Coronakrise: Bauern drohen mit Versorgungsengpässen

Erstellt 24.03.2020, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 7 Antworten.

Coronakrise: Bauern drohen mit Versorgungsengpässen
24.03.2020
Tierhalter in Deutschland protestieren seit geraumer Zeit gegen neue Regelungen, die es ihnen untersagen, ihre gigantischen Mengen an Gülle auf Äckern und Wiesen zu entsorgen ("Gülleverordnung").

Jetzt nutzen die bauernschlauen Industrie-Strategen die Coronakrise für ihre Zwecke aus und warnen vor Versorgungs-Engpässen. Anders gesagt: Erpressung.

Ein lesenswerter Artikel im "Spiegel": https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-bauern-drohen-mit-produktionsstopp-a-deac2f2c-aa92-43db-8eb6-468ca0b3bbd0

Zitat Spiegel.de:Seit 29 Jahren schafft es keine Bundesregierung, die EU-Nitratrichtlinie zu erfüllen, zu stark scheint die Macht der Agrarlobby, die weiter zu viel Gülle auf die Äcker kippen will.


Was wäre, wenn Krankenpfleger, Verkäufer und Co alle einfach ihre - in dem Fall ja redlich verdienten - Forderungen auf die Weise durchsetzen wollten?
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24.03.2020
Danke für den Artikel! Werd ich gleich mal weiterverteilen. Enfach unsäglich "Land schafft Verbindung"....
Dieses Zitat aber könnte man auch positiv werten, oder?: "viele Betriebe würden die Produktion von Nahrungsmitteln einstellen müssen", heißt es in dem Brief. Nämlich wenn sie, weil sie Strafe auf Gülle zahlen müssen, aufhören würden tierische Produkte "herzustellen". Oder?
Ich hoffe so sehr, dass die damit nicht durchkommen, aber ich fürchte, das kann ein gut genutztes Feigenblatt werden, um das mit den Strafzahlungen hinauszschieben...
ich sach mal... gute Nacht...
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25.03.2020
Ich hoffe auch, dass sich die Bundesregierung nicht erpressen lässt, das ist echt schlimm. Man sollte lieber die Biohöfe und Biovegane Landwirtschaft unterstützen, die nicht mit Gülle arbeiten. Und diese Erpressung auf dem Rücken der Coronavirusopfer zu fordern ist meines Erachtens schon kriminell, denn die Wasserqualität wird durch die vermehrte Gülle ja auch immer schlechter. Mann was sind das für I...... :surprise: 8 (also diese Vereinigung Land schafft Verbindung müsste man echt verbieten, fürchte, dass da auch sich einige Rechte tummeln )

Lieben Gruß
METTA
1x bearbeitet

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25.03.2020
Schlimm...
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26.03.2020
Ist doch interessant:

Milch wird in Deutschland ZU VIEL produziert, die Preise durch gestörten Export fallen.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/agrar-corona-laesst-milchpreise-sinken-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200326-99-476123

Vielleicht gibt es durch Corona doch Hoffnung für die Kühe, und mehr Bauern schwenken auf pflanzliche Einnahmequellen um?
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26.03.2020
Ich befürchte eher, dass die Bauern- wenn sie noch mehr Verluste haben durch den Milchpreis dann wieder vermehrt auf die Trecker steigen und unsere Umwelt damit verpesten und damit drohen, dass die Nahrungsversorgung gefährdet wird. Es wäre eine Petition wert, dass man die Regierung dazu bringt, vermehrt andere Betriebe zu unterstützen, die vegan arbeiten und die Bauern die umstellen wollen dazu bringt ihre Kühe nicht mehr zu schwängern (vergewaltigen) bzw. zu schlachten, da sie jetzt keine Gewinne mehr an ihnen haben.
Was auch wichtig wäre, aber da kenne ich mich nicht aus, da ich so etwas eigentlich nicht schaue:
dass man in Kochshows vermehrt vegan und vegetarisch kochen sollte, dann das sind ja sicher auch Influencer.
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11.11.2020
Bauern protestieren wieder:
https://www.infranken.de/lk/forchheim/fraenkische-schweiz-landwirte-protestieren-vor-molkerei-gegen-niedrige-preise-art-5110740
Nach meiner Meinung herrscht zunehmend ein Überangebot an Milch - und Fleischprodukten. Allein wenn man die vielen Milchersatzprodukte in den Geschäften sieht kann ich mir vorstellen dass immer mehr Kunden diese kaufen und dabei bleiben. Mit Fleisch - und Wurstersatz wird es ähnlich laufen. Die Bauern müssen weg von der Massentierhaltung und hin zum Ackerbau. Z.B. Hülsenfrüchte, alte Getreidesorten und Lebenmittel anbauen die wir bisher von weit her importieren. Die Welle hin zur pflanzlichen Ernährung rollt und ist nicht mehr aufzuhalten, das müssen auch unsere Bauern erkennen.
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11.11.2020
Hier ist ein schöner Artikel von Hilal Sezgin: https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/tomaten-statt-schweine-90087801.html
Auch der Blick in die Nachbarländer lohnt sich immer wieder, interessant ist z.B. das mit dem Förderprogramm in den Niederlanden zum Ausstieg aus der Tierhaltung (bisher in besonders nitratbelasteten Gebieten in der Nähe von Naturschutzgebieten). Hätten wir mal wirklich fähige Landwirtschaftsminister, dann wären wir vielleicht auch schon weiter - es sind ja nicht immer nur die Bauern schuld.
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