Schulmaterial für Kinder: Darf nur der Bauernverband das?

Erstellt 12.09.2017, von flo. Kategorie: News & Aktuelles. 5 Antworten.

Schulmaterial für Kinder: Darf nur der Bauernverband das?
12.09.2017
Hey
wiedr mal ein best of Fake News...
Ich weiß nicht was SHZ für eine Zeitung ist aber das kann nur Fake sein...

https://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/bloss-kein-tier-auf-dem-teller-peta-wirbt-an-schulen-fuer-vegane-ernaehrung-id17797731.html

PETA will Unterrichtsmaterial an Schulen geben damit die Schüler mal lernen wo Tierprodukte herkommen.

Und was sagt das Kieler Bildungsministerium dazu? Das ist alarmiert. „Wir werden den Vorgang fachlich und rechtlich prüfen“, sicherte am Wochenende Ministeriumssprecherin Patrizia Zimnik zu. Es werde unter anderem kontrolliert, ob das Peta-Lehrmaterial „dem Lehrplan in Schleswig-Holstein zuwider läuft“. Zudem erinnert das Ministerium daran, dass es Kooperationen mit dem Bauernverband gibt, um das Schülerinteresse an der Landwirtschaft zu wecken.


Habt ihr das gesehen?

Zudem erinnert das Ministerium daran, dass es Kooperationen mit dem Bauernverband gibt, um das Schülerinteresse an der Landwirtschaft zu wecken


Bei Peta gibts Kloppe und beim Bauernverband ("Fresst mehr Fleisch ums den Veganern zu zeigen") muss man erstmal prüfen ob die Lobby was dagegen hat? :crazy: :| :wtf: :idea:

Man in was für ner Zirkus welt leben wir?

LG
FLO
1x bearbeitet

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12.09.2017
Sehr drollig, aber so läufts leider (noch). Die Wahrheit sollen die Kinder nicht kennen, lieber éine Bauernhof-Idylle vorgaukeln. Und man scheint vergessen zu haben , dass die veganen Lebensmittel ebenfalls aus der Landwirtschaft kommen, insofern nimmt man den Bauern ja gar nichts weg.
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12.09.2017
Hallo Chrissie,

Zitat Chrissie:die veganen Lebensmittel ebenfalls aus der Landwirtschaft kommen, insofern nimmt man den Bauern ja gar nichts weg.

Landwirtschaft != Bauern

Bauern haben mit unserer Landwirtschaft nur noch am Rande etwas zu tun.
Der Großteil landwirtschaftlicher Erzeuignisse wird von großen Unternehmen genereiert[*1].


Anonsten kann ich dieser Aussage aber leider nur widersprechen:
1kg "produziertes" Rindfleisch verbraucht ca. 16kg Futtermittel (Z.B. Soja, Getreide, etc.).
Diese 16kg bekomme ich als Einzelperson nur sehr schwer in einer Woche hinuntergeschlungen.
1kg Steak ist bei einem geselligen Grillabend aber schnell im omnivoren Magen verschwunden.

Bei einem Konsum von ca. 500g Rindfleisch täglich kauft man den Bauern (bei einem Verzehr von ca. 750g "Futtermittel", sprich Getriede ö.ä.) also praktisch 50,75kg weniger Nahrungsmittel ab.

Dafür dass unser Preisniveau für "Futtermittel" natürlich aufgrund dieses Kalorien-Dumpings extrem schlecht ist, darf man der freien Marktwirtschaft (und unzähligen überflüssigen Subventionen) wieder einmal danken :thumbup:

Grüße,
Falk

[*1] vgl. http://www.mz-web.de/wirtschaft/landwirtschaft-in-deutschland-bauernhoefe-sterben--agrarkonzerne-wachsen-26971426

2x bearbeitet

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13.09.2017
Hallo Falk!

Erstmal alles Liebe und Gute zum Geburtstag, feier schön!

Und Du hast natürlich Recht, daran hab ich nicht gedacht, der Bauernverband mag das als negativ ansehen, was für uns positiv ist...

Viele Grüße
Chrissie
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14.09.2017
Hallo Chrissie,

vielen Dank auch an dich für die lieben Wünsche :)

Grüße,
Falk
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14.09.2017
Hallo,

ich sehe den Bauernverband als Haupt-Treibkraft hinter dem Bauernsterben.

Durch die Subventionierung in Milliardenhöhe werden die Gesetze der freien Marktwirtschaft einfach außer Kraft gesetzt. Es ist schlicht keine freie Marktwirtschaft, wenn Agrarkonzerne Geld damit verdienen, Waren zu produzieren, die niemand braucht und die im Müll landen.

Über unsere Steuern finanzieren wir eine Industrie, die für den Müll produziert. Mit all den bekannten Folgen, die letztendlich der Gesellschaft schaden.

Ich durfte vor Jahren ein wenig Videomaterial zu einer Doku Namens "Schweine für den Müllcontainer" beitragen, die im SWR ausgestrahlt wurde. https://www.swr.de/betrifft/schweine-muell-billigfleisch-betrifft/-/id=98466/nid=98466/did=10199380/sje80d/

Darin ging es darum, dass jedes 3. Schwein nur aufgrund von Subventionen gemästet wird - und nie "verwertet" wird. 33% aller Schweine werden einfach nur deshalb gezüchtet, weil es sich aufgrund staatlicher Subventionen lohnt. Nicht, weil dafür ein Markt vorhanden wäre.

Es ist richtig eklig, was da vorgeht. Und das schreibt Geschichte! Und natürlich ist es leicht, das den veganern anzuhängen. Es ist nur so absurd.

In 50 Jahren wird man darüber den Kopf schütteln und denken, man selbst hätte früher sicher anders gehandelt :-)

Viele Grüße

Kilian
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