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Petition Ultrareiche besteuern

Erstellt 25.07.2025, von flo. Kategorie: News & Aktuelles. 22 Antworten.

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Benutzerbild von flo
Themen-Starter1.706 PostsLevel 3
Petition Ultrareiche besteuern
25.07.2025
Hey
wenn ihr 1 Mrd Euro oder mehr Geld habt solltet ihr besser nicht mitmachen:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2025/_04/_09/Petition_180180.$$$.a.u.html
😀

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Phoebs
25.07.2025
Privatvermögen ist das, was sich die Bevölkerung nach Steuer, Abgaben, Gebühren und Lebenshaltungskosten, anspart und aufbaut.
Teilweise über Generationen hinweg, manchmal über Kredit finanziert, bei Wirtschaftsvermögen auch gerne durch Konsumenten/Mieter finanziert.

Benutzerbild von Libio
vegan2.494 PostsweiblichBERLINLevel 4
25.07.2025
Zitat Phoebs:
Privatvermögen ist das, was sich die Bevölkerung nach Steuer, Abgaben, Gebühren und Lebenshaltungskosten, anspart und aufbaut.
Teilweise über Generationen hinweg, manchmal über Kredit finanziert, bei Wirtschaftsvermögen auch gerne durch Konsumenten/Mieter finanziert.


Nein, das ist es nicht.

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Phoebs
26.07.2025
Zitat Libio:

Nein, das ist es nicht.

Natürlich ist es das.
Noch etwas: Vermögen ist nicht unbedingt Liquidität (zb. Geld) und so eine Steuer belastet, wie die SPÖ (!) bis 1993 festgestellt hat, vor allem Betriebe, insbesondere Kleinere und Mittlere. Jene, die teure Anlagen/ Maschinen/ Grundstücke, aber zuwenig Gewinn haben, müssen jährlich ihre Substanz verringern/ einen Teil verkaufen oder ihre Preise anheben, wodurch sie noch weniger produzieren oder Arbeiter anstellen können. Das ist für einen Staat kontraproduktiv.
Der viel zitierte "Millionenfreibetrag, der alle schützen wird" war letztlich ein Betrag von umgerechnet etwa 11 000 €.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Crissie
vegan1.100 PostsweiblichLevel 4
27.07.2025
Es geht hier um Ultrareiche.

1x bearbeitet

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AnjaW
27.07.2025
Zitat Phoebs:

Natürlich ist es das.
Noch etwas: Vermögen ist nicht unbedingt Liquidität (zb. Geld) und so eine Steuer belastet, wie die SPÖ (!) bis 1993 festgestellt hat, vor allem Betriebe, insbesondere Kleinere und Mittlere. Jene, die teure Anlagen/ Maschinen/ Grundstücke, aber zuwenig Gewinn haben, müssen jährlich ihre Substanz verringern/ einen Teil verkaufen oder ihre Preise anheben, wodurch sie noch weniger produzieren oder Arbeiter anstellen können. Das ist für einen Staat kontraproduktiv.
Der viel zitierte "Millionenfreibetrag, der alle schützen wird" war letztlich ein Betrag von umgerechnet etwa 11 000 €.


Du laberst doch nur nach was du auf ieiner rechten Wahlveranstaltung gehört hast.
Hier unterschlägst du mal eben den Unterschied zwischen Privatvermögen und Geschäftsvermögen.
Eine Steuer auf Privatvermögen wäre gerade gut für Staat und Gesellschaft, weil es das Geld scheffeln der Bosse auf Kosten ihrer Betriebe,Arbeiter/Angestellten und des Staates unattraktiver und dafür Reinvestitionen ins eigene Geschäft attraktiver machen würde.


Wie kann es sein, dass die „Großen“ sich eine goldene Nase „zusammensparen“ können, während wir kleine Lohnsklaven vom sauer erarbeiteten Geld nichtmal genug für einen bequemen und würdevollen Ruhestand behalten dürfen?!

Benutzerbild von Sunjo
vegan3.243 PostsweiblichLinzLevel 3
27.07.2025
Der Beitrag von Phoebs hat mich auch erstmal aufgeregt, weil Phoebs die Argumentation für die zunehmende Verteilung von unten nach oben vertritt. Ich glaube, wenn ein Gegenvorschlag gekommen wäre, müsste man Phoebs nicht in der ultra-rechts-konservativen Ecke verorten.


Ein bisschen was dran ist an Phoebs' Argumentation aber schon. Nur weil ich Vermögen habe, heißt das noch lange nicht, dass ich Gewinne habe. D.h. ohne ausreichende Gewinne müsste man tatsächlich Vermögen veräußern. Die Frage ist hier natürlich auch, ob das schlimm wäre. Würde ich zwei Häuser im Wert von je 1 Mio erben und könnte die Vermögenssteuer für beide Häuser nicht bezahlen, weil die Häuser keinerlei Gewinn abwerfen, dann müsste ich eins der beiden Häuser verkaufen. Dann hätte ich immer noch ein Haus im Wert von 1 Mio Euro und könnte von der nun in Geld vorhandenen zweiten Million für sehr lange Zeit jedes Jahr Vermögenssteuer zahlen. Oder diese zweite Million gewinnbringender investieren als in einer Immobilie und damit dann trotz der Vermögenssteuer sogar einen Vermögenszuwachs erzielen. Selbst mit nur einem Haus - so what - dann verkauf ich das, kaufe mir ein kleineres Haus oder eine Wohnung oder wohne zur Miete und hätte dann mit einem Vermögen von mehr als einer Million immer noch so viel mehr als der Rest der Gesellschaft, dass es geradezu schäbig wäre, wenn ich nicht bereit wäre, meinen Anteil zur Gesellschaft in Form von Steuern beizutragen.
Wenn man sich dann noch die vorgeschlagenen extrem geringen Prozentsätze anschaut, dann kann man schon sagen: wer es mit einem Vermögen von mehr als einer Million nicht schafft, mit dieser Million genug Gewinn zu erzielen, um diese lächerlich geringen Steuersätze zu zahlen, der kann eh nicht mit Geld umgehen und würde auch ohne die Vermögenssteuer das Vermögen nicht lange halten können.
Vorteil von der Vermögenssteuer: die Extremreichen könnten sich nicht mehr künstlich ihre Gewinne kleinrechnen.

Für mich eine überdenkenswerte Alternative zur Vermögenssteuer wären Gewinnsteuern (Körperschaftssteuer, Kapitalertragssteuer) in gleicher Höhe und mit gleichen Abstufungen wie die Lohnsteuer. Hier natürlich auch gern wieder mit Freibeträgen, da aufgrund der katastrophal niedrigen zu erwartenden Renten zwingend private Altersvorsorge nötig ist, und die bis zu einem gewissen Betrag durchaus starke Anreize durch niedrigere Steuern nötig hat.
Hintergrund: wer ausschließlich Einkommen aus Erwerbsarbeit hat, zahlt anteilig viel mehr Steuern, als die, die ihre Gewinne, gegebenenfalls vollständig ohne eigenes Zutun, aus dem vorhandenen Eigentum erzielen (z.B. Vermieter, reiche Erben, Kapitalanleger).
Nachteil: hohe Gewinnsteuern vertreiben sozialschmarotzende Superreiche 😈 was sich aber tatsächlich auch negativ auf die inländischen Investitionen und somit die Gesamtwirtschaft auswirken könnte. Mehr soziale Gerechtigkeit zulasten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Wenn man das durchrechnet und dann immer noch alle ein annehmbares Einkommen für ein würdevolles Leben haben, und insgesamt vermutlich auch nachhaltiger leben, dann wäre es den Verlust der superreichen Wohlstandsverwahrlosten vermutlich wert.

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AnjaW
27.07.2025
Zitat Sunjo:
Mehr soziale Gerechtigkeit zulasten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Wenn man das durchrechnet und dann immer noch alle ein annehmbares Einkommen für ein würdevolles Leben haben, und insgesamt vermutlich auch nachhaltiger leben, dann wäre es den Verlust der superreichen Wohlstandsverwahrlosten vermutlich wert.


Das ist doch der Punkt. Wieviele wirklich Ultra-reiche gibt es denn hierzulande und wieviel trägt deren Privatvermögen tatsächlich zum allgemeinen Wohlstand bei, sofern es sich überhaupt im Land befindet? Gerade die sind es doch die den Staat durch jedes noch so kleine Steuerschlupfloch um mehr Steuereinnahmen beschei*en als ein BGE jemals kosten würde.
Wäre es da nicht wirklich sinnvoller auf die paar mit den Schweizer Konten zu verzichten und stattdessen lieber die Umsatzstärke der überwältigenden Mehrheit im Land zu fördern?

Von „ultra-rechts-konservativ“ habe ich nichts gesagt, allerdings war das Statement in dem anderen Beitrag ja wohl deutlich genug für eine angemessene „Verortung“.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Libio
vegan2.494 PostsweiblichBERLINLevel 4
27.07.2025
Was leisten Reiche fürs Allgemeinwohl?
Zb muss man ab einem Jahreseinkommen von ca etwas über 150.000 € 3% Einkommens-Zusatzsteuer bezahlen. Das sind mindestens 4500 € pro Person zusätzlich zur normalen Einkommenssteuer.

Die großen Gesamtsummen der Steuerhinterziehungen kommen von den vielen "kleinen" Steuerzahlern, die zum Beispiel ein paar Kilometer Arbeitsweg zu viel angeben oder andere kleinere Schummeleien, die kein Kavaliersdelikt sind.


Oder schon mal an Kirchen gedacht, mit ihrem unermesslichen Reichtum, dem größten Immobilienreichtum Deutschlands, die ein grungesetzwidriges Arbeitsrecht haben dürfen und ihre sozidlen Einrichtungen trotzdem zu 95% aus Steuermitteln bezahlen lassen? Was bringen die von ihrem Reichtum ein?
Warum hört man da keinen Protest?


Sind euch schon mal Stiftungen von Superreichen aufgefallen, die Notleidende oder Kranke unterstützen, Denkmäler erhalten oder Stipendien spendieren, damit ein paar junge Leute mehr studieren können?


Habt ihr schon mal von Gewerbesteuer gehört, von Grundstückssteuer, uvm. die ein einfacher Mieter oder Angestellter oder Beamter nicht zahlen muss, aber der Infrastruktur dienen? Wer macht große Spenden fürs Gesundheitswesen in der Welt oder an Unis?

Ich weiß nicht, warum Reiche als verwahrlost beschimpft werden müssen.
Verwahrloste gibt es in jeder Schicht, das hat andere Ursachen als beispielweise Studium, soziale Sicherheit oder ein gutes Erbe.

Ich mag hier nicht weiter diskutieren, hier kommt zu viel Neid und andere Emotionen ans Licht, genährt aus welchen Quellen? Fakten les ich eher weniger.

Alternativ: wenn jemand gut bescheid weiß und die Regierung beraten möchte, kann man sich wirtschaftswissenschaftlich ausbilden lassen und selbst in die Regierung gehen oder sich um eine Professur bewerben und nach sinnvollen Vorschlägen forschen.

Es gab gerade Wirtschafts-Nobelpreise für Forschung zu Armut und Reichtum, man könnte sich auch Bücher dieser Wissenschaftler beschaffen.



3x bearbeitet

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Phoebs
27.07.2025
Zitat AnjaW:

Du laberst doch nur nach was du auf einer rechten Wahlveranstaltung gehört hast.

Das ist keine Gesprächsbasis.
Ohne Gespräche gibt es jedoch keine Demokratie.

Zitat Crissie:
Es geht hier um Ultrareiche.

Wie gesagt, am Ende der letzten Vermögensteuer in Österreich blieb ein Freibetrag von umgerechnet 11.000 €. Der Schmäh mit "das betrifft den Mittelstand doch nicht" oder "das betrifft doch Unternehmen nicht" ist alt und absurd, besonders, wenn man mit dieser Steuer Einnahmen erhöhen möchte. So ehrlich muss man in der Politik schon sein.

Eine Vermögensteuer ist eine Substanzbesteuerung, verringert also den Wohlstand der Bevölkerung. Man muss keineswegs "ultra-rechts" sein, um das abzulehnen, auch wenn das die Befürworter behaupten. Wer mit solchen Kampfbegriffen argumentiert, ist an einem demokratischen Diskurs gar nicht interessiert.

2x bearbeitet

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