Dokumentation "Milch — Ein Glaubenskrieg" (2017)

Erstellt 09.06.2017, von Berlinerin. Kategorie: News & Aktuelles. 28 Antworten.

15.06.2017
Hallo Berlinerin,
ich werde es mal mit meiner besten Freundin ausprobieren, die darauf stolz ist, dass sie immer nur die beste Bio-Milch trinkt. Ich werde sie mit dem Hinweis locken, dass in dem Film Wissenschaftler einer neuen Theorie auf der Spur sind, dass ausgerechnet die teure Bio-Milch Krebs auslösen kann.
Aber ich vermute tatsächlich, dass sie damit argumentieren wird, dass es ja eigentlich nur für Männer gefährlich ist und sie ja die Milch nur ab und zu trinkt und da ist es ja dann nicht so schlimm ...
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15.06.2017
Anavrin, Du bist ja pfiffig drauf - Schmunzel - Ich bin gespannt auf ein Feedback einer Milchtrinkerin :D ... Es wäre irgendwie schön, wenn es ein Film wäre, den man, ohne dass sich Omnis persönlich bedrängt fühlen, empfehlen kann, und damit dennoch ihre Gedanken angeregt würden. :angel:
Liebe Grüße
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15.06.2017
Zitat Anavrin:Hallo Berlinerin,
ich werde es mal mit meiner besten Freundin ausprobieren, die darauf stolz ist, dass sie immer nur die beste Bio-Milch trinkt. Ich werde sie mit dem Hinweis locken, dass in dem Film Wissenschaftler einer neuen Theorie auf der Spur sind, dass ausgerechnet die teure Bio-Milch Krebs auslösen kann.
Aber ich vermute tatsächlich, dass sie damit argumentieren wird, dass es ja eigentlich nur für Männer gefährlich ist und sie ja die Milch nur ab und zu trinkt und da ist es ja dann nicht so schlimm ...


Ein Grund, warum Vegetarier und Veganer soviel Gegenwind bekommen, ist meiner Meinung nach ein solcher missionarischer Eifer. Klar, ihr denkt auch an die armen Tiere usw., aber manchmal ist der Effekt, den man bezwecken will, einfach gegenteilig. Die Menschen wollen nicht, dass jemand zu ihnen kommt und ihnen ein schlechtes Gewissen macht. Und dann auch noch eine Verhaltensänderung einfordert.
Ich diskutiere gerne zum Thema, wenn mich jemand fragt. Und ich verstecke meinen Lebensstil nicht. Aber ich finde es nicht gut, anzufangen, sein Umfeld zu nerven mit "Lebt so wie ich". Das kommt fast nie gut an.
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15.06.2017
Hallo Ringelblume...


ich "sehe" hier niemand, der Omnis nervte/bevormundete...

es geht mir darum, wenn eben einer anfängt, zu fragen, warum man denn keine Milch trinkt, die sei doch gesund / ohne Tierquälerei weil Bio usw..., wenn diese Leute selber beginnen, sich auf eine Art "rauszureden", weil sie automatisch ein schlechtes Gewissen haben, nur weil sie sich schlicht durch die Anwesenheit eines Veganers sofort meinen rechtfertigen zu müssen...

Dann könnte man eben sagen, schau einfach mal den Film, und mach Dir Dein eigenes Bild. EBEN GANZ OHNE GENERVE und Vermengung mit persönlicher Meinung. Das finde ich ja an dem Film meiner Meinung nach so gut, dass er gegenüberstellt und zum eigenen Denken und Abwägen anregt. (Und wer von uns freut sich denn nicht, wenn ein Omni, so wie die meisten von uns es einst waren, selbsttätig umdenkt? Hey, wir sind doch auch glücklich, weil wir einen Anstoß, wie auch immer, erhalten haben!)

Hast Du denn den Film gesehen? Schau ihn doch mal an, und sag mir gerne, ob er für einen solchen Einsatz geeignet ist. :question:

(Schade, dass Du das aus dem Thread diese Fragestellung nicht erkennen konntest, aber nun ist es nochmals genauer erklärt.)

Schau: Meine beste Freundin hat mich zum Undenken bewegt, ganz einfach, indem sie mir sagte "ich habe mich entschlossen, keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren". Dann empfahl sie mir Bücher/Broschüren, und ich reagierte schlicht mit "ach, ich weiß es doch, Du hast recht damit, ich habe bisher nicht genug nachgedacht." Und ich war daraufhin auch Veganer. So einfach kann das manchmal gehen, ganz OHNE Widerstand, aber doch eben erst durch den Hinweis. :D

Wenn Anavrin seiner BESTEN Freundin also den Film zeigen will, dann glaube ich, dass er das sicher sehr gut einschätzen kann... :-)
1x bearbeitet

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15.06.2017
Ich möchte einfach noch mal auf Grund meiner Erfahrungen vor Milchprodukten warnen. Das Zusammenspiel der Proteine in der Milch mit dem menschlichen Immunsystem ist nicht erforscht. Als Wunderwerk der Evolution sind wir zum Überleben gemacht. Die Frage ist nur wie lange und unter welchen Bedingungen. Viele schwerwiegende meist tödlich verlaufende oder mit starken Behinderungen verbundene Krankheiten brauchen Jahrzehnte bis die Symptome auftreten. Dann ist es für eine Behandlung oft zu spät. Für mich wäre eine Chemo bei Krebs eine letzte Verzweiflungstat der Ärzte. Man hat nämlich keine Medikamente gegen Krebs. Ich hatte im Bekanntenkreis zwei Fälle mit tödlich verlaufenem Darmkrebs. Beide hatten die selben Essgewohnheiten. Und es ist schlimm wenn sich jemand verabschiedet weil er ist Hospiz geht.
Jeder kann sich ja selbst informieren und dann frei entscheiden.
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15.06.2017
Also, wenn ich so sehe was bei mir im Umfeld so abgeht, dann kommt es mir so vor, das man ein Krankenhaus schon fast Todesfabrik nennen könnte. Ich weiß ist überspitzt. Aber ich hab selber im Krankenhaus gearbeitet und hab die Entwicklung vor 10 Jahren schon gesehen. Und auch damals ist mir schon irgendwie klar gewesen bzw. klar geworden, das die ganzen Darmkrebsfälle doch was mit der Ernährung zu tun haben müssen. Leider habe ich das selber damals nicht verfolgt. Heute weiß man es ja schon besser.
Ich bin ja jetzt erst seit 1 1/2 Monaten (glaub ich, vielleicht ists 1 oder 2 Wochen mehr) vegan aber ich merk das von Woche zu Woche, das ich keine Milchprodukte mehr zu mir nehme. War davor ja 4 Jahre Vegetarier und habe davor auch schon selten Fleisch gegessen. Aber so richtig merkt man es erst, wenn man den ganzen Kram mal weglässt und sich anständig Vegan ernährt. Ich glaub ich hab mich mein ganzes Leben noch nie so Fit gefühlt. Das war schon enorm. Darf zwar noch mehr werden, wird aber sicherlich noch xD

Ich kann auch nur jedem von Milch abraten. Und mittlerweile bin ich auch so, jeder der irgendein Wehwehchen hat, drück ich gleich mal den Ernährungsstil ein. xD
Macht Spaß die Leute zu trollen. Das Beste ist ja, sie sehe wie gut es mir geht... xD, da können sie nicht mehr viel dagegenhalten.
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16.06.2017
Hallo,

also ... ich habe den Link für den Film an meine beiden besten Freundinnen geschickt und meine zweitbeste Freundin (Omni) meinte, sie hat Lust, den Film am WoEn zu sehen.

Meine erstbeste Freundin hat das geantwortet:

"Danke für deine Energie und dein Engagement :) Ich finde das toll.
Ich habe momentan so viel mit der Uni, dass ich vorerst noch nicht dazukomme.
Ich meine mich, aus einem anderen Dokumentar Film zu erinnern warum manche Bio-Milch nicht gut sein soll.
Meine Bio Milch aus dem Schwarzwald wird aber traditionell hergestellt und ich merke auch, dass sie mir gut tut (wie alles in Maßen und nicht zuviel von einer Sache - so soll ja Soja auch sehr ungesund sein, wenn man zuviel davon isst) und da ich ein sehr gutes Körper Gefühl habe, vertraue ich da meinem Instinkt.
Danke für die Anregung ..."

In den nächsten Tagen will sie aber den Film "Gabel statt Skalpell" mit mir schauen. Den hab ich mir nämlich heute gekauft ...

Und was die andere dazu sagt, kann ich ja dann später mal hier posten ...

LG
MC
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16.06.2017
Tja, was gibt's da anzumerken? Nichts!
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Bin auf die Antwort deiner anderen Freundin gespannt.
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18.06.2017
Hi Anavrin - Danke für das Posten der Antwort.... für mich klingt das auch nach einer wortgewandten Blockade - Mein Kommentar ähnlich wie Kerstins: "kannst Du machen nix - musst Du gucken zu" ;-) Auf den Inhalt ihres Feedbacks mag ich ansonsten gar nicht eingehen ("traditionell" etc).
"Den Film "Gabel statt Skalpell" aber dann doch mit Dir ansehen zu wollen - das ist aber dann doch eine Geste der offenen Tür, irgendwie... oder? Ich kenne ihn auch noch nicht und nehme das hiermit mal dankend als Empfehlung von Dir mit. :thumbup:
Liebe Grüße
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19.06.2017
Liebe Berlinerin,

jetzt habe ich es endlich geschafft und die Doku geschaut. Danke erstmal für den Link und deinen Beitrag hier! Meine Meinung dazu ist, wie gesagt, einfach ein persönlicher Eindruck. Und der sagt: ich würde diesen Film nicht per se weiterempfehlen, sondern an bestimmte Leute, die schon mindestens ein My offen für das Thema sind. Mir gefiel die Gegenüberstellung beider Seiten, die ohne Rechthaberei auskommt, gut. So darf sich wirklich jeder ein eigenes Bild machen und wird nicht in (eine innere) Rechtfertigungsnot gebracht. Auf so einer Grundlage erwächst meiner Erfahrung nach ein Interesse an neuen Gedanken über eine Sache gerne recht barrierefrei. Was mir gefehlt hat, waren eindeutige, leicht aufzunehmende Sinn- oder Erklärungsbilder auf der Contra-Seite, warum es logisch sein müsse, dass Milch nicht gut für Menschen ist. Manches wurde als ganz junge, noch nicht bewiesene Theorie hingestellt und dabei ging es um komplizierte Namen irgendwelcher Eiweiße, Hormone, etc. Das fand ich etwas schade. In einer zusätzlich (nicht ausschließlich!) einfacheren Sprache hätte es für mich mehr Überzeugungskraft bekommen. Aber damit will ich nicht sagen, dass ich die Doku schlecht fand, im Gegenteil. Sie hat mir gefallen, ich würde sie eben, wie gesagt, einem kritisch geneigten Geist eher empfehlen, als jemandem, der sich auf "die Milch macht's" versteift hat. (Abgesehen davon weiß ich nicht, ob ich jemandem mit dieser Haltung überhaupt eine Doku empfehlen würde oder könnte. :lol: )
1x bearbeitet

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