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Penny Patenschaft für 700 Schafe - wirklich?

Erstellt 15.01.2026, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 9 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
Penny Patenschaft für 700 Schafe - wirklich?
15.01.2026
Übernimmt Lenny wirklich eine Patenschaft für 700 Schafe?
https://www.presseportal.de/pm/59659/6195504

Meine Anfrage an die Pressestelle:

Guten Tag,
ich arbeite als Journalist für vegpool.de.
Zur aktuellen Meldung bitte ich um Auskunft zu folgenden Fragen. Wegen der Aktualität bitte bis morgen um 12:

- Wo kommen die Schafe unter, für die Penny eine Patenschaft übernimmt? Kann der Betrieb von der Öffentlichkeit besucht werden?
- Ein Schaf hat eine Lebenserwartung von bis zu ca 20 Jahren. Wie stellen sie sicher, dass die ca 700 Schafe in der Zeit ausreichend versorgt sind, sowie angemessene tierärztliche Versorgung erhalten? Welches Budget planen Sie hierzu ein?
- Angesichts des Budgets für eine Patenschaft fur 700 Tiere (schätzungsweise mehrere zehnmillionen Euro über die Lebensdauer der Tiere) stellt sich mir die Frage, ob Sie etwas anderes darunter verstehen. Was genau? Bezieht sich das Wort Patenschaft z.b. nur auf eine bestimmte Zeit?
- Wie viel Budget steuert Penny konkret bei und wofür genau?
- Verkaufet Penny Produkte mit Schaffleisch?
- wird Penny auch Schaffleisch von den Schafen verkaufen, für die das Unternehmen eine "Patenschaft" übernommen hat? Falls nicht: wie schließen Sie das aus?
- sind unter den Tieren trächtige Weibchen? Was geschieht mit den Lämmern? Erstreckt sich die Patenschaft auch auf diese?
- verkauft Penny Produkte mit Lammfleisch, ggf. auch saisonal (Ostern).
- planen Sie auch, Fleischprodukte allgemein, oder zumindest von Tieren im Babyalter, aus dem Sortiment zu nehmen? Falls relevant: Bis wann? Falls nicht: worum geht es bei der "Patenschaft", wenn nicht um Tierschutz?

Beste Grüße

Kilian Dreißig


Was glaubt ihr?

Benutzerbild von Sunjo
vegan3.206 PostsweiblichLinzLevel 4
15.01.2026
Einmalige Übernahme der Kosten des Winterfutters - mit einer Patenschaft im Sinne von Lebenshofversorgung hat das nix zu tun und der Schäfer hat weiterhin volle Ausnutzungs- und Verwurstungsrechte

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
15.01.2026
Hab eine Antwort bekommen:

wir haben klar kommuniziert, dass wir für die 700 Schafe ausschließlich das diesjährige Winterfutter spenden.
Der Schäfer beliefert PENNY nicht. Daher können auch keine Produkte in den Verkauf bei uns gelangen.
Lammfleisch ist im Angebot der Märkte und wird es auch bleiben.
Dessen ungeachtet entwickelt PENNY unter seiner Dacheigenmarke das Angebot an veganen Lebensmitteln systematisch weiter.


Klingt es für euch ein wenig genervt, oder bilde ich es mir ein? 🤔

1x bearbeitet

Benutzerbild von Cassava2
vegan42 PostsweiblichBerlinLevel 3
15.01.2026
Klingt für mich genauso...!

Benutzerbild von Salma
vegan3.040 PostsweiblichBerlinLevel 4
15.01.2026
in der pressemitteilung wird das wort "patenschaft" verwendet. das ist schon echt dreist von penny, sich dann auf "einmal winterfutter" rauszureden.

SCHWACH!! dann sollen sie das wort nicht verwenden!!! 🤬

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
15.01.2026
Ein Extra-Kommentar dazu war eigentlich für morgen geplant, aber geht jetzt doch noch schnell online:
https://vegpool.de/news/penny-patenschaft-schafe-kommentar.html


Doch weil Penny mit dem "Patenschaft"-Begriff auf eine typische Form der Tierschutz-Finanzierung anspielt (und weil nicht jeder weiß, was Lebenshöfe kosten), ist Nachfragen umso wichtiger.

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
15.01.2026
Basierend auf den Informationen aus der Pressemitteilung und einer plausibel aussehenden, aber nicht überprüften Kurzrecherche mit Google Maps, müssen die Schafe fast 20 Kilometer gelaufen sein, um bis zur Penny-Filiale zu kommen ... 😮

Und wenn man die Komik der Sache mal weglässt und überlegt: Wenn ~50 Schafe (ich gehe mal davon aus, dass nicht alle 700 Schafe auf Tour waren) offenbar wild durch die Gegend laufen - wie viele Tote hätte das geben können (Stichwort: Bundesstraße B26)? Bei Mensch und Tier?

Und hat sowas eigentlich Konsequenzen?

Interessanterweise steht der Name des Schäfers in der Pressemitteilung – dann kann ich beim zuständigen Amt mal anfragen, ob Massentierhalter eigentlich bestimmte Fürsorgepflichten haben und ob die Behörde dazu eigentlich etwas unternommen hat.

Ich meine: Klar wünsche ich den Schafen die Freiheit, aber nicht so, dass sie am Ende noch notgetötet oder erschossen werden, und das ist leider bei "frei herumlaufen lassen" oft die Konsequenz.

Wie denkt iht dazu?

1x bearbeitet

Benutzerbild von Libio
vegan2.301 PostsweiblichBERLINLevel 4
15.01.2026
Ach du je, ich denke, alle Fakten stehen nicht in der Presse. Irgendwie kann das doch gar nicht stimmen, so wie der Vorfall beschrieben wird.


Benutzerbild von Crissie
vegan1.065 PostsweiblichLevel 4
15.01.2026
Ich hab heute im Radio gehört, dass die Herde durch die Stadt getrieben wurde und dann die fünfzig Schafe durch die offene Tür in den Penny gegangen wären. Ich kenne das von früher, dass alle Autos stehen bleiben, bis die Herde durch ist. In Oberbayern sind die Kühe in der Früh auf die Weide gebracht worden und abends alleine zum Melken in den Stall gekommen. Da ist eigentlich nie was passiert.

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.262 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
15.01.2026
Schafe werden heutzutage oft (meistens?) zur Landschaftspflege eingesetzt, und wegen des Fleisches.

Viele Schäfer bekommen also vom Staat Geld, wenn sie die Schafe auf bestimmten Flächen weiden lassen – wir als Steuerzahler bezahlen dafür indirekt.

Wenn aber die Schafe als Grasfresser sowieso die öffentlichen Felder beweiden – wie teuer wird dann wohl die Übernahme der Winterfütterung sein? Bisschen Heu und vielleicht das ein oder andere Kraftfutter kommt da bestimmt zusammen, gerade wenn Schnee liegt.

Trotzdem: Wie ist wohl die Größenordnung dieser "Patenschaft"?

Beantwortet hat mir der Sprecher die Frage nach dem Budget ja leider nicht.

(Ich halte diese Form von Schafhaltung an sich für vergleichsweise stressarm, wenn man mal von der (aus eigener Beobachtung oft wirklich groben) Schur und den Trennungen von "Osterlamm" und Mutterschaf absieht, die traumatisierend genug sind. Aber es gibt auch Formen der Tierhaltung, da tut den Tieren jeder Atemzug weh, bspw. in manchen Formen der Schweinemast. Damit vergleiche ich es.)

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