Artikel auf Welt+: "Warum liberale Menschen Fleisch lieben"

Erstellt 16.05.2022, von ItsaMeLisa. Kategorie: News & Aktuelles. 8 Antworten.

Artikel auf Welt+: "Warum liberale Menschen Fleisch lieben"
16.05.2022
[Disclaimer: Da ich für so einen Artikel kein Geld ausgeben will, kenne ich nur den Anfang, da der Rest hinter einer Paywall ist und der Inhalt noch nicht anderswo zitiert wurde. Sollte z.B. Utopia sich dem Artikel annehmen, ergänze ich meine Meinung dazu gerne.]
„Schweinebauch, bitte!“, sagte sie. Ich hatte nie etwas Erotischeres gehört.

Wenn ein Artikel schon so anfängt, weiß man gleich woran man ist. :rolleyes:
[...]und dass es an mir wäre herauszufühlen, ob ich die diese Vegetarierin, wahrscheinlich diese Veganerin gegen mich aufbringen würde, wenn ich ein paar echte Bratwürste wähle.

Ja, denn ein richtiger männlicher "Mann" isst nur Bratwürste aus zerhackstückeltem totem Tier, welches in seinen eigenen Darm gepresst wurde.
Denn wer seine Zähne in ein Holzfällersteak schlägt, beweist, keiner Verbissenheit im Denken anzuhängen.

Witzig, mit den paar Sätzen kann man schon die Verbissenheit des Autors in Bezug auf seine Ablehnung gegen Veganismus und seine wirklich seltsame Verbindung zu Fleisch herauslesen. Von Geschmack über Lebensnotwendigkeit habe ich schon alles mögliche an Rechtfertigungen für Fleischkonsum gelesen, aber eine erotische Anziehung durch den Gedanken an das Verspeisen toter Tiere...Manche Leute müssen auch echt mit dem ganzen Internet teilen, dass sie sonderbar sind.
Warum Grillen ein Zeichen von Vernunft ist

Die Argumente dafür würden mich schon interessieren, da man am Anfang nichts davon herauslesen kann. Denn wenn mehrere Gesundheits- und Tierrechtsorganisationen, (Ernährungs-)Wissenschaflter und Mediziner aufzeigen, dass Veganismus das vernünftigste für die eigene Gesundheit, die Umwelt und das Tierwohl ist, dann frage ich mich wirklich was ein Leander Steinkopf dazu beizutragen hätte.
Tatsächlich hat dieser bereits 2019 einen Artikel mit dem Titel "Die ganze Wurstwahrheit“ geschrieben, was im Grunde bloß ein Lobgesang auf Leberwurst ist. Ihr wisst schon, das, wo in den letzten Gesundheits-Tests oftmals Hepatitis E gefunden wurde.


Ich bin hier, wie bei den Artikeln der Süddeutschen Zeitung, sehr irritiert davon, was für ein Mist zur Veröffentlichung abgesegnet wird. Natürlich hat jeder ein Recht auf seine Meinung, aber deshalb muss man diese nicht unqualifiziert irgendwo veröffentlichen und dafür Geld bekommen. Vielleicht sollte ich auch mal Artikel für Zeitungen schreiben, Intelligenz oder Mehrwert des Inhalts scheinen ja keine Voraussetzungen zu sein. 8)

Ich habe übrigens einen Twitter-Feed zu diesem Artikel gefunden und die Antworten sind einfach nur lustig. :lol:
Wenn man aus Versehen sein eigenes Gehirn gegrillt hat. - Sebastian 23

Ich glaubte Welt gehört zu Springer oder etwa zu Tönnies? - Zappa.XX

Zum selber nachlesen:
https://www.trendsmap.com/twitter/tweet/1525165519971799046
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16.05.2022
Hallo ItsaMeLisa
ja es ist schon grauenvoll was da so geschrieben wird, ich habe irgendwie keine Lust mehr mir das alles anzutun. Und dass die Redaktionen das dann zulassen spricht ja auch schon Bände.....
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16.05.2022
Ich finde den Artikel eigentlich traurig.
https://www.vegpool.de/news/kommentar-warum-liberale-menschen-fleisch-essen.html
Männer die Fleisch als Symbol für ihre Männlichkeit brauchen, tun mir eher leid.
Denn die Fleisch-Symbolik ist sehr zerbrechlich. Wer die Ablehnung von Fleisch als Ablehnung der eigenen Männlichkeit interpretiert, wird immer wieder Kränkungen und Enttäuschungen erleben.


Versteht ihr meine Meinung, oder seht ihr es anders?
2x bearbeitet

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16.05.2022
Es ist auch ein Bild von einem "ICH" aufgebaut und verhärtet worden, welches nur männlich sein kann, wenn es Fleisch isst. Deshalb können solche Menschen ihre Meinung dazu schlecht ändern, weil sie dann Angst haben, dass ihr "ICH" zerfällt.
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16.05.2022
Äh, sorry, den Spruch "ein richtiger Mann muss Fleisch essen" habe ich zuerst von einer älteren Frau gehört (WK2 Generation), die diese Denke wohl auch verinnerlicht hatte: Ihr Mann aß sehr gerne "Eisbein" und son Zeug, wurde später Diabetiker, erblindete und starb an den Folgen seiner "männlichen" Ernährung - man könnte sagen, seine Frau hat ihn totbekocht.

Also nicht nur Männer pflegen dieses dümmliche Bild vom besonders männlichen Fleischesser.

Das hat wohl ganz archaisch mit dem Bild vom Mann als Killer von zu essenden Tieren zu tun, der die Familie besonders "gut" weil reichhaltig ernähren kann.

Die Springer - Medien Welt und Welt TV sowie Bild und Bild-TV pflegen dieses sozialschädliche, klima - und tierfeindliche Männlichkeitsbild.

Der Chef der Weltgruppe gurkt mit nem Ferrari Testarosta durch die Gegend und findet Elektromotoren nur gut für Waschmaschinen.

Das passt zum Bild:

Hier ein Artikel der TAZ zu diesem Mann.

https://taz.de/Ulf-Poschardt-zur-Mobilitaetswende/!5779417/
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16.05.2022
kann eineM nur übel werden, wenn man so was liest. hinterwäldlerisch. Vielleicht diente der Artikel ja nur zur Provokation?
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16.05.2022
Zitat Franz23:kann eineM nur übel werden, wenn man so was liest. hinterwäldlerisch. Vielleicht diente der Artikel ja nur zur Provokation?

Teilweise vielleicht schon, aber ich denke, dass es auch seine eigene Meinung ist. Ich weiß zwar nicht, ob man bei zwei Vorfällen schon von einem Muster sprechen kann, aber sowohl in diesem als auch in dem "Die ganze Wurstwahrheit“-Artikel geht es darum, dass er Dates mit Fleisch verbindet. In dem Artikel von 2019 ging es darum, dass er eine Frau zum ersten Date in die Metzgerei mitnimmt und sie Leberwurstbrot essen, dieses Mal ein Date mit einer anderen Frau und es geht ums Fleisch grillen...
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18.05.2022
Vielleicht werden die Verlage ja von den Fleischkonzernen mittels Anzeigen finanziert und es wird Druck ausgeübt? Vor allem bei der Süddeutschen hat es mich arg gewundert, dass so ein Unsinn gedruckt wird.
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18.05.2022
manchmal scheint mir, werden die einzelnen Journalistinnen durch freundliche Zuwendungen usw. dazu gebracht, bestimmte den Unternehmenszwecken dienende Artikel in ihrem jeweiligen Blatt (gilt analog für andere Medien) unterzubringen.

Aber auch dafür habe ich außer meiner eigenen Wahrnehmung keinerlei Beweis - also reine Verschwörungstheorie.

Es würde mich jedoch nach allgemeiner Lebenserfahrung keineswegs wundern, wenn solche Artikel/Berichte auf diese Weise den Weg ins Programm/Blatt "gefunden" hätten.
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