vegan2.209 PostsweiblichBERLINLevel 4
14.03.2025Mir begegnete letzte Woche ein mir bisher nicht gehörtes Argument für mein Bullshit-Bingo:
"Eins hab ich mein Leben lang immer schon so gehalten: Ich esse nie das Fleisch von Tierkindern."
Mein Argument, dass ein Huhn mit 6 Wochen und auch mit 28 Monaten ja ein Kind/Jugendlich ist. Und auch ne Kuh mit 4 Jahren noch jugendlich ist, wurde nicht an sich rangelassen.
So kann man sich weiter gut fühlen, angeblich keine Kinder zu essen.
Es war aber eine gute Bekannte, die extra vegan für mich (und sie) gekocht hat. Es war sehr lecker, sie hat sich extra Mühe gegeben. So war ich gar nicht so frustriert, wie ich es sonst gewesen wäre.
Ich sollte über die Argumente der Fleischesser langsam mal nicht mehr staunen. Hab ja selber oft seltsam argumentiert, ohne es zu wissen.
Mir wäre es auch recht, wenn ich die Menschen nicht in so einen Rechtfertigungsdruck bringen würde, so dass solche für mich anstrengenden Argumente gar nicht erst gesagt werden müssten.
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vegan2.209 PostsweiblichBERLINLevel 4
15.03.2025sollte heißen: ein Huhn mit 18 Monaten ist noch jugendlich, wenn es sterben muss
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vegan3.183 PostsweiblichLinzLevel 4
15.03.2025Und warum ist es besser, ein Tier erst später zu töten um es essen (unabhängig von der Frage, bis wann ein Tier als Kind gilt)? Verlängert man damit nicht nur die Leidenszeit, während das Leid beim Sterben gleich groß oder gar größer ist? Weswegen ja auch Vegetarismus mindestens zum Teil heuchlerisch und schlimmer ist, weil die Tiere trotzdem sterben müssen, aber während ihres trotz allem zu kurzen Lebens aufgrund der Ausbeutung deutlich mehr und länger leiden.
Themen-Startervegan3.007 PostsweiblichBerlinLevel 4
17.07.2025mal wieder konsterniert..😟
stehe in der bio company vor der veganen kühltheke, und höre schon, wie die thekenfrau (klassisches bild einer frau an der fleischtheke) zu nem kollegen ruft "ich mach dann mal den wolf"... wie ich da so das vegane regalangebot weiter durchschaue, ruft es dann in meine richtung, sehend, dass ich vor dem veganen angebot stehe: brauchen sie noch rinderhack?
ich antworte sofort: nein, ich lebe vegan.
sie darauf: so hat jeder seins..
ich: nein, die tiere nicht.
statt dessen hätt ich gern gesagt:
ich hätt gern rind, ausschliesslich lebend. leichenteile von meinen freunden gehören weder in einen wolf noch in eine kühltheke geschweige denn in meinen einkaufskorb.
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vegan8.117 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
18.07.2025Mach dir nichts draus. Die spontanen Reaktionen sind meistens die besten!
Ich glaube, kein kluger Spruch könnte diesen Effekt ersetzen, wenn jemand merkt, dass seine eigene Blödheit jemand anderem gerade die Spucke verschlagen hat.
Wenn der Spruch wirklich so provokativ gemeint war, dann wollte er damit wahrscheinlich seine Kollegin beeindrucken. Hättest du dann etwas über Ethik und Moral erklärt, hätten sie dich nur ausgelacht. Kannste nicht gegen ankommen.
Themen-Startervegan3.007 PostsweiblichBerlinLevel 4
18.07.2025doch doch, ich finde kommunikation und wortwahl wichtig und ebenso, mich möglichst flexibel zu machen in den antwortoptionen ... vielleicht wirds mal besser im laufe der jahre .. 😉
grad fällt mir ein, dass ich sie auch freundlich lächelnd zurück fragen hätte können:
"nee danke, aber darf ich ihnen einen sojabratling spendieren?" ✌️