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Bauern blockieren Fähre von Robert Habeck

Erstellt 05.01.2024, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 27 Antworten.

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Benutzerbild von Libio
vegan2.467 PostsweiblichBERLINLevel 4
06.01.2024
Im Grunde ist das ganze Thema ja erst aufgetaucht, nachdem die Ampel den Haushalt versaut hat und das ganze jetzt jmd anders ausbaden muss.


Watt? Was ist denn das für ein Quatsch?

1x bearbeitet

Benutzerbild von Sunjo
vegan3.240 PostsweiblichLinzLevel 4
06.01.2024
Zitat Bochumer:

Wie ist denn die alternative zum Diesel Trecker? Kompensieren von notwendigen und nicht zu vermeidbaren Emissionen? Wir fördern doch auch den ÖpnV, obwohl er viel Energie, davon wenig regenerativ, verbraucht.

Soweit ich weiß, gibt es gerade keine Alternative zu Agrardiesel. Es besteht aber keine Notwendigkeit, diesen zu subventionieren, statt das Geld für sinnvollere Zwecke zu verwenden (nochmals der Tipp den taz-Link zu lesen - warum sollte man Besserverdienern Geld in den Allerwetresten schieben? Aus Gewohnheit? Weil die Abschaffung von ungerechtfertigten Privilegien immer gleich als Diskriminierung wahrgenommen wird?).
Ja, es wird langfristig unvermeidbare Emissionen geben und ja, vor allem in der Landwirtschaft, wenn auch nicht unbedingt beim Treibstoff. Und ja, diese unvermeidlichen Emissionen müssen bestmöglich kompensiert werden.
ÖPNV verbraucht im Vergleich zum MIV vergleichsweise wenig Platz, Material und Energie und der Anteil aus regenerativer Energieerzeugung ist a) steigend und b) schon jetzt höher als der von Verbrennern. Die Förderung der Öffis (nah und fern) ist sowohl aus ökologischer Sicht als auch aus sozialer Sicht sinnvoll und nachhaltig.

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.511 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
06.01.2024
Bei Selbstjustiz und gewalttätigen Protesten ist der Bogen überspannt. Da hoffe ich auf einen konsequenten Rechtsstaat.

Über die Coronapolitik kann und soll man diskutieren, aber dazu gehört auch dazu, das Gegenüber verstehen zu wollen, statt Gräben zu graben und sich das Schlimmste zu unterstellen.

Die Corona-Politik wurde aus meiner Sicht sehr intensiv debattiert und es ging nach meinem Verständnis immer darum, einen Kompromiss zwischen Schutz der Allgemeinheit und Freiheit des Einzelnen zu finden.

Dass das nicht immer gut gelungen ist, wissen wir ja (und ich habe die Masken auch gehasst, aber sie trotzdem getragen). Aber man hat ja nun nicht jeden Tag eine Pandemie...

Ich finde, man kann über Coronapolitik und Agrarpolitik streiten, aber wie gesagt: Bei Selbstjustiz hörts vollständig auf. Einen Minister auf einer Privatreise aufzulauern ist vollkommen indiskutabel.

1x bearbeitet

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29 PostsmännlichLevel 2
06.01.2024
Mh, geht die letzte Generation den Bürger an findet es irgendwie mehr Zuspruch als wenn die Bauern an der richtigen Stelle, nämlich dem Politiker ansetzen. Ob privat oder nicht, der Bürger ist auf jeden Fall privater als es der Politiker je sein wird.


An der Aufarbeitung von Corona stört mich, das die Politiker und Parteien die mit die freie Wahl der Impfentscheidung genommen haben immer noch frei herum laufen. Ich sag doch auch nicht zu jmd der mich überfallen hat, eigentlich hat er ganz vernünftige Ansichten und lasse ihn ohne weitere Konsequenzen in mein Leben. Sowas wirkt halt auch immer in zukünftige Entscheidungen mit rein.

Naja, ich fahre die Woche nach Berlin, mal gucken was es letztendlich gibt.

Benutzerbild von Sunjo
vegan3.240 PostsweiblichLinzLevel 4
06.01.2024
Den einen geht es um eine zukuntstaugliche Politik, den anderen um mehr Profit und gegen eine zukunftstaugliche Politik. Autofahrer, die gegen Klimaaktivisten hetzen, statt sich über die Untätigkeit der Politiker zu empören, sind Teil des Problems, Fährennutzer, die zufällig mit Herrn Habeck an Bord waren, nicht unbedingt. Die einen bleiben friedlich um jeden Preis und wünschen sich das Gespräch, welches jedoch von den Politikern verweigert wird. Die anderen drohen mit Gewalt und haben das Gesprächsangebot von Herrn Habeck abgelehnt.

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan3.028 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3
07.01.2024
...an der richtigen Stelle, nämlich dem Politiker ansetzen.


Du meinst, dass es richtig ist, Politiker persönlich zu bedrohen, sie zu nötigen ist ein "richtiges Ansetzen" für rein persönliche Profitinteressen? Hab ich das jetzt richtig verstanden?

Leuten, die sich trotz Schutz- und Impfmöglichkeiten diesen verweigern, dadurch für andere zur echten Lebensbedrohung werden können, klar zu machen, dass das ein Irrweg ist und als antisoziales Verhalten gewertet wird, ist selbstverständlich auch Aufgabe von z.B. Gesundheitsministerinnen. Insbesondere, da es nicht irgendwie ein "Nice to have" war, ode rgerade mal so eine Laune, weil es ihnen Spaß gemacht hätte sich z.B. auf Marktplätzen aspucken zu lassen, sondern sich um eine deutlich lebensbedrohliche Krankheit handelte, die Auswirkungen auf sehr viele Menschen hatte.


Ein Vorwurf an die Politik wäre eher berechtigt, wenn sie sich nicht so intensiv um dieses Thema gekümmert hätten.

Es war eben keine wie auch immer geartete oder gar kriminelle Willkür, oder diktatorische Handlung, sondern demokratisch abgesichertes Handeln ebendieser, von einer Mehrheit gewählter Politiker. Was durch die darauf folgenden Wahlen durch Bestätigung mit hohen Wählerzahlen auch weithin als von der Mehrheit der Bevölkerung akzeptierte Handlung bestätigt wurde.

Bin heilfroh, dass uns so was wie in Brasilien unter dem faschistoiden Bolsonaro erspart geblieben ist.


Persönliche Angriffe gegen Politiker, die gerade aus ihrem Urlaub mit ihrer Familie zurückkehren aus "niederen Beweggründen", so zum Beispiel, weil die eigenen Profitinteressen über demokratisch getroffene Entscheidungen gehen (übrigens im Fall der Neuordnung des Wegfalls der Dieselentlastungen EINSTIMMIG inkl. AfDCDUFDP getroffen im Wirtschaftsausschuss) zu rechtfertigen, kann übrigens nicht unbedingt unter Meinungsfreiheit, sondern evtl. sogar als AUFRUF ZU SOLCHEN STRAFTATEN gewertet werden.

Gegen politische Entscheidungen zu protestieren, ist allen Bürgern aus guten Gründen freigestellt, so lange sie diese Demonstration offiziell anmelden und davon keine Bedrohung für Leib und Leben anderer davon als Ziel der Veranstaltung ausgeht. Schon das Mitführen oder Aufstellen von Galgen mit Politiker-Abbildungen usw. ist für mich eine klare Lebensbedrohung!

Darin besteht übrigens der entscheidende Unterschied zu den "Last Generation" Protesten: Die machen das nicht für persönliche Profite und sie bedrohen niemanden persönlich - eher im Gegenteil, sie protestieren unter hohen Risiken für das eigene Leben und die eigene Gesundheit und Freiheit -, auch wenn das immer wieder mit an den Haaren herbeigezogenen Beispielen (z.B. Krankenwagen kommt nicht durch, weil kein Autofahrer pflichtgemäß eine Gasse bildet) so suggeriert werden soll. Außerdem waren und sind sie immer gesprächsbereit, was ja bekanntermaßen beim rechtsradikalen Mob eher selten der Fall ist.

Appropos Landwirte und Verarmung:

https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/rekordgewinne-fuer-landwirte-extrem-schwierigen-zeiten-612819

"agrarheute" ist keine Antilandwirtschaftspublikation!

1x bearbeitet

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29 PostsmännlichLevel 2
07.01.2024
Ein interessanter Link. Aber ich kann dir versichern, für die Marge würde ich den Job nicht machen, da würde auch keine Industrie einen Betrieb für behalten. 70-130k hört sich viel an, wird aber wenn ein neuer Trecker ansteht über Jahre auf 0 gehen. Investitionen aufschieben lässt halt auch den Gewinn steigen und selbst wenn, mit den komfortablen 38Std die heute gern gesehen sind, hat die Landwirtschaft wenig zu tun. Da sollen sie auch anständig bezahlt werden. Im übrigen kann man nachgucken wie die Parteien abgestimmt haben. Grüne komplett (also auch Habeck und Ötzdemir) dafür, AFD komplett dagegen.

Jetzt noch ein Nachtrag zu Corona.


Es gab keine Grundlage für eine Impfpflicht und daher auch keine Impfpflicht, es war ganz klar ein Zwang ohne rechtliche Grundlage die mich privat getroffen hat. Zum finanziellen Vorteil unserer Politiker, die sich die Taschen oder die der liebsten damit gut gefüllt haben.


Aber das finanzielle ist das eine.
Ich habe ein Problem damit, wenn ich jede Woche 30 neue Menschen treffen muss, aber nicht meine Eltern besuchen oder vor die Tür gehen darf.


Wenn die Kinder in der Schule eine Ausgangssperre bekommen, aber jeder für den zweiten Test zum Kinderarzt muss, weil ihn dann die Krankenkasse zahlt und nicht die Schulbehörde. Und selbst wenn dann alle negativ sind, ne Woche drinnen zu verbringen, weil es hätte ja.


Ich 1500 km jede Woche durchs Land fahren darf, im Hotel essen (je nach Bundesland natürlich), schlafen (auch je nach Bundesland), aber nicht vor die Tür und vor einer abgesperrten und bewachten Wiese stehe wenn man rodeln will.


Keine Kindergeburtstage stattfinden dürfen, aber private Empfänge alla Spahn.


Mir unterwegs der Gang zu Toilette verwehrt wird (teilweise auch beim Kunden), aber mir jeder in der Nase rumstochern darf, wegen der Sicherheit.

Wenn der Partner Corona hat, aber man selbst zur Arbeit muss (incl Kundenkontakte), kanns so schlimm nicht sein.


Man über den Weihnachtsmarkt gehen darf, aber nichts zu essen/trinken kaufen.

Sicher beruht das alles auf einer freien Entscheidung, sich impfen zu lassen oder nicht, allerdings haben Politiker ihren Job und damit sich als öffentliche Persönlichkeit auch selbst dazu entschieden.


Ich habe mir nie viel aus Politik gemacht, aber kaum war ich kritisch, schon war man Leugner oder rechts. Naja, was man über mich denkt ist mir mittlerweile egal geworden.


Bild: ohne Beschreibung+


Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.511 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
07.01.2024
Was ich bei deiner AfD-Sympathie nicht verstehe: Die AfD ignoriert die Realität. Was ist daran bitte sympathisch, wenn eine Partei entgegen objektiven, nach bestem wissenschaftlichen Standards ermittelten Fakten handelt?

Die Strategie ist doch offensichtlich: AfD-Politiker wissen (wie alle anderen auch), dass viele Leute wütend sind, und sie werfen ihnen Bröckchen hin, um sie um sich zu versammeln.

Ob das Fremdenhass oder vermeintliche Übergriffigkeit ist - völlig egal. Die AfD hat offenbar auch kein Problem mit Leuten, die glauben, dass die Erde ein Würfel ist und dass Politiker Kinderblut trinken und die ganzen Verschwörungserzählungen... Das ist real. Solche Botschaften sind wie eine Religion. Du musst nicht die Inhalte glauben - es geht um den Zusammenhalt durch die gemeinsame Wut.

Es MUSS einem egal sein, was andere Menschen über einen denken, wenn man ernsthaft solches Gedankengut vertreten möchte..

Es zeigt: Hass und Wut machen blind für die Realität!

Die Gefühle kann ich teilweise gut verstehen. Mich macht auch vieles wütend.
Ich verstehe nur einfach nicht, wie man aus Wut so dämlich handeln kann...

Dass die AfD selbst Teil der der viel kritisierten Elite ist - wen interessierts?
Hauptsache, man findet Resonanz und Erklärungen für seine Wut?

Ist das nicht verrückt?

Niedersachsen geht in den Fluten unter, aber Hauptsache fossile Konzerne weiter subventionieren?

Ich gehe mit meiner Wut in die Natur und reagiere es aus. Das hilft. Danach habe ich einen klareren Kopf und kann bessere Entscheidungen treffen.

Vieles, was FDP, SPD und Grüne fabrizieren, macht mich auch wütend. Aber nicht ansatzweise so wütend wie eine Partei, die Teile der Bevölkerung gezielt verängstigt und wütend macht - und diese Wut dann für eigene Zwecke missbraucht. Am Ende wollen die Faschos die Demokratie (inkl. der damit verbundenen Freiheiten und Friedenssicherung) abschaffen. Und niemand profitiert davon, außer die Partei-Eliten selbst.

3x bearbeitet

Benutzerbild von Sunjo
vegan3.240 PostsweiblichLinzLevel 4
07.01.2024
Zitat Bochumer:


Ich habe mir nie viel aus Politik gemacht, aber kaum war ich kritisch, schon war man Leugner oder rechts. Naja, was man über mich denkt ist mir mittlerweile egal geworden.

Okay: politisch desinteressiert, uninformiert. Dann erstmalig bei einer demokratisch legitimierten Regelung in einer Minderheit - seitdem Antidemokrat, der Gewaltandrohungen gegen Politiker aller demokratischen Parteien gutheißt und sich mehr davon wünscht (da ja anscheinend nur das demokratie- und freiheitsfeindliche Armutszeugnis für Deutschland die Coronapolitik nicht mitgetragen hat - wenn auch nicht aus Vernunftsgründen, sondern aus populistischen, weil man mit reiner Antihaltung am allereinfachsten die politisch unaufgeklärten Bürger manipulieren kann). Gewählt wird dann natürlich auch diese demokratie- und freiheitsfeindliche Partei, damit man ja nie wieder als egoistische privilegierte Minderheit Rücksicht auf andere nehmen muss. Und wenn die sich dann beschweren, kriegen sie auf die Mütze, denn das haben sie ja verdient, weil sie ja auch zu den pöhsen pöhsen Demokraten gehören.
Meinst du das ernst?
Eine gewisse Anzahl von Antidemokraten kann und muss eine Demokratie aushalten. Solange sie sich an demokratische Spielregeln halten. Bei Gewalt, Gewaltandrohung und auch dem Gutheißen von beiden handelt es sich aber um undemokratisch gesetzeswidrige Methoden, die hoffentlich geahndet und bestraft werden.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Libio
vegan2.467 PostsweiblichBERLINLevel 4
07.01.2024
Es wird wirklich Zeit, dass Subventionen, die die Klima und Umweltzerstörung bezuschussen (in Deutschland 65 Milliarden €, Quelle: Die Zeit Nr. 48, 16.11.2023 S. 37) beendet werden. Es sind Steuergeschenke, mit denen alle Steuerzahler oft wohl unbewusst und ungewollt die Zerstörung der Natur bezahlen.

Dass Menschen, die sich politisch nicht weiter interessieren, sondern nur "kritisch" sind das verstehen, sich auch mit Gesetzen der EU und in Deutschland befassen, wäre wünschenswert, dann fallen sie nicht so leicht auf Dummenfänger rein, beklagen sich dann vielleicht nicht so sehr über Dinge, die die stark mit verursachen (zb. nötige Corona-Maßnahmen, die die Impfgegner verursachten, weil anders die Bevölkerung nicht gut zu schützen gewesen wäre. Oder die staatlichen Haushaltsbelastungen durch unnötig Kranke oder Behinderte. Noch heute leiden unter Long Covid unverhältnismäßig viele Ungeimpfte und klagen, dass die Medizin sich nicht genug kümmert)


Und dass umweltschädliche Subventionen gekürzt werden müssen, ist eigentlich schon seit Jahrzehnten im Gespräch, leider ist die Lage inzwischen so ernst, dass es endlich ins Bewusstsein und in Gesetze kommt.
Die Natur stirbt schneller als jemals in der menschlichen Geschichte (Bericht des UN-Weltdiversitätsrates von 2019).
Was der Natur nützt, kann dem einzelnen Bauern schaden. Das stimmt. Kein Grund, kriminell zu werden und große humanistische Errungenschaften niederzutrampeln.


Es muss es Änderungen in der Landwirtschaft und im Leben aller Menschen geben, es gibt aber auch da zukunftsträchtige und positive Bewegungen.
Die sind bloß leider nicht so unangenehm laut, wie die Demokratiefeinde.



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