3.7. -Schließung aller Schlachthäuser- bundesweiter Aktionstag!

Erstellt 01.07.2020, von Salma. Kategorie: News & Aktuelles. 37 Antworten.

01.07.2020
Prima METTA! :thumbup: noch eine, die auf die Straße geht! :happy:
Hast Du Dir ein eigenes Schild für solche Anlässe gebastelt, oder greifst Du dabei dann auf ein Schild der Orgas zurück?

Ich versuche auch, wo es geht, dabei zu sein, in Berlin. Allerdings war die Berliner Großdemo dies Jahr ja leider durch Corona ins Wasser gefallen. Aber nun scheint ja wieder mehr möglich zu sein....

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01.07.2020
Ich war ab und an bei Demos von Aktion Fair Play dabei aber die meisten Demos sind leider für Berufstätige schlecht zu organisieren d.h. ich werde es am Freitag, trotz Kurzarbeit nicht schaffen :-(

Zitat Cumina:
Ich hab mir das jetzt gerade gedanklich vorgestellt. Von heute auf morgen werden alle Schlachthäuser geschlossen - so wird es ja von Ariwa gefordert. Wer nimmt all diese Tiere auf? Dazu würden bundesweit alle Metzgerein usw. geschlossen werden. Was machen all diese arbeitslosen Menschen dann von einem Tag auf den anderen?
Nicht falsch verstehen, aber so von einem Tag auf den anderen funktioniert das doch nicht. Oder denke ich ganz falsch? Wie würdet ihr euch das vorstellen?


Nun ich finde die Forderung nicht falsch, es steckt ja schon eine Dringlichkeit hinter dem Anliegen.
Das "Problem" der Folgen würde ich ersteinmal auf mich zukommen lassen - vorstellbar wäre der Handel mit "Tiernebenprodukten" z.B. Gülle und Mist verarbeiten zu Kompost, Stickstoffdünger oder zur Energiegewinnung (Biogas) einsetzen - ein Wirtschaftszweig verschwindet und neue entstehen.
Aber die Politik wird das vermutlich, wie das Klimaziel oder erneuerbare Energien bis zum Sankt-Nimmerleinstag verschleppen. Es hilft keine Änderung zu 2050, sondern jetzt - hier fällt mir die Melodie von Paulchen Panter ein: "Wer hat an Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät..." ja und es ist schon viel zu spät.
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01.07.2020
Ich finde das durchaus ein gutes Ziel, frage mich aber dennoch, wie Cumina, wie es praktisch gehen soll, die Schlachthäuser von heute auf morgen zu schliessen. Soll man die Tiere dann alle sofort töten? Dennoch finde ich solche Aktionen wichtig. Aber genauso wichtig ist es, sich solche Fragen zu stellen.


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01.07.2020
Zitat PeeBee:Ich finde das durchaus ein gutes Ziel, frage mich aber dennoch, wie Cumina, wie es praktisch gehen soll, die Schlachthäuser von heute auf morgen zu schliessen. Soll man die Tiere dann alle sofort töten? Dennoch finde ich solche Aktionen wichtig. Aber genauso wichtig ist es, sich solche Fragen zu stellen.


Die Fragen sind wichtig aber wie gesagt - es ist wäre ein Leichtes dies auch Knall auf Fall zu beenden.
Es fließen Milliarden an Subventionen in die Landwirtschaft ohne diese könnte diese Industrie schon heute nicht mehr existieren, also wieso künstlich am Leben erhalten ? Die Arbeitskräfte um die Tiere bis zu einem natürlichen Ende zu pflegen können wir aus den Subventionen nehmen und Gülle und Mist vermarkten. Die Fleischbarone, die Dank früherer Subvention und mangender Moral gut gelebt haben, sollten mE. auch in die Pflicht genommen werden - ein Herr Hoeneß hat ja offensichtlich bis heute kein Unrechtsbewußtsein.
https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/direktzahlung/veroeffentlichung-eu-zahlungen.html
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/eu-agrarreform/25173.html
https://www.deutschlandfunk.de/fleischindustrie-reform-des-kompletten-systems-noetig.720.de.html?dram:article_id=477119
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/millionen-fuer-die-tiermast/4553084.html
https://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/737931/schlacht-und-molkereikonzerne-profitieren-von-eu-subventionen-1
Wir sparen uns zukünftige Subventionen, Ausgaben für den Umweltschutz (m Bereich Nitrat im Grundwasser) und auch volkswirtschaftlich sparen wir Gesundheitskosten auf Grund von Volkskrankheiten (Klassische Krankheiten von exesiven "Fleischgenuß" - Diabetes, Adipositas , Herzinfakt, Gicht, Krebs)
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01.07.2020
Hallo Hinterfrager,
ich gebe dir teilweise recht. Aber es sind ja unzählige Tiere, die bisher zusammen auf engstem Raum gelebt haben. Wo willst du z.b. auf einmal 100 000 tausend Hühner so unterbringen ,dass sie ein artgerechtes Leben bis zu ihrem natürlichen Tod führen können?
Von heute auf morgen halte ich für vollkommen utopisch. Das muss schrittweise erfolgen.

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01.07.2020
Zitat Cumina:
Von heute auf morgen halte ich für vollkommen utopisch. Das muss schrittweise erfolgen.

Sehe ich auch so. Aber sobald man die Zucht einstellt (als gewünschte Folge der Ankündigung der Schließung der Schlachthäuser) dauert das gar nicht mehr so lang. Ein paar Wochen vielleicht? Die armen Tiere werden ja innerhalb kürzester Zeit auf "Schlachtreife" gebracht.
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03.07.2020
Hi, also ich war bei der Mahnwache in Berlin, und es tat sehr gut, wieder nach aussen hin für Tierrechte einzustehen, und auch ein paar Kontakte zu knüpfen. :heart:

Aber die Polizisten, die dabei provokativ über einen längeren Zeitraum die Fleisch-Seiten der LIDL-Werbung hochhielten, leider ein sehr realistischer Spiegel der Mehrheit unserer Gesellschaft... (🤮)

Hier für jene, die sich mit den Forderungen von ARIWA auseinandersetzen wollen
z.B. die Schließung aller Schlachthäuser direkt eine Antwort von ARIWA:

https://www.facebook.com/animalrightswatch/photos/a.3020062368070166/2673113952765011/?type=3&theater

Wenn man auf das Bild klickt, kommen noch mehr Statements...
1x bearbeitet

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04.07.2020
Zitat Cumina:Ich hab mich auf deinen Link von Ariwa bezogen und da steht: Das Schlachten beenden – sofort, für immer und überall!
Das funktioniert nicht ! Sag doch mal was du für einen Vorschlag hättest wo jetzt all diese Tiere untergebracht werden sollen und wer finanziert das Leben bis ans natürliche Ende? Ariwa oder Peta ?



Sehr gute Fragen, die sich sicher viele stellen, die sich nur selten mit dem Thema befassen.


Selbstverständlich sind dann die Landwirte für ihre lebenden Tiere weiter verantwortlich und müssen sich darum kümmern, dass ihnen die Politik da "übern Berg" hilft. Das Geschäftsmodell ist ethisch und moralisch und in weiten Teilen bereits heute rechtlich völlig untragbar - Rechtsprofessor Bülte von der Universität Mannheim spricht von "institutioneller Kriminalität" - und muss selbstverständlich SOFORT unterbunden werden. Für die Kosten wird im Einzelfall selbstverständlich der Steuerzahler herhalten müssen, wenn die Tierquälerei nicht weiter fortgesetzt wird und der Landwirt nicht zur Zahlung des Unterhaltes für die lebenden Tiere mehr in der Lage ist. Sein "Einkommen" entsteht ja nur durch die Tiere, die gequält werden und getötet werden.


Wer denn sonst? Peta oder Ariwa etwa, die die weithin illegalen oder mindestens verwerflichen Machenschaften den Kampf angesagt haben? Das ist ähnlich der Forderung, dass der Kinderschutzbund und die Kinder die Kosten für das Entfallen des Geschäftsmodells der Kinderschänder ebendiesen ersetzen müssten - völlig absurder Gedanke! Aber bei Tierleid scheint sowas denkbar...
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04.07.2020
Hallo Vegbudsd,

mein Gedankengang war so: Ab heute wird nicht mehr geschlachtet. Die Tiere in der Massentierhaltung leben aber auf engstem Raum, sollen sie in diesen Ställen unter diesen Bedingungen bis an ihr Lebensende weiterleben? Da ist doch der Tod gnädiger. Ich weiß nicht genau wie viele Tiere in diesen engen Ställen leben müssen, aber die jetzt von heute auf morgen alle artgerecht und mit ausreichend Platz zu halten, halte ich für unmöglich. Daher bin ich gegen die sofortige Schließung.



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04.07.2020
Zitat Cumina:
Daher bin ich gegen die sofortige Schließung.

hallo cumina, :wtf: als aus tiefstem herzen überzeugter tierrechtler bin ich bei einer solchen aussage in einem veganen forum geschockt und sprachlos. :oo: :surprise:
und muss hier meinen gefühlen ausdruck verleihen und diese deinem statement gegenüberstellen.
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