Darum sollte man Katzen nicht Vegan ernähren.

Erstellt 06.08.2017, von dandedilia. Kategorie: News & Aktuelles. 50 Antworten.

Darum sollte man Katzen nicht Vegan ernähren.
06.08.2017
Ich finde es auch sehr fragwürdig Katzen vegan zu ernähren. Ist meine persönliche Meinung..

https://www.derwesten.de/staedte/essen/darum-solltest-du-deine-katze-nicht-vegan-ernaehren-id211073399
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06.08.2017
Hallo dandedilla,

ich finde es sehr fragwürdig keine fundierten Argumente vorzubringen. Ist meine persönliche Meinung..

https://www.vegane-inspiration.com/vegane-katzen.html
1x bearbeitet

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06.08.2017
Hey
also für mich ist das genau so glaubhaft wie ein Artikel der sagt Menschen sind nunmal Fleischesser.
LG
FLO
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06.08.2017
Katzen sind Fleischfresser. Man kann ihnen nicht einfach eine Ernährungsweise aufdrücken. Sie haben nicht einmal Mitspracherecht... Ich finde es sehr bedenklich.
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06.08.2017
Hallo dandedilia,

Zitat dandedilia:Sie haben nicht einmal Mitspracherecht

Die Tiere in den Whiskas-Dosen haben auch kein Mitspracherecht ;)

Menschen sind Fruchtfresser. Geht aber anscheinend auch anders :thumbup:

Wenn eine Katze durch veganes Futter mit allen benötigten Nährstoffen ernährt wird, ist das ebenso wenig bedenklich wie ein Koma-Patient, dem die Mikronährstoffe per Magensonde verabreicht werden :D

Grüße,
Falk
1x bearbeitet

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06.08.2017
Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (30%, u.a. 4% Huhn in den hellbraunen Stückchen), pflanzliche Nebenerzeugnisse, Öle und Fette, pflanzliche Eiweissextrakte, Mineralstoffe, Gemüse (4% Karotten in den orangefarbigen Stückchen, 4% Erbsen in den grünen Stückchen).
Und hier mal die Zutaten von einem bekannten Katzentrockenfutter. Da kann man auf das bißchen Fleisch auch noch verzichten!
Meine Katze hat zum Glück Freigang und jagd ihr Futter selbst. Allerdings nascht sie auch hin und wieder vom veganen Hundefutter, also muss es geschmacklich ganz in Ordnung sein :green:
Da dem industriellen Fertigfutter sowieso alle Nähr-, Mineralstoffe,Vitamine und Spurenelemente zugemischt werden, sollte es echt kein Problem sein, Katzen auch vegan zu versorgen.
Beim Hund klappt das schließlich auch! Und meine Fellnasen erfreuen sich bester Gesundheit!
2x bearbeitet

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07.08.2017
Eine vegane oder vegetarische Katzenernährung ist Tierquälerei. Wer sein Haustier aus welchen Gründen auch immer nicht mit Fleisch ernähren möchte, sollte keine echten Karnivoren halten, sondern Kaninchen. Als Halter hat man die Verantwortung dem Tier keinen Schaden zuzufügen.

So sehr ich für eine vegane Ernährung von Menschen einstehe, in meinem Fall Fall aus ethischen Gründen. So sehr plädiere ich dafür Katzen, die echte Karnivoren (das bedeutet reine Beutetierfresser) sind, auch artgerecht zu ernähren. Katzen sind übrigens keine kleinen Hunde und ihre Ernährungsansprüche sind in keinster Weise vergleichbar. Hunde können problemlos vegan ernährt werden.

Eine vegane Ernährung kann niemals das Beutetier ersetzen. Im Übrigen auch kein Fertigfutter. Es reicht nicht einen Klumpen Tofu mit Vitaminen und Mineralstoffen anzureichern. Fertigfutter für Katzen ist das gleiche wie Fertigfutter für Menschen. Es ist einfach kein frisches artgerechtes Futter und enthält niemals alles, was eine Katze benötigt. Ich hoffe wir sind uns in diesem Forum einig, dass es auch nicht artgerecht für Menschen sich ausschließlich von Tofu und Vitamintabletten zu ernähren.

In den 50er Jahren kam das Fertigfutter auf den Markt und bereits nach wenigen Jahren Jahren sind die Folgen des Fertigfutterkonsums sichtbar. Die Tierarztpraxen haben neue Patienten: Diabetiker, Nierenpatienten, Pankreatitis, Leberstörungen. Futtermittelallergien, Zahnentzündungen, Ekzeme, Fell- und Verdauungsprobleme nehmen immer mehr zu.
Katzen sind Wüstentiere mit kurzem Darm und benötigen idealerweise rohes Fleisch (Barf oder Beutetiere), das noch alle Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine enthält. Aus diesem Grund ist auch Trockenfutter für Katzen eine Katastrophe. Katzen nehmen den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung auf. Katzen können im Gegensatz zu Menschen oder Hunden einige Nahrungsbestandteile wie einzelne Aminosäuren, Fettsäuren und Vitamine nicht selbst bilden oder aus pflanzlicher Nahrung beziehen. Und es reicht nicht diese einfach künstlich hinzuzufügen.

Die Katze ist im Gegensatz zu uns Menschen dafür gemacht, hohe Mengen an hochwertigem tierischen Eiweiß zu sich zu nehmen und zu verdauen. Mäuse, andere kleine Tiere und Fleisch enthalten so gut wie immer wesentlich mehr Protein als Fertigfutter. Darauf ist der Organismus der Katze eingestellt, dies entlastet die Nieren und den Stoffwechsel. Was die Nieren stark belasten kann, sind minderwertige Proteine sowie Getreide (in Fertigfutter), da die Katze diese nur zum Teil nutzen kann und große Mengen an unverdaulichen Stoffen durch den Körper geschleust und ungenutzt ausgeschieden werden müssen. Und zur Krönung des ganzen soll die Katze jetzt auch noch auf die letzten % tierischer Proteine verzichten und vegan ernährt werden?

Katzen haben sich auch nicht im Laufe ihrer Domestizierung an Fertigfutter, das mit Getreide, Gemüse und Zucker vollgestopft ist, gewöhnt. Es dauert im Schnitt 80 Generationen, bis sich eine genetische Anpassung durchsetzt. Hier auch noch ein Buchtipp: „die manipulierte Evolution“, dort ist das genau beschrieben.

Wer sich mit der Thematik (artgerechte/ natürliche Ernährung) auch beim Menschen einmal auseinander setzen möchte, sollte das Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ lesen. Dort ist dies anhand der Ernährung für den Menschen genau beschrieben.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen empfehle ich: Ernährung von Hund und Katze Taschenbuch – 1999 von Linda P. Case (Autor), Daniel P. Carey (Autor), Diane A. Hirakawa (Autor) Den Inhalt dieses fantastischen Buches für Tierärzte (leider lesen es die wenigsten), kann man einfach nicht in zwei Sätzen in einem Veggieforum weitergeben.

Mich macht es wirklich wütend, wenn jemand seine Ideale oder Moralvorstellungen auf ein anderes abhängiges, wehrloses Tier stülpen will. Das ist genauso schlimm, wie Tiere aus Massentierhaltung zu essen.
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07.08.2017
Zitat madcatlady:Es ist einfach kein frisches artgerechtes Futter und enthält niemals alles, was eine Katze benötigt.

Ein Glück ist das einfach und wissenschaftlich nachweisbar falsch:
http://avmajournals.avma.org/doi/abs/10.2460/javma.2004.225.1670

Es mag zwar sein, dass das "Ego" oder sonst eine irrationale Region des menschlichen Denkens die vegane Katzenhaltung ablehnt, deswegen sollte man aber keine Unterstellungen oder unreflektierte (und zudem unsachlich und u.U. beleidigend vorgetragene) Lügen in die Welt setzen.

Zumal noch solche, die aufgrund ihrer postfaktischen und irrationalen Natur so einfach wissenschaftlich wiederlegt werden können :thumbup:


Zitat madcatlady:Ich hoffe wir sind uns in diesem Forum einig, dass es auch nicht artgerecht für Menschen sich ausschließlich von Tofu und Vitamintabletten zu ernähren.

Plädierst du hier gerade also für die Abschaffung von Raumfahrt und Magensonden?

Also: Nein wir sind uns hier wohl nicht einig, denn eine Ernährung mit Tofu und Vitamintabletten liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

"Artgerecht" ist eine reine Argumentationsblase, welche bei näherer Betrachtung nur zerplatzen kann.
Keine Toilette, Badewanne, Dusche, kein Haus, Auto und keine Heizung dieser Welt kann "artgerecht" für den Menschen sein.
Trotzdem würde wohl keiner von uns gerne auf diese Annehmlichkeiten des Fortschritts verzichten..

Grüße,
Falk
6x bearbeitet

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08.08.2017
Wie madcatlady schon schrieb, wer nicht will das seine Katze Fleisch isst, sollte sich ein Tier anschaffen das kein Fleisch isst. Hauskatzen sind Fleischfresser und das kann man nicht einfach ändern, weil man selbst darauf verzichtet.

Quelle: Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze#Verdauungsapparat

Typisch für fleischfressende Raubtiere sind ihre kräftigen Kiefermuskeln und die scharfen Zähne. Mit den stark ausgebildeten Reißzähnen (und deren an der Basis befindlichen Drucksensoren) können Fleisch und kleine Knochen zerkleinert werden. Diese Eckzähne dienen vornehmlich dem Beutefang und dem Festhalten und Tragen der Beute, auch bei Revierkämpfen und zur Fellpflege werden sie eingesetzt. Die nach hinten gerichteten stark verhornten mechanischen Papillen auf der Zunge dienen sowohl beim Trinken als auch der Fellpflege, da sich Flüssigkeiten und lose Haare in den Widerhaken verfangen.

Der Magen-Darm-Trakt ist säugertypisch. Der Magen ist einhöhlig-zusammengesetzt. Der Blinddarm ist 2 bis 4 cm lang. Ein Wurmfortsatz ist hingegen nicht ausgebildet. Der Grimmdarm ist, wie beim Menschen, in Form eines einfachen, nach hinten offenen U gestaltet, hat hingegen keine Bandstreifen. Raubtiertypisch ist der gesamte Verdauungstrakt kurz.


Jagdverhalten
Das vielleicht bekannteste Verhalten der Hauskatze, das sogar sprichwörtlich ist, ist das Spielen mit gefangener Beute, welches auch von Besitzern meist als Grausamkeit falsch interpretiert wird. Es handelt sich vielmehr um ein instinktives Bedürfnis, sicherzustellen, dass die Beute schwach genug ist, um gefahrlos getötet werden zu können.[23] Gemäß anderer wissenschaftlicher Deutungen handelt es sich bei diesem Verhalten um Übung der Jagd oder um eine Folge der Entwicklung eines Lustgewinns aus der Jagd.[24][25]

Bei größeren Beutetieren wie Ratten oder Kaninchen bohrt die Katze die Eckzähne wie Keile zwischen die Halswirbel, um das Halsmark zu durchtrennen. Diese bei kleinen Katzen häufigste Art zu töten wirkt sofort, auch wenn das Beutetier sich oft noch bewegt.[26] Wiesel und Iltis werden normalerweise nur von großen und starken Katern überwältigt. Auch Schlangen oder Blindschleichen werden von Hauskatzen erbeutet. Fische (z. B. in Gartenteichen) sind allerdings nur für manche Katzen interessant, andere vermeiden das nasse Element.[27]

Das kann man nicht einfach ändern. So gesehen spielen Menschen die ihre Hauskatze versuchen pflanzlich zu ernähren Gott. Schade das Haustiere nicht reden können, ich glaube sie hätten euch viel zu sagen...

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08.08.2017
Hallo dandedilia,

Zitat dandedilia:Das kann man nicht einfach ändern.

Natürlich kann man das nicht ändern.
Man darf aber gerne den eigenen Menschenverstand anschalten und bemerken, dass ausnahmslos sämtliche notwendigen Nährstoffe für eine gesunde Katzenernährung auch ohne Tierleid erzeugt werden können.

Eine nicht widerlegbare Tatsache, welche auf den chemischen Naturgesetzen dieser Welt basiert ist also:
Wenn eine Katze Nährstoff XY benötigt und XY sowohl vom Tier als auch vom Labor hergestellt werden kann (hier hat es meist nicht viel künstliches an sich, da die Polypeptidketten im Fall von Proteinen anstatt mithilfe von Bakterien in den Zellen eines Tieres, mithilfe derselben Bakterien in einer Petrischale zusammengesetzt werden), ist es ein zwingender Fakt, dass die Katze alle benötigen Nährstoffe, und somit ein gesundes Leben, auch durch vegane, supplementierte, Futtermittel erhalten kann.

Zumal der Mensch bereits sämtliche tierischen Bestandteile katalogisiert und analysiert hat:
Es gibt keine unbekannte (tierische) Polypeptidkette mehr auf diesem Planeten. Somit gibt es auch keinen tierischen Bestandteil, welchen der Mensch nicht in der veganen Katzenhaltung supplementieren könnte.


Zitat dandedilia:So gesehen spielen Menschen die ihre Hauskatze versuchen pflanzlich zu ernähren Gott.

Abgesehen davon, dass dies kein sachliches oder venuftbasiertes Argument ist:
Wieso auch nicht?

Der Mensch spielt in vielen Dingen Gott die wohl auch kaum jemand mit solch einem "Argument" kritisieren würde:
Herstellung von Antibiotika, Gentherapie zur Heilung mutierter Kinder, Erzeugung von Leben - sprich Kinder gebären.

Ganz zu schweigen davon, dass für einige Weltanschauungen der Mensch ein Teil "Gottes" ist :thumbup:

Grüße,
Falk
7x bearbeitet

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