Ist CNG (Erdgas) wirklich ökologisch?

Erstellt 11.05.2018, von kilian. Kategorie: Off-Topic. 17 Antworten.

12.05.2018
Hallo Kurzname,

Zitat Kurzname:Warum? Weil Sie davon als Veganer lieber nichts wissen wollen?

Nein, sondern weil dies nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft sowie den Grundlagen der Biologie und Neurowissenschaften eine postfaktische Behauptung ohne jegliches Fundament ist.

Zitat Kurzname:Ernstzunehmende Wissenschaftler beschäftigen sich zunehmend mit diesem Thema und daraus ergeben sich tatsächlich Hinweise auf so etwas Vergleichbares wie Angst bei Tier und Mensch.

"Etwas vergleichbares wie Angst" ist aber eben genau das: keine Angst nach neurowissenschaftlicher Definition, sondern lediglich ein biochemischer Prozess ohne kognitive oder gleichartig differenzierte Interaktionen (was aus den mir bekannten Forschungen auf diesem Gebiet auch eindeutig hervorgeht).

Schlussendlich ist auch logisch sowie ethisch betrachtet nicht ein eventueller Angstzustand, sondern die Leidenfähigkeit eines Lebewesens ausschlaggebend für die Interessensabwägung unter utilitatritischen Gesichtpunkten - Und hier sind Pflanzen, aufgrund der Abwesenheit eines zentralen Nervensystems, weder als intelligent noch als leidensfähig anzusehen!

Liebe Grüße,
Falk
4x bearbeitet

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12.05.2018
Hallo Kurzname,

ist ne verbreitete These, gibt aber nicht einen Hinweis, dass Pflanzen leiden kännen (abgesehen von Boulevard-Mist).
Kein zentrales Nervensystem. Kein Grund, warum Schmerzen einen evolutionären Vorteil hätten.

Selbst wenn sie fühlen könnten: Für Fleisch wird der x-fache Einsatz an Futter-Kalorien benötigt wie im Endprodukt vorhanden sind. Es wäre also immer noch besser, direkt die Pflanzen zu essen.

Übrigens: Dieses Forum ist pro-vegan. Es ist nicht für Grundsatz-Diskussionen gedacht.

Viele Grüße

Kilian Dreißig
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12.05.2018
Zitat Kurzname:
Warum? Weil Sie davon als Veganer lieber nichts wissen wollen?
Ernstzunehmende Wissenschaftler beschäftigen sich zunehmend mit diesem Thema und daraus ergeben sich tatsächlich Hinweise auf so etwas Vergleichbares wie Angst bei Tier und Mensch.


Die Veganer können sich bei solcherlei Studien immerhin bequem zurücklehnen, denn egal, was letztendlich dabei herauskommt: da Veganer deutlich weniger Pflanzen auf dem Gewissen haben, als Omnivoren, sind sie in beiden Fällen fein raus. Also immer Vorsicht mit der Unterstellung von Motiven. :angel:
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14.05.2018
Tscha Kurzname - das nennt man dann ja wohl klassisch ein "Eigentor", Glückwunsch. Und Dank für die Steilvorlage!

Mit pflanzenschonenden Grüßen :D :clap:
1x bearbeitet

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16.05.2018
So, auch in der Schweiz gibt es kein Biomethan mehr aus Gülle, sondern der Kraftstoff wird aus Grüngut und Klärschlamm erzeugt.
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11.12.2019
Mir wurde heute mal wieder dieser Artikel angezeigt, mittlerweise mit mindestens zwei Überarbeitungen.

Meiner Meinung nach müsste der Hauptteil des Artikels, der sich auf die Verwendung von Gülle bezieht, durch ein stark zusammengekürztes Infokästchen ersetzt werden, in dem die theoretische Möglichkeit der Nutzung von Gülle benannt und die sich daraus ergebenden Nachteile ebenfalls in allerkürzester Form aufgeführt werden. Momentan ist das irgendwie umgekehrt - langer Text gegen die Verwendung von Gülle, kurzes Infokästchen, dass das vermutlich gar nicht relevant ist - und deshalb stark irreführend.

Die zweite Ergänzung zum Methan verstehe ich nicht: was ist hier die Aussage? Wird hier die Methangaserzeugung aus biologischen Abfällen (nicht Gülle, siehe oben) kritisiert? Wenn ja, was wäre die Alternative? Oder wird die Nutzung von natürlichen Methanvorkommen kritisiert? Wenn ja, was wäre die Alternative?
(aus meiner Sicht ist die Nutzung von Methan, und damit die Umwandlung in CO2 und Wasser, weniger schädlich als die ungenutzte Abgabe in die Atmosphäre, aber vielleicht überseh ich da ja was)

Ich habe/brauche/will kein Auto, arbeite auch nicht in einer Branche, die damit irgendwas zu tun hat, aber ich habe dennoch (ökologisches) Interesse daran, dass bessere Alternativen zu Diesel/Benzin nicht unnötig schlechtgemacht werden.

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11.12.2019
Hallo Sunjo,
danke fürs Feedback!

Der Artikel hat in der Tat keine ganz glückliche Historie und ich habe schon überlegt, ihn einfach abzuschalten. Das möchte ich aus Gründen der Transparenz aber nicht so gerne tun. Allerdings habe ich jetzt mal seine Sichtbarkeit etwas reduziert.

Ursprünglich ging es um die Gülle, die bei der Erdgas-Erzeugung zum Einsatz kommen kann (und auch genutzt wird).

Dann kam ein wahrer Shitstorm von CNG-Fans, die Kommentar hinterlassen haben, dass für CNG ja gar keine Gülle verwendet würde... Also habe ich das erneut recherchiert und bin zur Feststellung gekommen, dass Gülle in diesem Bereich offenbar nur selten genutzt wird, auch wenn sie in mehreren Quellen genannt wurde.

Gülle setzt aber Methan frei und dieses wird auch energetisch genutzt. Aber wohl nicht so häufig für CNG.
Je länger ich mit dem Thema beschäftige, umso mehr widersprüchliche Informationen erhalte ich.

Einmal heißt es, CNG gehörte zu den umweltfreundlichsten Antriebsarten, da praktisch feinstaubfrei und co2-neutral... dann heißt es, Methan sei gar nicht soo umweltfreundlich (vielleicht 20% besser als Benzin)... und dann kommt eben dazu, dass Methan vor der Verbrennung sehr klimawirksam ist und freiwerdende Mengen aus Pipelines und Autos durchaus das Klima belasten können.
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11.12.2019
Zitat kilian:
Je länger ich mit dem Thema beschäftige, umso mehr widersprüchliche Informationen erhalte ich.

Vielleicht stolperst du ja eines Tages über einen neutralen Experten, der dazu etwas sagen möchte.

Zitat kilian:
... und dann kommt eben dazu, dass Methan vor der Verbrennung sehr klimawirksam ist und freiwerdende Mengen aus Pipelines und Autos durchaus das Klima belasten können.

Und genau setzen ja meine Fragen an, nämlich ob das Methan nicht entstehen, oder nicht in die Atmosphäre entweichen würde, wenn wir es nicht nutzten, oder ob es ohne Nutzung nicht sogar noch schädlicher wäre.
Da geht es jetzt gar nicht nur um Autogas, sondern auch um Methanblasen im bereits auftauenden Permafrostboden usw.
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