Schwedischer Zoo tötet 9 Löwenbabies

Erstellt 15.01.2018, von Avata. Kategorie: Off-Topic. 8 Antworten.

Schwedischer Zoo tötet 9 Löwenbabies
15.01.2018
Seit Jahren verfolge ich schon , diese Miesere der Zoo's , die angeblich Juntiere nirgends unterbringen können.

Es gibt sicher andere Möglichkeiten.

Warum können nicht Reservate in anderen Ländern gefunden werden??

Ist die Argumentation der Zoo's Tiere so artenungerecht zu halten , nicht Artenschutz??

Warum werden die Junktiere dann hingerichtet???

Weil sonst der Artenschutz nicht lukrativ genug ist???
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26.01.2018
In den Zoos wird gezüchtet, weil Jungtiere Besucher anziehen, siehe Eisbären, wie Knut, etc..
Das Publikum liebt aber nur die ganz kleinen Babies, wenn die größer sind, verlieren sie an Anziehungskraft. Ich denke, sie werden getötet, um wieder Platz für neue Babies zu schaffen. In Zoos werden auch Tiere gezielt gezüchtet, getötet und an andere Tiere verfüttert, da ist man nicht zimperlich. Ich rate daher allen meinen Freunden mit Kindern, gemeinsam darüber nachzudenken und sich dann evtl. gegen einen Zoo Besuch zu entscheiden. Man kann stattdessen einen Lebenshof besuchen und den Kindern so schöne Begegnungen mit Tieren ermöglichen, ohne Leid mit zu finanzieren. Und Artenschutz betreibt sowieso kein Zoo, man kann Arten nur in der Natur schützen.
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03.02.2018
" Das Schlachtaufkommen von Schweinen inländischer Herkunft sank um 447 100 (– 0,8 %) auf 54,6 Millionen Tiere." Auszug aus dem Bericht des statistischen Bundesamtes. Zu finden wenn man "fleischproduktion 2017" in die Suche eingibt.

Nicht dass mir die unnötig getöteten 9 Löwenbabies nicht auch Leid täten.


Ich persönlich bevorzuge jedoch, mit der selben Energie und dem selben Aufwand der betrieben wird um einige wenige Tierbabies zu retten, tatsächlich breitenwirksam an der Veränderung der Wahnehmung von Tierrechten in der Tiertötungsindustrie zu arbeiten - und dadurch vielleicht nicht schnell, aber sehr nachhaltig Tiere dauerhaft zu retten.


Wenn das Thema erledigt ist und wir uns zumindest in Europa weitestgehend vegan ernähren, nehme ich mir die Zeit, mich auf 9 einzelne Tierbabies zu konzentrieren. Ich gehe davon aus, dass wir dann auch dieses Thema "Babytöten in Zoos" in kürzester Zeit erledigen können.
Vielleicht laufe ich dann sogar am Strand entlang und werfe jeden auf dem Trockenen gefundenen Seestern wieder ins Wasser. Aber bis dahin...
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03.02.2018
Hallo Vegsbudsd,
ich finde, das eine schließt das andere nicht aus.


Ein Beispiel: wir haben drei junge Kühe in unserem Dorf vor dem Schlachter gerettet. Dazu haben wir Spenden gesammelt, um die Kühe abzukaufen. Unsere Nachbarn sind sehr nachdenklich geworden, was ihren eigenen Fleisch-und Milchkonsum angeht, da sie alle erstmal wissen wollten, wozu wir das Geld sammeln. Eine befreundete Lehrerin hat ein Bild von einer der Kühe an die Wand gestrahlt und den Kindern davon erzählt. Die Kinder haben dann auch Geld gesammelt und ein Kind hat erzählt, dass sie jetzt zu Hause kein Fleisch mehr essen. Für viele Menschen ist ein Tier das man persönlich kennen lernt, eine eindringlichere Erfahrung, als die Zahlen der insgesamt geschlachteten Tiere.


Und ich möchte nicht, dass Kinder im Zoo lernen, dass es ganz normal ist, ein Tier an das andere zu verfüttern, denn Kinder lernen nachhaltig über das was sie gesehen und erlebt haben. Ich fühle den Schmerz über ein getötetes Tier genau so stark wie über tausende. Und du solltest an keinem einzelnen gestrandeten Seestern vorbeilaufen, wenn Dich ein Kind sieht, wie Du ihn zurück ins Meer wirfst, wird es sich Gedanken machen...Ich hebe Regenwürmer von der Straße auf und schwatze Kindern gefangene Kaulquappen ab, um sie zurück in den Teich zu bringen, und ich finde eigentlich nicht, dass die Zeit verschwendet ist.


Ich finde es aber sehr interessant, dass Du für Tierrechte arbeitest, magst du da etwas mehr erzählen?


Liebe Grüße
Chrissie
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03.02.2018
Hallo Chrissie,

vielen Dank für Deinen ermutigenden Beitrag! Das ist ja eine tolle Erfahrung, die Du da berichtest.

Ich bin wie Du davon überzeugt, dass einzelne Menschen durchaus davon zu beeindrucken sind, wenn sie persönlich wahrnehmen, was da so passiert. Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich mitbekomme, dass einzelne Tiere gerettet werden.


Dennoch versuche ich persönlich (und bitte verstehe das niemand als Kritik an anderer Haltung!) meine Energie darauf zu verwenden, mich nicht in Einzelaktionen zu verheddern, und darüber die Millionen Tiere im Ergebnis zu ignorieren, die massenhaft tagtäglich in den Schlachtanlagen elendig zu Grunde gehen.

Mein Einfluss ist sehr bescheiden, aber es ist durchaus möglich das Thema in der Politik auch dort voran zu bringen, wo vermeintlich andere Themen vorrangig behandelt werden: Im Wahlkampf. Wenn die Rahmenbedingungen bleiben (Gesetze, Steuern, Subventionen usw.), wie sie derzeit sind, wird sich insgesamt sehr wenig ändern. Deshalb versuche ich die für mich erreichbaren Politiker davon zu überzeugen, dass sich in der Landwirtschaft und bei den Gesetzen etwas ändern muss:

"Unser Ziel ist eine für Landwirte auskömmliche Landwirtschaft und schmackhafte, gesunde Ernährung, ohne Tierleid und ohne Tiertod!"

Dieser Satz von mir wurde in einem gemeinsamen internen Positionspapier von Landwirten und Tierschützern einer bekannten Partei nach intensiver Diskussion untergebracht - und dann doch später nach Intervention bei den Landwirten nicht gemeinsam verabschiedet. Dennoch wurde auf einem Konvent der Bundesarbeitsgemeinschaften dieser Partei die Beendigung der Massentierhaltung zusammen mit ebendiesen Landwirten auf einen hohen Platz gewählt und fand dadurch Eingang ins Wahlprogramm der Partei.


Leider sind sehr viele ehrliche Tierschützer von den Parteien so enttäuscht, dass sie sich entweder völlig zurückgezogen haben, oder aber den im Bundestag vertretenen Parteien den Rücken gekehrt haben und sich in kleinen, politisch völlig wirkungslosen Parteilein organisiert haben. Die ideale Haltung für die Fleischproduzenten. Wenn ich einer wäre, würde ich eine klitzekleine Partei nach der andern unterstützen, die niemals in den Bundestag einzieht, damit dort das Thema außen vor bleibt. Dadurch haben die Enttäuschten die realen Möglichkeiten der Veränderung übrigens tatsächlich geschwächt, statt den Tierschutz voran zu bringen.


Stürmt die Parteien, bringt Euch ein, und nervt die Parteipolitiker mit unserem Thema, bis sie selbst endlich das als Wahlkampfthema entdecken und es nicht mehr blocken, wie derzeit häufig.

Denn im aktiven tagtäglichen Tierrettungseinsatz werden die Tiere gerettet, die heute leben, in der Politik aber wird über die Milliarden Tiere entschieden, die in den nächsten Jahrzehnten ermordet werden. Darin liegt der für mich entscheidende Unterschied.

Sorry, wieder viiiel zu lang. Bin noch aus der Generation, die das System der 160 Zeichen Nachrichten nicht mit der Muttermilch eingesogen haben...
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03.02.2018
Müsste man es aus veganer Sicht nicht sogar begrüßen, dass diese Löwenbabies, die sicher nicht vegan ernährt worden wären, in Zukunft nicht viel mehr unschuldige Tiere das Leben kosten? Noch besser wäre es natürlich, die Zucht sämtlicher Tiere, die nicht artgerecht gehalten werden (können), zu unterlassen. Das beträfe nicht nur Zootiere, sondern auch viele Haustiere und natürlich Nutztiere.
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03.02.2018
Hallo Sunjo,
klar, das ist ein radikaler und kluger Einwand!
Artgerecht ist nur die Freiheit - das inkludiert auch die Möglichkeit an Unterernährung und Krankheiten zu sterben.
Die ungezügelte Tiervermehrung zu wirtschaftlichen Zwecken ist eines der größten Übel unserer Zeit!

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10.02.2018
Hallo Vegbudsd,
hab Deinen Beitrag gerade erst gefunden, danke, das war sehr interessant. Bin noch aus der Generation, die gerne auch längere Texte liest. :D Ich bin voll Deiner Meinung, dass die Massentierhaltung nur von der Politik beendet werden kann. Derzeit sieht es leider gar nicht so aus, aber wir dürfen uns davon nicht entmutigen lassen. Du kannst sicher innerhalb Deiner Partei viel bewirken, auch wenn Du meinst, dass Dein Einfluss nicht so groß ist. Du hast recht, dass wir die Politiker nerven müssen, das mache ich auch schon über zahlreiche Petitionen, E-mail und Briefaktionen. Je mehr das Thema in die Medien kommt, umso mehr machen sich die Verbraucher und Wähler Gedanken.
Ich stimme Dir zu, was Du über das Wählen von kleinen Parteien sagst, aber auf der anderen Seite soll jeder die Partei wählen, deren Programm ihm am meisten zusagt. Es macht keinen Spaß, zwischen Pest und Cholera auszuwählen, weil es alles andere eh nicht in den Bundestag schafft. Es gehört viel Mut und Entschlossenheit dazu, eine Partei zu gründen und ich hätte der V-Partei mit Barbara Rütting mehr Erfolg gegönnt. Deine Partei musste sich anfangs auch strecken, um über die 5 % zu kommen.
Aber Sunjo, die Tötung von Löwen Babies gut zu heißen, damit sie in Zukunft nicht unschuldigen Lebewesen das Leben kosten? Du hast recht, die Züchtung sollte unterlassen werden, aber die Tötung lehne ich strikt ab. Da hätte man mit etwas Herz und gutem Willen eine andere Lösung finden können.
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14.02.2018
Hey

glaub auch dass Politiker was tun müssen. Aber dann muss man halt die Politiker ändern wenn die was ändern sollen! Bleibt ja sonst nix...

LG
FLO
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