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Vegan aus Liebe zu Tier & Klima

Erstellt 02.03.2026, von Mibre. Kategorie: Neu hier. 40 Antworten.

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Benutzerbild von BeaNeu
vegetarisch1.394 PostsweiblichFrankfurtLevel 4
04.03.2026
Zitat Mibre:
Dankeschön, ich muss mich erst noch etwas orientieren, doch das wird sicherlich und ich bin sehr gespannt und habe schon einiges gelesen. Toll, dass es dieses Forum gibt :-) .


Huhu, grüss dich, Mibre!

Hehe, jetzt weiss ich auch deinen Vornamen, denk ich! Hab deine Peti unterzeichnet--- und auch gleich noch nen Schwung in den Peti-Tread reingestellt.

Klar, hier ist soooo viel zu entdecken und kruscheln, machs dir mit Tee oder Käffchen oder sonstigem relaxed und les das, was dir als erstes ins Auge springt durch, Kilian, unser Admin, verfasst immer wieder interessante und wissenswerte Artikel (u. sein Team) und überarbeitet auch vieles, was ich sehr gut finde! Regt Diskussionen an. Er ist ja Journalist und kann da und dort vieles bewirken, sich in Ungerechtigkeiten, Tierrechtthemen einmischen und sich vor Ort, wenn er gelassen wird, sich ein Bild machen, von diversen Miseren im Tierschutz .... - DAS finde ich super!
Und auch die vielen User/innen, (einige derzeit net posten, aber vielleicht lesen, hier und da), lach, sind supernett und helfen!
Da und dort gibts auch hitzige Diskussionen, was net ausbleibt, ich wurde auch schon missverstanden, ABER im Grunde, ja ist schon cool, dass es Vegpool gibt. Hatte "damals"... nur als Newsletter abonniert und so gelesen, bis ich mich dann doch registriert hatte.Neugierde, diverse Fragen, man wollte mitposten.😊
Vor allem bin ich da und dort auf Sachen gekommen, wo ich noch net auf dem Schirm hatte. Ab und an gibts auch Gewinnspiele, da kannst du auch mitmachen. Ich hab bisher nix gewonnen, aber das macht nix.
UND JA, ich bin noch vegetarisch, menno, weil ich das Ei am Stück noch net lassen kann, graaaad du jetzt mit der Peti. ABER hab schon Alternativen, Rührei ausprobiert, wo super schmecken, bloss bei dem einen Supermarkt plötzlich net mehr zu finden ist, ABER wenn ich nach Jahren der Suche nach Kondensmilch-Alternativen ENDLICH das für mich schmackhafteste und passende GEFUNDEN HAB, werd ich das mit dem Ei auch noch hinkriegen. -- Alles, wo Eier und Pulver verarbeitet wird, Süsskram usw, kommt mir gar net mehr ins Haus!! Da achte ich drauf.
Sorry, bisschen was von mir.
Also lass dir Zeit!!

Also viel Spass und man liest sich! 😉😃

6x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
04.03.2026
Hallo BeaNeu,
so schön und wertvoll, dass du dich beteiligt hast.
Es ist völlig verständlich, dass der Verzicht auf Eier oft ein Prozess ist. Wenn du (noch) nicht ganz darauf verzichten möchtest, gibt es zum Glück einen Weg, der den Tieren sehr viel Leid erspart, nämlich Eier aus ökologischer Tierzucht (ÖTZ) von Zweinutzungsrassen.

Der große Unterschied liegt in der Zuchtphilosophie. Herkömmliche Hochleistungshennen müssen bis zu 300 Eier im Jahr legen, was meist unter großen Schmerzen geschieht und ihren Körper völlig auszehrt.
Wie ich herausfinden konnte, geht es bei der ökologischen Tierzucht mit Zweinutzungsrassen zurück zur Natur. Die Hennen legen deutlich weniger Eier, sind robuster und gesünder.
ÖTZ - Hühner bekommen die nötige Ruhepause, um ihr Gefieder zu erneuern und ihren Körper zu regenerieren.
In der Industrie wird diese Phase oft künstlich unterdrückt, weil sie "unproduktiv" ist.
ÖTZ - Hühner werden wohl auch nicht durch extremes Lichtmanagement "kirre" gemacht, um die Eierproduktion unnatürlich anzukurbeln. Sie dürfen nach ihrem biologischen Takt leben und da sie deutlich weniger Eier legen, wird ihr Körper nicht so massiv ausgezehrt.

Wo man diese Eier findet, habe ich bisher nicht eindeutig herausgefunden. Bei Rewe soll es sie geben. Anscheinend haben sie ein ÖTZ-Logo.


Im Zuge meiner Recherchen habe ich auch Bioland angeschrieben und gefragt, ob Sie ausschließlich Höfe zertifizieren auf denen Zweinutzungshühner leben und leider haben sie das verneint. Bioland zertifiziert auch Hühnerhöfe mit Hochleistungshühnern, was ich nicht verstehe. Die Zertifizierung allein ist also kein Ausschlusskriterium für diese Form der körperlichen Auszehrung und Bio-Haltung bedeutet leider nicht automatisch das Ende der Qualzucht.


Vielleicht findest du ja einen Hof, Laden oder Hofladen, der Eier aus Ökologischer Tierzucht anbietet.

4x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
04.03.2026
Zitat BeaNeu:
Zitat Mibre:
Dankeschön, ich muss mich erst noch etwas orientieren, doch das wird sicherlich und ich bin sehr gespannt und habe schon einiges gelesen. Toll, dass es dieses Forum gibt :-) .


Huhu, grüss dich, Mibre!

Hehe, jetzt weiss ich auch deinen Vornamen, denk ich! Hab deine Peti unterzeichnet--- und auch gleich noch nen Schwung in den Peti-Tread reingestellt.

Klar, hier ist soooo viel zu entdecken und kruscheln, machs dir mit Tee oder Käffchen oder sonstigem relaxed und les das, was dir als erstes ins Auge springt durch, Kilian, unser Admin, verfasst immer wieder interessante und wissenswerte Artikel (u. sein Team) und überarbeitet auch vieles, was ich sehr gut finde! Regt Diskussionen an. Er ist ja Journalist und kann da und dort vieles bewirken, sich in Ungerechtigkeiten, Tierrechtthemen einmischen und sich vor Ort, wenn er gelassen wird, sich ein Bild machen, von diversen Miseren im Tierschutz .... - DAS finde ich super!
Und auch die vielen User/innen, (einige derzeit net posten, aber vielleicht lesen, hier und da), lach, sind supernett und helfen!
Da und dort gibts auch hitzige Diskussionen, was net ausbleibt, ich wurde auch schon missverstanden, ABER im Grunde, ja ist schon cool, dass es Vegpool gibt. Hatte "damals"... nur als Newsletter abonniert und so gelesen, bis ich mich dann doch registriert hatte.Neugierde, diverse Fragen, man wollte mitposten.😊
Vor allem bin ich da und dort auf Sachen gekommen, wo ich noch net auf dem Schirm hatte. Ab und an gibts auch Gewinnspiele, da kannst du auch mitmachen. Ich hab bisher nix gewonnen, aber das macht nix.
UND JA, ich bin noch vegetarisch, menno, weil ich das Ei am Stück noch net lassen kann, graaaad du jetzt mit der Peti. ABER hab schon Alternativen, Rührei ausprobiert, wo super schmecken, bloss bei dem einen Supermarkt plötzlich net mehr zu finden ist, ABER wenn ich nach Jahren der Suche nach Kondensmilch-Alternativen ENDLICH das für mich schmackhafteste und passende GEFUNDEN HAB, werd ich das mit dem Ei auch noch hinkriegen. -- Alles, wo Eier und Pulver verarbeitet wird, Süsskram usw, kommt mir gar net mehr ins Haus!! Da achte ich drauf.
Sorry, bisschen was von mir.
Also lass dir Zeit!!

Also viel Spass und man liest sich! 😉😃

Hallo BeaNeu,
so schön und wertvoll, dass du dich beteiligt hast.
Es ist völlig verständlich, dass der Verzicht auf Eier oft ein Prozess ist. Wenn du (noch) nicht ganz darauf verzichten möchtest, gibt es zum Glück einen Weg, der den Tieren sehr viel Leid erspart, nämlich Eier aus ökologischer Tierzucht (ÖTZ) von Zweinutzungsrassen.

Der große Unterschied liegt in der Zuchtphilosophie. Herkömmliche Hochleistungshennen müssen bis zu 300 Eier im Jahr legen, was meist unter großen Schmerzen geschieht und ihren Körper völlig auszehrt.
Wie ich herausfinden konnte, geht es bei der ökologischen Tierzucht mit Zweinutzungsrassen zurück zur Natur. Die Hennen legen deutlich weniger Eier, sind robuster und gesünder.
ÖTZ - Hühner bekommen die nötige Ruhepause, um ihr Gefieder zu erneuern und ihren Körper zu regenerieren.
In der Industrie wird diese Phase oft künstlich unterdrückt, weil sie "unproduktiv" ist.
ÖTZ - Hühner werden wohl auch nicht durch extremes Lichtmanagement "kirre" gemacht, um die Eierproduktion unnatürlich anzukurbeln. Sie dürfen nach ihrem biologischen Takt leben und da sie deutlich weniger Eier legen, wird ihr Körper nicht so massiv ausgezehrt.

Wo man diese Eier findet, habe ich bisher nicht eindeutig herausgefunden. Bei Rewe soll es sie geben. Anscheinend haben sie ein ÖTZ-Logo.

Im Zuge meiner Recherchen habe ich auch Bioland angeschrieben und gefragt, ob Sie ausschließlich Höfe zertifizieren auf denen Zweinutzungshühner leben und leider haben sie das verneint. Bioland zertifiziert auch Hühnerhöfe mit Hochleistungshühnern, was ich nicht verstehe. Die Zertifizierung allein ist also kein Ausschlusskriterium für diese Form der körperlichen Auszehrung und Bio-Haltung bedeutet leider nicht automatisch das Ende der Qualzucht.

Vielleicht findest du ja einen Hof, Laden oder Hofladen, der Eier aus Ökologischer Tierzucht anbietet.

Ohoh sorry, jetzt habe ausprobiert und das Zitieren nicht gleich verstanden und nun ist meine Antwort zweimal eingestellt.

3x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
04.03.2026
Zitat Libio:
Hallo, Mibre,
ich bin mal Geflügelzüchterin in der Massentierhaltung gewesen, mein Lehrberuf vor 50 Jahren. Und letzten Sommer hatte ich im Urlaub die große Freude, frei laufende Urhühner, die wunderschönen Bankivahühner, zu sehen. Aus denen wurden die heutigen Legehennen gezüchtet. Die Menschen dort essen die (etwas kleineren) Eier auch, lassen aber auch Mutter Huhn ein paar Küken. Die haben eine soziale Bindung, wie ich auch sehen konnte.


Was hat Dich heute gefreut? https://vegpool.de/forum/off-topic/was-hat-mich-heute-gefreut-44.html#post-98025

und

Was hat Dich heute gefreut? https://vegpool.de/forum/off-topic/was-hat-mich-heute-gefreut-44.html#post-98055


und hier kann die Petition gepostet werden
https://vegpool.de/forum/tierschutz-tierrechte/petitionen-ueber-tierschutz-natur-klima-die-erfolg-hatten-1.html


Hallo Libio,
ach wie schön, dass du diese Erfahrung machen konntest, freilaufende Bankiva-Urhühner zu erleben. Und wie wertvoll, dass die Menschen dort achtsam mit ihnen umgehen.
Was ist passiert, dass es bei uns zur Massentierhaltung gekommen ist? Was wäre dabei, gäbe es nicht das ganze Jahr Eier und auch insgesamt weniger?

Seit wir vegan leben, backe ich ohne Eier und das Verrückte ist, dass es selbst dort nicht auffällt, wo Menschen nicht wissen, dass wir vegan leben. Sie lassen sich unsere Kuchen und Speisen schmecken. Wenn zur Sprache kommt, dass wir vegan leben, dann hören wir manchmal den Satz "aber schmeckt trotzdem gut" 😅.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Libio
vegan2.435 PostsweiblichBERLINLevel 4
04.03.2026
und Bio-Haltung bedeutet leider nicht automatisch das Ende der Qualzucht


Bio hat überhaupt gar nichts mit Tierleid oder Tierschutz zu tun! Das wird oft irrtümlich angenommen. Ich hör oft den Satz:" Aber ich ess bloß Biofleisch« als Entschuldigung einer Veganerin gegenüber. Ich meine sogar, dass "Bio" die Nische ist, damit Menschen, die Tierleid ablehnen, trotzdem Tierprodukte essen - mit beruhigtem Gewissen - und sie die Nachfrage nach Massentierhaltung oft gegen ihren eigentlichen Willen unwissentlich erhalten.
Ebenso sagten mir schon Menschen, dass sie niiiie Tierkinder essen. Ihnen ist nicht klar, wie jung alle Nutztiere sterben. Das sind so populäre Irrtümer für mein Bullshitbingo. Diese Irrtümer werden meiner Beobachtung nach von der industriellen Tierproduktion durch irreführende Werbung am Leben erhalten.

Und der Name Bioland ist irreführend. Greenwashing. Sie haben genau wie alle anderen ihre Tierqualskandale.

Im Magazin hat Kilian einige Firmen mit bekannten Skandalen zusammen gestellt. Da sind einige dabei mit grünem Namen.

Nachdem was ich erinnere, wird die Mauser nicht unterdrückt in der Massentierhaltung, sondern wenn nach ca einem Jahr Legen (+ ca18 Wochen Aufzucht vorher) die Mauser beginnt, werden die Legehennen zu Suppenhühnern. Im 2. Jahr können alle Hühnerrassen nicht genau so viel legen wie im ersten Legejahr und die Eier werden im Lauf der Zeit auch kleiner, deshalb rechnet sich das besser, Junghühner einzustallen und die knapp 1 1/2jährigen (Jugendliche im Erwachsenenkörper) zu schlachten.


Auch die Zwiehuhnrassen sind Qualzuchten. Nur nebenbei. Auch sie werden nicht 15 Jahre alt, sondern nach dem 2. oder 3. Jahr zum Suppenhuhn, wobei die dafür oft zu fetthaltig sind und eher in die Wurst kommen.



7x bearbeitet

Benutzerbild von Libio
vegan2.435 PostsweiblichBERLINLevel 4
05.03.2026
Der große Unterschied liegt in der Zuchtphilosophie


Nachtrag: Das große Leid der Elterntiere und Großelterntiere in den Zuchtstufen wird nicht gesehen. Es sind reine Zuchtlinien (oft Hybriden) erforderlich, um überhaupt Eier für Legehennen, Masthühner oder Zwiehühner zu erzeugen.
Bei Reinzucht gibt es Linien, die keineswegs robust sind. Einige wissen um die Gefahren der Inzucht. Gute Merkmale addieren sich, diese Linien werden genutzt. Schlechte Merkmale addieren sich auch, dese Linien sind Ausschuss.


Beispiele für das Leid der Zuchttiere:
1. Die werden auch sehr jung geschlachtet.
2. Die Eltern der Masttiere und Zweinutzungstiere haben schon die genetischen Eigenschaften ihrer Nachkommen, dh. sie müssen für das schnelle Wachstum viel fressen, das Sättigungsgefühl wurde deshalb weggezüchtet. Die Elterntiere dürfen aber nicht so sehr übergewichtig werden, weil die Knochen und der Kreislauf das nicht aushalten, die Legeleistung würde nicht ausreichen. Also werden sie restriktiv gefüttert und leiden lebenslang, also knapp 1 1/2 Jahre, Hunger. Das fördert viele Verhaltensstörungen, nicht nur Kannibalismus.
Auch die Eltern sind also Qualzuchten.

3. auch hier viele Merkmale der Massentierhaltung, auch wenn sie auf Stroh laufen (damit die Eier befruchtet werden können). Auch hier werden die meisten Hähnchen als Eintagsküken nach Holland oder Polen zum Schreddern gefahren, weil nur wenige Hähne benötigt werden. (1:8 bis 1:12)

4. usw.

Das große Leid der Elterntiere ist für die meisten Tierschützer unsichtbar.


@Mibre
du weißt das alles, wie ich in deiner Petition lese. Ich hab das trotzdem geschrieben für alle, die das noch nicht wissen.

3x bearbeitet

Kein Benutzerbild
28 Postsweiblichzwischen Köln und DüsseLevel 2
05.03.2026
Herzlich willkommen Mibre.

Benutzerbild von Salma
vegan3.074 PostsweiblichBerlinLevel 4
05.03.2026
auch von mir willkommen! 👋🏼schön dass du vegan lebst und dir so viel gedanken machst und sogar eine petition verfasst hast!! 👍🏼💚🌱

einen punkt an der petition finde ich jedoch schwierig: der hinweis, eine andere rasse zu nutzen. das fühlt sich für mich nicht gut an...
für die freiheit und würde des einen zu plädieren, dann aber jemand anderen vorschlagen einzuwechseln...hm..🫤
ohne den punkt würde ich unterschreiben...

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
05.03.2026
Zitat Salma:
auch von mir willkommen! 👋🏼schön dass du vegan lebst und dir so viel gedanken machst und sogar eine petition verfasst hast!! 👍🏼💚🌱

einen punkt an der petition finde ich jedoch schwierig: der hinweis, eine andere rasse zu nutzen. das fühlt sich für mich nicht gut an...
für die freiheit und würde des einen zu plädieren, dann aber jemand anderen vorschlagen einzuwechseln...hm..🫤
ohne den punkt würde ich unterschreiben...

Dankeschön und Hallo Salma,
ich kann deinen Gedankengang und deine Bedenken verstehen und ich habe auch viel darüber nachgedacht. In meiner idealen Weltvorstellung sollten wir Tiere gar nicht nutzen.

Der Gedanke, ein Lebewesen gegen ein anderes "auszuwechseln", fühlt sich ungut an – das verstehe ich sehr gut. Das Ziel der Petition ist eine reale Veränderung im Hier und Jetzt. Würde ich ausschließlich für eine vegane Ernährung plädieren, würden wir viele Menschen nicht erreichen, und für die Millionen leidenden Tiere würde sich am momentan unerträglichen Zustand nichts ändern.

Deshalb fordere ich nicht einfach ein anderes "Modell", sondern die Rückkehr zur biologischen Integrität. Es geht darum, das Prinzip der Hochleistungszucht zu beenden, das den Körper der Tiere zur Qualquelle macht. Hühner aus ökologischer Zucht sind keine Ersatzprodukte, sondern Lebewesen, die wieder die Chance haben, schmerzfrei und würdevoll zu existieren.

Meine Recherche hat mir gezeigt, dass wir dort ansetzen müssen, wo das Leid beginnt. Eine rein vegane Forderung würde politisch derzeit leider, leider, leider verhallen, während die Quälereien weitergingen.

Mein Anliegen ist daher kein Tausch, sondern die Überwindung der Entfremdung. Wir müssen weg von Tieren, die zu biologischen Rohstoffen degradiert werden, hin zu Hühnern, deren Genetik ihre Würde und Gesundheit achtet. Die Rückkehr zur biologischen Integrität ist der notwendige Befreiungsschlag aus einem System, das Tiere in ihrem eigenen Leib gefangen hält.
Biologische Integrität meint die Rückkehr zur körperlichen Unversehrtheit. Ein Huhn darf nicht länger mit einem Körper geboren werden, der ihm von Natur aus Schmerzen bereitet.
Sie beinhaltet die Rückkehr zur biologischen Selbstbestimmung. Die Tiere sollen wieder in der Lage sein, ihre natürlichen Bedürfnisse schmerzfrei auszuleben und sie umfasst natürliche Widerstandsfähigkeit und Gesundheit.
Ich kann dir nur aufschreiben, was ich in Quellen wie z.B. die Albert Schweizerstiftung recherchiert habe und das wirkte auf mich glaubwürdig.
Dort war zu lesen, dass die Ökologische Tierzucht (wie sie von der Ökologischen Tierzucht gGmbH – ÖTZ – oder bei echten Zweinutzungsrassen praktiziert wird) die körperliche Unversehrtheit und Würde durch einen radikalen Kurswechsel in der Genetik realisiert.

In der konventionellen Zucht gibt es nur zwei Extreme: Hennen, die so viele Eier legen, dass ihre Knochen brechen, oder Masthühner, die so schnell wachsen, dass ihr Herz versagt.
Die ökologische Lösung schaut so aus:
Man züchtet „Zweinutzungshühner“. Diese Hennen legen weniger Eier (aus meiner Sicht immer noch zu viele, doch weniger - das ursprüngliche Bankivahuhn legt etwa 20 Eier im Jahr und die Zweinutzungshühner wohl um die 180), wodurch ihr Kalziumhaushalt stabil bleibt und die Brustbeine nicht brechen. Die Hähne wachsen langsamer und gesund. Die Tiere sind wieder eine biologische Einheit und werden nicht auf einzelne Organe (Eierstock oder Brustmuskel) reduziert.
Ökologische Tierzucht legt den Fokus zudem auf Vitalität und Lebensdauer. Die Tiere werden darauf selektiert, dass sie robust sind, ein starkes Immunsystem haben und sich aktiv im Freiland bewegen können. Tiere, die genetisch in der Lage sind, zwei oder drei Jahre gesund zu leben, haben eine andere Lebensqualität als jene, die nach einem Jahr an Erschöpfung zusammenbrechen und sterben.

Ein schmerzfreier Körper durch ökologische Zucht ist das Fundament – aber erst viel Platz und eine naturnahe Umgebung machen das Leben für ein Huhn lebenswert.
Deshalb fordern wir nicht nur das Ende der Qualzucht, sondern gleichzeitig die Überwindung deren qualvoller Enge.


Ach, ich weiß auch nicht, würde die Forderung nach Zweinutzungsrassen auch am liebsten herausnehmen und dann kommt sofort die Sorge, dass das noch viel schlimmere Leid sich nicht verändern wird.

3x bearbeitet

Benutzerbild von Mibre
Themen-Startervegan21 PostsweiblichLevel 3
05.03.2026
Zitat Libio:
und Bio-Haltung bedeutet leider nicht automatisch das Ende der Qualzucht


Bio hat überhaupt gar nichts mit Tierleid oder Tierschutz zu tun! Das wird oft irrtümlich angenommen. Ich hör oft den Satz:" Aber ich ess bloß Biofleisch« als Entschuldigung einer Veganerin gegenüber. Ich meine sogar, dass "Bio" die Nische ist, damit Menschen, die Tierleid ablehnen, trotzdem Tierprodukte essen - mit beruhigtem Gewissen - und sie die Nachfrage nach Massentierhaltung oft gegen ihren eigentlichen Willen unwissentlich erhalten.
Ebenso sagten mir schon Menschen, dass sie niiiie Tierkinder essen. Ihnen ist nicht klar, wie jung alle Nutztiere sterben. Das sind so populäre Irrtümer für mein Bullshitbingo. Diese Irrtümer werden meiner Beobachtung nach von der industriellen Tierproduktion durch irreführende Werbung am Leben erhalten.

Und der Name Bioland ist irreführend. Greenwashing. Sie haben genau wie alle anderen ihre Tierqualskandale.

Im Magazin hat Kilian einige Firmen mit bekannten Skandalen zusammen gestellt. Da sind einige dabei mit grünem Namen.

Nachdem was ich erinnere, wird die Mauser nicht unterdrückt in der Massentierhaltung, sondern wenn nach ca einem Jahr Legen (+ ca18 Wochen Aufzucht vorher) die Mauser beginnt, werden die Legehennen zu Suppenhühnern. Im 2. Jahr können alle Hühnerrassen nicht genau so viel legen wie im ersten Legejahr und die Eier werden im Lauf der Zeit auch kleiner, deshalb rechnet sich das besser, Junghühner einzustallen und die knapp 1 1/2jährigen (Jugendliche im Erwachsenenkörper) zu schlachten.


Auch die Zwiehuhnrassen sind Qualzuchten. Nur nebenbei. Auch sie werden nicht 15 Jahre alt, sondern nach dem 2. oder 3. Jahr zum Suppenhuhn, wobei die dafür oft zu fetthaltig sind und eher in die Wurst kommen.



Hallo Libio,
oh, okay, dann habe ich diese Info mit dem Lichtmanagement und der unterdrückten Mauser unwissentlich falsch zur Verfügung gestellt. Danke vielmals für die Korrektur.
Dein Wissen und deine Perspektive ist für dieses Thema und für mich sehr wertvoll.

Wenn wir die Natur als Maßstab nehmen, ist jede Zucht auf etwa 200 Eier eine Form der Überforderung. Aus meiner rein veganen, ethischen Sicht ist das bereits ein Eingriff in die Würde, den ich für mich ablehne.

In und mit der Petition möchte ich das System der Qualzucht sofort beenden – also jene Zucht, die Schmerzen und körperliches Versagen (wie Brustbeinbrüche) genetisch garantiert. Der Wechsel zu ökologischen Rassen ist für mich der politisch machbare Weg, um das akute, millionenfache Leid der Tiere heute zu stoppen.
Es geht mir um die Schadensbegrenzung im Hier und Jetzt. Während wir langfristig über das Ende jeder Tiernutzung diskutieren sollten, ist die ökologische Zucht der notwendige Rettungsanker, damit Hühner überhaupt wieder einen Körper haben, der ein schmerzfreies Leben in einer artgerechten Umgebung ermöglicht.

Ich bin auf keine andere Idee gekommen als auf diese.


Ein Landwirtschaftsminister, der sich über Tofu lustig macht und Tradition als Schutzschild gegen Tierschutz nutzt, ist schwierig.
Wenn Reformen wie das Verbot der Qualzucht gefordert werden, folgt oft das Argument der Wettbewerbsfähigkeit.
„Wenn wir die Standards zu hoch schrauben, zerstören wir die bäuerliche Heimat, weil die Betriebe aufgeben müssen.“
Er kapiert nicht, dass Heimatliebe Verantwortung bedeutet. Ein Minister, der zulässt, dass Tiere in seiner Heimat genetisch auf Schmerz programmiert werden, beschädigt den moralischen Kern dieses Begriffs.
Seine Rhetorik "„Echtes“ Essen kommt vom Tier, alles andere ist Chemie oder „ideologischer Ersatz“ ist schwer zu ertragen. Er suggeriert gern, dass Fleisch ein „reines“ Naturprodukt sei, während vegane Alternativen hochgradig verarbeitet seien.

Wir kommen mit unserer Gesellschaft nicht zurück zum Urhuhn, um ethisch zu handeln. Doch wir müssen zurück zu einer biologischen und ethischen Vernunft.
Könnte ich es in der Petition so formulieren:
Wir können zu robusten Zweinutzungs- und Landrassen zurückkehren, die über Jahrhunderte Teil unserer bäuerlichen Kultur waren, bevor sie von der industriellen Qualzucht verdrängt wurden.



1x bearbeitet

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