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Frankreich fördert Umstieg vom Auto aufs Rad

Erstellt 14.04.2021, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 13 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan7.086 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
Frankreich fördert Umstieg vom Auto aufs Rad
14.04.2021
Wer in Frankreich vom Auto aufs Rad umsteigt, soll ordentlich Prämien dafür bekommen. Von bis zu 2.500 Euro ist die Rede.
https://www.sazbike.de/

Zudem ist wohl geplant, Kurzstrecken-Inlandsflüge entlang von Schnellzug-Stecken aus Klimaschutzgründen zu verbieten.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/frankreich-verbot-von-inlandsfluegen-entlang-vieler-tgv-strecken-abgeordnete-stimmen-fuer-klimagesetz-a-03fb8078-9e18-4bd0-a433-2208a5611c17

Solche News lese ich gerne. Auch wenn Deutschland hier mal wieder die Vorreiterrolle verpasst hat.

Benutzerbild von METTA
vegan4.716 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
14.04.2021
Was auch wichtig wäre: das Fahrradfahren hier durch steuerliche Maßnahmen zu unterstützen, also die km pauschale für Fahrräder gleichzusetzen mit der für Autos. Und das eben Firmen z.B. ihren Arbeitnehmern nicht nur Autos zu Verfügung stellen, sondern auch Fahrräder.

Lieben Gruß
METTA

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.878 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
14.04.2021
Die zweite Nachricht hatte ich auch schon gelesen und ich find sie sinnvoll.


Die erste Nachricht finde ich wiederum etwas zwiespältiger. Wieso bekommen eigentlich Autofahrer (Umweltsünder) permanent Prämien, während die, die von sich aus umweltfreundlicher agieren, immer leer ausgehen? Und warum soll diese Prämie nur für E-Bikes gelten und nicht auch für normale Fahrräder, die ja noch umweltfreundlicher wären? Und wird dann bei dieser Prämienzahlung wenigstens auch kontrolliert, dass sich Autofahrer, die sowieso ein neues Auto wollten, nicht nur die Prämie fürs Abwracken und E-Bike nehmen, und trotzdem das neue Auto kaufen?
Das heißt nicht, dass ich Anreize zum Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel nicht sinnvoll finde, aber die Verteilung ist unfair und ich finde, man könnte zum Ausgleich auch mal ein paar negative Konsequenzen für Umweltzerstörung einführen.

1x bearbeitet

Kein Benutzerbild
maira
14.04.2021
also in Frankreich, in den großen Städten, sprich Paris, wollte ich auch nicht mit dem Auto fahren...waren 14 Tg. in Urlaub dort...die haben ein ganz tolles Radweg System, da könnten sie sich in D eine Scheibe abschneiden...

Kein Benutzerbild
27 PostsmännlichLevel 2
17.04.2021
Ich finde solche Anreize klasse.
Aber es ist nur die halbe Miete, solange das vorhandene Radwegnetz weiterhin als Parkplatz für Lieferdienste, faule Anwohner und nur-mal-eben-was-besorgen Autofahrer verkommt.


Ich persönlich fahre viel Auto, weil es einfach nicht anders geht, bzw nicht mit vertretbaren Aufwand.
Aber ich bekomme es hin vernünftig zu parken und muss trotzdem keine weiten Strecken laufen.


Ein Umdenken kann nur aus Angeboten in Verbindung mit der Pflege der Infrastruktur erfolgen. Einzelne Aktionen taugen wenig, evtl als Pr für die Zeitung.

Benutzerbild von METTA
vegan4.716 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
17.04.2021
Hallo Sunjo
ja das befürworte ich auch, dass die Prämien auch für normale Bikes gelten sollen ! Auch unter dem Aspekt, dass die Batterien für e-Bikes und Autos ja noch nicht generell " umweltfreundlich und menschenfreundlich " sind, denn die Stoffe dafür müssen ja in Kongo oder Chile etc. abgebaut bzw. produziert werden und das oft unter unmenschlichen Bedingungen.


Hallo maira
wir - mein Mann und zwei Bekannte von uns - sind in den 80er Jahren mal nachts quer durch Paris Richtung Norden ( Caen) gefahren, da wir dort eine Freundin besucht haben , da haben wir nicht viel von Paris gesehen. Unser Sohn hat dort ein paar Jahre während seines Studiums gewohnt und ist dort auch nur mit dem Bike gefahren, obwohl es da - in den 2012-2016- noch nicht so fahrradfreundlich war, aber eben auch unmöglich irgendwo einen Parkplatz zu finden.


hallo Bochumer,
ja das mit den zugestellten Fahrradwegen finde ich auch immer ätzend und dann die Ausrede: ach sind doch nur 5 Minuten. Und wenn frau Pech hat, bekommt sie noch eine sich öffnende Autotür vor die Nase geknallt - ist mir zwar noch nicht passiert, aber sicher einigen anderen schon.

lieben Gruß
METTA

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
17.04.2021
Grünes Werbeplakat diesen Februar in Dillenburg:
"Mit dem Rad zum Bahnhof..."

Sollte drunter schreiben: "...dann tagelang frierend vergeblich auf den Zug warten..."

Wie wäre es denn mal mit überdachten, dadurch regengeschützten, schnee- und eisfreien Fahrbahnen, auf denen man trocken und gut gelaunt gerne zur Arbeit/Schule/Universität und wieder nach Hause fahren würde. Das würde in der Breite der Bevölkerung mehr bringen als nur sehr kurzfristig wirkende Finanzbonbons für Radfahrer.

Kein Benutzerbild
27 PostsmännlichLevel 2
19.04.2021
Ich empfinde das Warten auf dem Bahnhof zwar nicht als sehr angenehm, da gebe ich dir in Bezug auf die Wartebereiche recht, das geht angenehmen.


Was ich aber wirklich unangenehm finde sind die Zeiten, die ich für eine Zugfahrt investieren muss. Das Auto schafft es oft in der halben Zeit und das von Tür zu Tür.
Bzw die Bahn schafft es in manchen Regionen, Zeiten gar nicht mich zu transportieren.


Auch ein guter Witz ist es, wenn man an einer Endhaltestelle der S-Bahn wohnt und diese einfach vorher umdreht um Verspätungen auszugleichen.


Da muss man sich über fehlende Akzeptanz nicht wundern und das viele ein Auto besitzen. Und wer es hat, benutzt es natürlich auch.

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
19.04.2021
Die Wartezeiten bezogen sich im Februar auf Totalausfälle der Bahn und das nahe dem Bahnhof prangende Plakat.

Die Fahrrad - und Öffijünger werden sich ziemlich umgucken, sobald sie außerhalb der Städte ausschließlich auf diese Systeme angewiesen sind. Die Produktivität wird in den Keller gehen, da die stressbehafteten Öffis oder die witterugsgestörten Fahrräder nicht der Regeneration dienlich sind, wenn man 20-30km zur und von der Arbeit pendeln muss. Allein dadurch geht soviel nutzlos verstrichene Lebenszeit flöten, die man nie wieder aufholen kann. Ganz abgesehen von den Kosten und dem Aufwand für Ttansporte jeglicher Art. "Dann miete ich mal schnell einen Lieferwagen" wird dann eher ein sehr kostspieliges Abenteuer, wenn die massenhafte Produktion von entsprechenden Fahrzeugen unrentabel geworden ist, und BMW, Daimler und VW die Produktion eingestellt hat. Dann wird jeder Umzug ein richtigrr Spaß, jede Waschmaschine wegen der Anlieferung und Entsorgungs- bzw. Reparaturkosten unerschwinglich teuer wird. Vieles lässt sich innerstadtisch sicher mit Lastenrädern kompensieren, dennoch befürchte ich ein böses Erwachen, wenn sich die Nurnochfahrrad- bzw. Nurnochöffislobbyisten durchsetzen sollten. Selbst Tankstellen gibbet dann wahrscheinlich kaum noch, wenn dann wie damals, als bleifrei eingeführt wurde alle 60 Kilometer. Wie gesagt, viel Spaß.

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.878 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
19.04.2021
Lieber Vegbudsd, wenn es um Verkehrswende geht, bist du eher schwarz als grün, oder? Meinst du nicht, dass mit den entsprechenden Maßnahmen da vielleicht doch mehr geht, als du jetzt hier in düstersten Farben vorhersagst?

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