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Euer Weg zum Vegetarismus/Veganismus04.01.2026Hey ihr lieben unbekannten Menschen,
ich war schon als Kind ein Fleischfresser aus Leidenschaft, in Restaurants habe ich zu meinen Eltern oft gesagt:"Ich will Fleisch!" Und all das grüne "Unkraut" als Beilage wurde von mir nicht gerne beachtet und dann meistens von meinen Eltern aufgegessen, weil ich es nicht wollte. Ich habe mich am liebsten von Pommes, Chicken Nuggets und anderem Fast Food ernährt, meine Eltern haben sich so sehr bemüht, dass ich meine Vitamine bekomme. Meine Mutter hat mir oft eine kleine Schale mit liebevoll geschnittenem Gemüse zum Essen mit dazu gelegt, aber die wurde von mir so gut wie fast gar nicht angerührt. Sogar bis ich 18 war lief es so. Mit 19 habe ich meinen Freund kennengelernt der Vegetarier ist und dann haben wir oft vegetarisch gekocht, ich aß auf einmal Kichererbsen und sogar Brokkoli, das Fleischersatzprodukt was er mir gebraten hat, war auch unheimlich lecker. Ich aß immer weniger Fleisch, befasste mich immer mehr mit dem Thema Vegetarismus und Veganismus und wurde tatsächlich erst vor 2 Monaten vegan durch den Film Earthlings, den ich jedem Menschen empfehlen kann. Mein Freund und ich sind beide vegan, für mich natürlich unvorstellbar, wenn man mein damaliges Essverhalten ansieht. Wie seid ihr vegan geworden, was genau war der Auslöser? Würde mich brennend interessieren.
Habt noch einen entspannten Tag,
LG Brokkolischaf
vegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
04.01.2026Hi Brokkolieschaf,
herzlich willkommen hier!
Das Gehirn liebt Protein, Salz und Fett. Fast-Food ist ja deshalb genau so gemacht.
Früher war die Lust nützlich, weil es Fleisch und Pommes ja eh nicht viel gab (Fleisch einmal pro Woche, wenn überhaupt).
Heute ist es eher gefährlich, weil der Körper keine Grenzen signalisiert. Konsequenz und Selbstkontrolle haben also auch ihre Vorzüge.
Ich war auch einer von den Fleisch-Liebhabern, obwohl mir Gemüse auch ganz gut geschmeckt hat. 😊
vegan42 PostsweiblichBerlinLevel 3
04.01.2026Herzlich willkommen im Forum!
vegan5.366 Postsweiblich ObertshausenLevel 4
05.01.2026Herzlich willkommen hier!
Bei mir ist es schon etwas länger her, ich habe in den 80er Jahren, damals mit Mitte 20 angefangen in der Stadtbibliothek die Zeitschrift : "Der Vegetarier" (heute Proveg) zu lesen, irgendwann habe ich sie auch abonniert und bin dann erstmal vegetarisch geworden.
Später Anfang der 200er gab es dann auch mehr Angebote für vegan in Deutschland aber noch nicht genug, erst ab 2016 bin ich dann wirklich zu fast 100% vegan geworden (kann ja immer nochmal vorkommen, dass man aus Versehen etwas vegetarisches isst)
07.01.2026Hallo Brokkolischaf,
Ich hab tatsächlich auch meinen Weg durch die Dokumentation Earthlings und Cowspiracy (kann ich auch empfehlen ist auf Netflix) gefunden. Ich bin erst seit 7 Tagen vegan aber bisher vermisse ich nichts davon, wahrscheinlich durch mein neues Mindset, das ich die andere Ernährungsform, also Fleisch essen, nicht mehr als normal ansehe. Jeder vermutet das es nicht richtig ist Tiere zu töten aber wenn man sich dann mal die Dokumentationen darüber anschaut, bemerkt man wie schlimm das Ganze eigentlich ist. Es wird nicht darüber gesprochen, Menschen trösten sich damit Haltungsstufe 2 statt 1 zu kaufen aber das immer noch Tiere ein unwürdiges Leben führen müssen damit Söder eine Haxe auf Instagram posten kann ist doch sehr fragwürdig. Ich hoffe ich kann dabei bleiben und die Ernährung bis zu meinem Lebensende halten, ich will nicht wieder Mitschuld an solchen Prozessen sein.