicht mit der Qual auseinandersetzen wollen, um kein schlechtes Gewissen beim Konsumieren zu bekommen. So wurde es mir inzwischen häufig vermittelt, eine Art Selbstschutz also und sie wollen auch anderen nicht den Appetit verderben, deshalb teilen sie nicht.

Vielen Dank an dich für die Infos zur Entstehung der Massentierhaltung. Was können wir daraus lernen, auch für die Zukunft lebensfähiger und lebensfreudiger Tiere?
Dass es regelmäßige Überprüfung auf Tierwohl geben muss. Oder was denkst du?

Übrigens: Ich habe den Punkt mit der Forderung nach Zweinutzungsrassen in der Petition auf Punkt 5 verschoben und wie folgt umformuliert. Das geht mit sichtbarer Begründung. 5. Ethische Weiterentwicklung hin zu autarken, lebensfähigen Hühnern: Kein Tier darf Patentprodukt globaler Konzerne sein. Zuchtkonzerne, Landwirtschaft und Politik müssen die Fixierung auf "Hochleistung" nicht nur aus ihrem Vokabular, sondern aus ihrer gesamten Planung und Praxis streichen. Ein Huhn ist keine Maschine, die auf maximalen Output programmiert werden darf. Wir fordern die Rückkehr zu autarken, lebensfähigen Rassen, bei denen einzig die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere maßgeblich sind. Was Menschen von Hühnern erhalten, ist nur dann ethisch vertretbar, wenn die Tiere selbst alles haben, was sie brauchen: einen gesunden Körper, weiten Raum zur Entfaltung ihrer Instinkte und die Freiheit, ihre Lebensfreude in einer vielfältigen Umgebung auszudrücken.

7x bearbeitet

Benutzerbild von Akinom
587 PostsLevel 3
06.03.2026
Auch von mir ein herzliches Willkommen ,liebe Mibre

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
06.03.2026
Zitat Akinom:
Auch von mir ein herzliches Willkommen ,liebe Mibre

Dankeschön 😊

Benutzerbild von Salma
vegan3.064 PostsweiblichBerlinLevel 4
06.03.2026
hi mibre,
danke für deine aufwändige einschätzung. ich sehe das anders 😉.

ich stelle gern mal in den raum, ob tatsächlich wir veganer an der reihe sind, den überzeugten tierkonsumenten eine für ihre moral möglicherweise passendere lösung von tierausbeutung zu präsentieren.


eine "abschaffungspetition" kann man sehr gut ohne hinweis auf ersatztiere stehen lassen. aber ggf
erreichst du eben damit dann all jene, die meinen, eier seien lebensnitwendig für menschen.

ich schreibe "möglicherweise", weil man doch eigentlich kein leid mit dem eines anderen vergleichen sollte.

wie sehen das denn andere hier? das würde mich sehr interssieren!


ich bin da sehr bei peta, aninova, ariwa etc, die meines wissens nach nur auf den misstand aufmerksam machen und rein pflanzliche lösungen propagieren.

deine argumentation tendiert mir persönlich zu sehr in die richtung niko rittenau, der sich ja bereits in die riege der tierausbeuter eingereiht hat....

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
06.03.2026
Zitat Salma:
hi mibre,
danke für deine aufwändige einschätzung. ich sehe das anders 😉.

ich stelle gern mal in den raum, ob tatsächlich wir veganer an der reihe sind, den überzeugten tierkonsumenten eine für ihre moral möglicherweise passendere lösung von tierausbeutung zu präsentieren.


eine "abschaffungspetition" kann man sehr gut ohne hinweis auf ersatztiere stehen lassen. aber ggf
erreichst du eben damit dann all jene, die meinen, eier seien lebensnitwendig für menschen.

ich schreibe "möglicherweise", weil man doch eigentlich kein leid mit dem eines anderen vergleichen sollte.

wie sehen das denn andere hier? das würde mich sehr interssieren!


ich bin da sehr bei peta, aninova, ariwa etc, die meines wissens nach nur auf den misstand aufmerksam machen und rein pflanzliche lösungen propagieren.

deine argumentation tendiert mir persönlich zu sehr in die richtung niko rittenau, der sich ja bereits in die riege der tierausbeuter eingereiht hat....


Ich lebe schon viele Jahre vegan und das konsequent und ich wünsche mir auch sehr, dass Tiernutzung aufhört. Besser heute als morgen. Gleichzeitig ertrage ich die mehrheitlich hingenommene Tierqual nicht. In Deutschland leben derzeit etwa 2 % der Bevölkerung vegan. Wie lange müssen diese gequälten Tiere dann noch leiden bis genug Menschen bereit sind vegan zu leben und sich die vegane Lebensweise etabliert hat?

Ich möchte ergänzen, da ich PETA hinsichtlich des Sättigungsgefühls in einem Post an Libio erwähnt habe.

PETA räumt ein, dass ökologische Züchtungen und alte Rassen ein moderateres Wachstum und ein Sättigungsgefühl haben. Damit entfällt der spezifische Hungerstress, den Masthühner in der konventionellen Haltung erleben.
Nur weil der Hungerstress wegfällt, bezeichnet PETA diese Tiere dennoch nicht als „frei von Qualzucht“. Für die Organisation beginnt Qualzucht dort, wo die Legeleistung oder der Fleischansatz über das natürliche Maß des Wildhuhns hinausgeht. Da auch Zweinutzungshühner auf menschlichen Nutzen hin gezüchtet wurden, fallen sie für PETA weiterhin unter eine Form der systematischen Ausbeutung.
PETA warnt explizit davor, Zweinutzungshühner als „ethisch korrekt“ zu vermarkten. Die Sorge ist, dass Konsument*innen durch solche Begriffe beruhigt werden und weiterhin Tierprodukte kaufen, anstatt auf eine rein pflanzliche Ernährung umzusteigen.

Ich kann das vollumfänglich verstehen, doch damit wird das aktuelle Leid noch lange nicht beendet und auch nicht verbessert.

2x bearbeitet

Benutzerbild von Libio
vegan2.380 PostsweiblichBERLINLevel 4
06.03.2026
Nur weil der Hungerstress wegfällt, bezeichnet PETA diese Tiere dennoch nicht als „frei von Qualzucht“. Für die Organisation beginnt Qualzucht dort, wo die Legeleistung oder der Fleischansatz über das natürliche Maß des Wildhuhns hinausgeht. Da auch Zweinutzungshühner auf menschlichen Nutzen hin gezüchtet wurden, fallen sie für PETA weiterhin unter eine Form der systematischen Ausbeutung.
PETA warnt explizit davor, Zweinutzungshühner als „ethisch korrekt“ zu vermarkten. Die Sorge ist, dass Konsument*innen durch solche Begriffe beruhigt werden und weiterhin Tierprodukte kaufen, anstatt auf eine rein pflanzliche Ernährung umzusteigen.


Da bin ich ganz bei Peta. Zweinutzungshühner sind ethisch nicht korrekt, nur weil irgendwo der Hungerstress wegfällt. Es ist so, als ob Schweine im Käfig in Haltungsstufe 4 10 oder 20cm breitere Käfige haben. Umdrehen können sie sich immer noch nich nicht. Aber für viele Verbraucher beruhigt sich das Gewissen, und die kaufen das frohgemut.
Diese Kompromisse verlängern das nur. Weil die Leute weiter kaufen.


Ich fände es einfacher, wenn die Leute in D ihren Fleischkonsum halbieren würden. Das wäre der gleiche Effekt, als ob 40 Mio vegan werden würden.

Aber das dauert auch noch. Ich glaube, man muss von allen Seiten angreifen, also gern auch bei dem einfn oder anderen Selbstversorger mit frei laufenden Bankivahühnern , denen 15 Eier im Jahr genommen werden.

Oder Sammeln von Fasaneneiern und anderen Wildvögeln in der Wildnis. Was ich allerdings wieder als gesundheitlich gefährlich einschätzen würde.

2x bearbeitet

Benutzerbild von kilian
vegan8.374 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
06.03.2026
Die meisten Menschen finden Tierquälerei auch schlimm, wenn sie gar nicht soo extrem bestialisch ist. Z.b. Ohrmarken mit 0,5 cm Durchmesser, oder das Kürzen der Zähne und Schwänze ohne Betäubung.

Denn mach das mal mit einem Hund auf der Straße...

Das Problem liegt also nicht in der Ausprägung der Tierquälerei, sondern im Umgang mit Informationen.

Die meisten Menschen akzeptieren Tierquälerei unter mehreren strikten Bedingungen:


- sie bekommen möglichst wenig davon mit (außer Inszenierung)
- sie haben gute moralische Entschuldigungen, um ihr Image zu verteidigen (Tierwohlsiegel, "vegan ist radikal"-Dogmen und "Iss, was dir schmeckt"-Framing)

Und der wichtigste Grund, Tierprodukte zu essen: Angewohnheit, Bequemlichkeit und sozialer Druck.

Lustigerweise spielen sich Tierrechtsaktivismus und Tierkonsum großteils auf derselben abstrakten Ebene ab.

Man diskutiert über ein Thema, von dem man nichts mitbekommt, das man kaum beurteilen kann und wo es am Ende ziemlich wenig um Tiere selbst geht. Und ziemlich viel um das eigene Selbstbild.

Und der Tierindustrie ist es egal, weil sie ohne Folgen behaupten kann, was sie will und weil die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen genauso versteckt sind, wie die Tierhaltung selbst.


Maßnahmen, die auf Verbesserungen von Tierhaltung abzielen, haben oft das Ziel, besonders ignorante Tierquäler aus dem Markt zu kegeln und die Tierindustrie durch Salamitaktik zu verkleinern. Das ist also eine Strategie, um nicht nur bei wirkungslosen Forderungen zu bleiben.
Aber auch eine recht hilflose, scheint mir.

Ich halte wenig davon, weil das Grundproblem die Abschottung ist.

Aber ich finde es strategisch nachvollziehbarer als die rein gesinnungsbasierte Hoffnung, das die Tierindustrie aufgrund von Ethik und Moral aufgibt, wenn man nur lange genug auf sie einredet.

Ich glaube heute, dass das Grundproblem die Abschottung und Täuschung ist, während Tierschützer und Konsumenten darauf gar nicht erst eingehen und glauben, alles rein abstrakt klären zu können, ohne die Tiere überhaupt zu sehen.

Wir sind emotionale Wesen und BRAUCHEN reale Bilder. Nicht, weil Bilder schockieren, sondern weil die Abschottung uns Dinge unterstützen lässt, die min. 80 Prozent von uns zutiefst ablehnen.

Würden wir alles auf Transparenz in der Tierindustrie setzen, kämen wir vielleicht schneller voran.

Und natürlich auf Aufklärungsarbeit über Alternativen. 😇

1x bearbeitet

Kein Benutzerbild
235 PostsLevel 2
06.03.2026
Liebe Mibre, über Hühner kannst Du ganz viel auf der Website von "Rettet das Huhn e.V." nachlesen! Ich habe von denen schon oft Hennen und Hähne adoptiert. Es macht mich jeden Tag glücklich, wenn ich sehe, wie wohl sich die Hühner bei mir im Garten fühlen und die "Freiheit" (die allerdings am Tor endet) genießen. Besonders die ersten Tage nach so einer Übernahme sind immer wieder erschütternd: wenn die Hühnchen zum 1. Mal Gras und Blumen sehen, einen sauberen Stall haben, der gut nach Heu duftet, wie sich das neue, unbekannte Essen annehmen - da geht einem wirklich das Herz auf!
Und - sie sind so vertrauensvoll - obwohl ihnen die erste Zeit ihres Lebens so viel Leid angetan wurde!
P.S.: Ich füttere die Eier zurück!

1x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
06.03.2026
Zitat Libio:
Nur weil der Hungerstress wegfällt, bezeichnet PETA diese Tiere dennoch nicht als „frei von Qualzucht“. Für die Organisation beginnt Qualzucht dort, wo die Legeleistung oder der Fleischansatz über das natürliche Maß des Wildhuhns hinausgeht. Da auch Zweinutzungshühner auf menschlichen Nutzen hin gezüchtet wurden, fallen sie für PETA weiterhin unter eine Form der systematischen Ausbeutung.
PETA warnt explizit davor, Zweinutzungshühner als „ethisch korrekt“ zu vermarkten. Die Sorge ist, dass Konsument*innen durch solche Begriffe beruhigt werden und weiterhin Tierprodukte kaufen, anstatt auf eine rein pflanzliche Ernährung umzusteigen.


Da bin ich ganz bei Peta. Zweinutzungshühner sind ethisch nicht korrekt, nur weil irgendwo der Hungerstress wegfällt. Es ist so, als ob Schweine im Käfig in Haltungsstufe 4 10 oder 20cm breitere Käfige haben. Umdrehen können sie sich immer noch nich nicht. Aber für viele Verbraucher beruhigt sich das Gewissen, und die kaufen das frohgemut.
Diese Kompromisse verlängern das nur. Weil die Leute weiter kaufen.


Ich fände es einfacher, wenn die Leute in D ihren Fleischkonsum halbieren würden. Das wäre der gleiche Effekt, als ob 40 Mio vegan werden würden.

Aber das dauert auch noch. Ich glaube, man muss von allen Seiten angreifen, also gern auch bei dem einfn oder anderen Selbstversorger mit frei laufenden Bankivahühnern , denen 15 Eier im Jahr genommen werden.

Oder Sammeln von Fasaneneiern und anderen Wildvögeln in der Wildnis. Was ich allerdings wieder als gesundheitlich gefährlich einschätzen würde.


Meine Gedankengänge sind in etwa so: Eine ethische Tierhaltung ist untrennbar mit einer neuen ökonomischen Realität verbunden. Angenommen die Qualzucht endet und es gibt stattdessen robuste, gesunde Rassen, die unter strengen Haltungsauflagen leben, wäre dies eine Rückkehr zur biologischen Vernunft.
Viel Platz im Freien als gesetzliches Muss und eine drastisch reduzierte Anzahl der Tiere führen zwangsläufig dazu, dass Eier wieder zu einem kostbaren, wertvollen Gut werden. Auch dieser notwendige Preisanstieg hat schließlich Bedeutung beim Beenden der massenhaften Ausbeutung.
In dieser neuen Realität werden pflanzliche Eialternativen wirtschaftlich attraktiv und eher gewählt. Das von mir erhoffte Tierwohl schafft somit automatisch den Raum für eine zukunftsfähige, klimafreundliche und rein pflanzliche Ernährung.

2x bearbeitet

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