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Bärbel Bas weicht Regeln zu Saisonarbeit auf

Erstellt 04.06.2026, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 7 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.565 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
Bärbel Bas weicht Regeln zu Saisonarbeit auf
04.06.2026
Bis zu 150 Mio Euro könnten dem Sozialsystem flöten gehen. Davon profitieren Landwirte, die Geld sparen, wenn sie Arbeitskräfte aus dem Ausland einstellen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/baerbel-bas-weicht-regeln-zu-saisonarbeit-auf?pk_campaign=nl040626

Die Miete kann man ihnen künftig wohl leichter direkt vom Lohn abziehen - das öffnet die Türen für Tricksereien, um den Mindestlohn zu umgehen.

Antrag kam von Alois Rainer (CSU) und wurde von Bärbel Bas (SPD) offenbar abgenickt.

Kein Benutzerbild
2 PostsLevel 1
04.06.2026
Diese Saisonarbeitskräfte werden aber eigentlich nur beim Gemüseanbau und nicht in der Tierwirtschaft beschäftigt. Und somit wird wird Gemüse nicht so teuer, was ich persönlich absolut vertretbar finde, ja eigentlich sogar positiv zu bewerten ist!

Benutzerbild von Libio
vegan2.503 PostsweiblichBERLINLevel 4
04.06.2026
Theodor, es werden also nicht Tiere, sondern Menschen ausgebeutet für unser preiswertes Essen (preiswert im internationalen Vergleich der starken Industrienationen)

Wo steht, dass das Gesetz nur im Pflanzenbau gilt?

Obwohl ich es trotzdem für die Seelen der oft sehr armen Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen günstiger finde, Gemüse zu ernten als Tiere zu schlachten. Die Ausbeutung ist aber die Gleiche.

2x bearbeitet

Benutzerbild von Friedhelm
vegan559 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
04.06.2026
Lieber Theodor,
wie egoistisch ist das denn?
Damit kann ja jede Ausbeutung von Arbeiter*innen begründet werden. Sei es auf dem Feld oder in der Industrie.
Nur weil das Produkt dann für dich und mich billiger wird?
Nein. Das geht gar nicht.
Dann lieber teurer.
Und das sage ich als jemand, der unter der "Armutsgrenze" lebt.

Benutzerbild von Salma
vegan3.088 PostsweiblichBerlinLevel 3
04.06.2026
Zitat Theodor:
Diese Saisonarbeitskräfte werden aber eigentlich nur beim Gemüseanbau und nicht in der Tierwirtschaft beschäftigt. Und somit wird wird Gemüse nicht so teuer, was ich persönlich absolut vertretbar finde, ja eigentlich sogar positiv zu bewerten ist!

willkommen! 🌱

also hier im artikel über die ausbeutung durch schlachthöfe wird wie folgt beschrieben:

"
Sie kommen mit Visa für Fachkräfte oder Saisonarbeiter"

Benutzerbild von Cassava2
vegan153 PostsweiblichBerlinLevel 4
04.06.2026
Vielen Dank, Libio und Friedhelm! Ich kann mich Euren Beiträgen nur vollumfänglich anschließen!
Der Beitrag von Theodor hat mich dermaßen schockiert, dass ich eine ganze Weile gebraucht habe, um meine Fassung wiederzufinden.
Nein, Theodor, günstige Gemüsepreise aufgrund von massivster Ausbeutung sind in keiner Weise vertretbar oder positiv, niemals! Ich finde Deine Sichtweise zutiefst egoistisch, ja sogar zynisch.
So billig könnte kein Gemüse sein, dass ich mich darüber freuen könnte, wenn ich weiß, welche Ausbeutung dahinter steckt!

3x bearbeitet

Kein Benutzerbild
2 PostsLevel 1
04.06.2026
Da habe ich mich wohl missverständlich ausgerückt. Mir persönlich ist es egal, was Gemüse kostet. Ich könnte es mir durchaus leisten, mehr dafür zu bezahlen. Aber ich habe einen sehr großen Garten voll mit Obst und Gemüse und friere/lagere viel ein. Ich kaufe eigentlich nur im Februar/März ein gelegentlich ein wenig dazu.
Ich meinte nur allgemein, dass es gut wäre wenn Gemüse billig bleibt, so dass die Leute verstärkt dazu greifen, anstatt Fleisch zu kaufen. Das ist doch im Sinne aller.

Benutzerbild von Friedhelm
vegan559 PostsmännlichBad Münstereifel Level 4
05.06.2026
Das könnte die Politik auf dem Wege der Besteuerung lösen. Wenn hingegangen würde und Obst und Gemüse auf 0% gesetzt und bei Fleisch zahlreiche Subventionen gesenkt würden, wären wir schon auf einem guten Weg, aber das kann ich im Moment noch nicht sehen, weil die Lobbyisten zu stark vertreten sind. Es ist eben ein für den "Normalbürger" (in seinem ureigensten Intresse) destruktives System.
Und wir dürfen natürlich auch nicht vergessen, dass in Deutschland die Lebensmittelpreise immer (im europäischen Vergleich) trotzdem noch relativ günstig sind (was natürlich auch an den Subventionen liegt). Und hier "beißt sich die berühmte Katze in den Schwanz".
Aber letzteres ist eben nur statistisch betrachtet...

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