Interview über Tierversuche

Erstellt 13.01.2017, von pummelchen. Kategorie: Off-Topic. 5 Antworten.

Interview über Tierversuche
13.01.2017
Hallo ihr Lieben,

hier ist ein interessanter Beitrag über Tierversuche, bei dem sich ein Forscher versucht, zu erklären. Er redet viel über Güterabwägung und Ethik und verteidigt seine Tierversuche:


http://www.zeit.de/2017/03/tierversuche-forschung-studie-schutzwuerdigkeit/komplettansicht

Ich muss leider sagen: Die Debatte ist so aufgeladen, dass ich das Gefühl habe, kaum verlässliche Informationen zu bekommen, da sich alle Sprecher einfach fundamental widersprechen. Die Ärztevereinigung gegen Tierversuche argumentiert, dass der Tierversuch medizinisch gesehen sinnlos ist, Grundlagen sind bereits weitreichend erforscht. Tiere sind uns nicht ähnlich genug, um eine belastbare Forschung zu produzieren. Der Prof hingegen meint, der Tierversuch ist immer noch alternativlos. Was ich jedoch auch von meiner Uni so über Tierversuche gehört habe, sind die Tierversuchsrichtlinien wohl nicht so super streng, wenn Doktoranden mit sinnloser Forschung 500 Ratten verpulvern dürfen.


Was meint ihr zu dieser Frage?
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13.01.2017
Auch zu diesem Thema fand ich das Buch "Tiere denken" von David Richard Precht recht gut, weil es die Standpunkte beider Seiten ganz gut wiedergegeben hat. Für mich scheint es so zu sein, dass Tierversuche heutzutage noch nicht gänzlich durch tierleidfreie Alternativen ersetzbar sind, aber oft eben doch und dass tatsächlich die Richtlinien noch viel zu locker sind - und zwar sowohl zu der Frage, ob ein Tierversuch im konkreten Fall überhaupt erlaubt werden sollte, als auch zu der Frage wie der dann ablaufen muss, um dem Tier möglichst wenig Leid zuzufügen.

Noch ein bisschen grundsätzlicher könnte man sagen, dass viele Medikamente nicht nötig wären, wenn die Menschen vernünftiger wären und sich ihre Gesundheit nicht durch falsche Gewohnheiten (Ernährung, Bewegungsmangel usw.) selbst ruinieren würden. Warum müssen dann eigentlich Tiere für Medikamente zur Behandlung der Symptome leiden? Stattdessen sollte man lieber Raucher nehmen (! nicht ganz ernst gemeint).
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13.01.2017
Mal schauen ob mein Kommentar veröffentlicht wird :rolleyes:
Hab mich extra bei der Zeit angemeldet um mein Senf zu manchen echt bescheuerten Kommentaren abzugeben!
Hilfe sind manche Leute bescheuert da kriegst ja sämtliche Anfälle beim Durchlesen :surprise:
Mein Kommentar war natürlich nicht so nett... :rolleyes: ;)
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14.01.2017
Der Artikel ist nicht mehr drin. Wenn Du noch dem einen oder anderen einen Denkzettel verpasst hast: Hätte ich gern gelesen, schade!


Hab beim Kommentieren immer das Gefühl, in einem ganz kleinen Zeitfensterchen vielleicht bei irgendwem etwas in Gang setzen zu können.
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14.01.2017
Hehe, sehr löblich, aber diese Debatten werden ziemlich bescheuert geführt. Erstens sind bei Zeit.de die größten Flachpfeifen unterwegs, vor allem beim Thema Essen, Geschlecht, Trump oder Rechte, und diese Menschen sind alle sehr verbittert, sehr traurig und sehr aggressiv. Zudem können sie noch alle bösen Kniffe der Diskussion anwenden, die es so gibt, um einen in eine Ecke zu drängen, in die man nicht gestellt werden möchte. Ich muss ehrlich sagen: ich habs einmal, wirklich einmal sehr, sehr versöhnlich versucht und es wurde einfach nur als Aufhänger für noch mehr Zickerei genommen. (Ich hab versucht, bei so einem Gewalt-gegen-Frauen-Thema zu argumentieren, dass es doch vollkommen okay ist, sich dagegen auszusprechen und das keinem Mann weh tut, man spreche sie ja auch gegen generelle Gewalt aus, Gegenstrategie: Nein, die Feministinnen wollen alle Männer töten/ignorieren das/ jede tote Frau ist schlimmer als 20 tote Männer, scheiß Feministinnen(alle töten und vergewaltigen)!)
Eurer Stimmung und eurer Zeit zu liebe: Man muss das nicht tun^^
Ich bin in einer Stimmung des Meinungsrückzuges angelangt, denn die Kommentarspalte repräsentiert die Argumentationsweise meiner Familie und vieler Bekannter. Entweder man ist bereits meiner Meinung oder man hasst sie passioniert, seinen Standpunkt ändert ja sowieso heutzutage keiner mehr -.-


Um zum Artikel zurückzukehren: Dieser Prof kommt mir im Grunde sehr verständig vor, mich würde jedoch interessieren, wie er zu einer großen Menge konkret bescheuerter Fälle steht, bei denne Tierversuche genehmigt wurden oO da kann man nicht mehr von Strenge reden!
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14.01.2017
Zitat pummelchen:Hehe, sehr löblich, aber diese Debatten werden ziemlich bescheuert geführt. Erstens sind bei Zeit.de die größten Flachpfeifen unterwegs, vor allem beim Thema Essen, Geschlecht, Trump oder Rechte, und diese Menschen sind alle sehr verbittert, sehr traurig und sehr aggressiv.


Wem sagst Du's, hab mir auch schon gelegentlich die Nase gestoßen. Vor allem bei den Themen, die Du genannt hast. Dagegen waren die Kommentare zu dem Tierversuchsartikel regelrecht zahm. Und nein, man muss es nicht. Ich üb mich ein bisschen. Wenn ich den Wind kenne, der mir entgegenpfeifen kann, bin ich nicht mehr so überrascht und wehrlos, sei es auch nur, weil ich erkenne, wann genau ich mich zurückziehen muss, um mich selbst zu schützen.


Dieser Prof hat in seiner Ausbildung Dutzende von Tieren auseinanderschnippeln müssen, einfach nur zur Übung. Er hat dabei auch gelernt, dass es Notwendigkeiten gibt, die diese Opfer rechtfertigen. Welche Notwendigkeiten das sind, kann dann jeder Studienabsolvent selbst entscheiden: Die eigene Karriere? Das Bedürfnis, Menschen zu helfen? Der lukrative Job im Tierversuchslabor? Dass die Notwendigkeiten inzwischen immer mehr hinterfragt werden, dass er seine Position überhaupt verteidigen muss, liegt daran, dass er mit einer geänderten öffentlichen Meinung rechnen muss.
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